Bochumer Theater Rottstraße 5 startet ins neue Jahr

Maximilian Strestik in der Titelrolle als  Herzog Theodor von Gothland.
Maximilian Strestik in der Titelrolle als Herzog Theodor von Gothland.
Foto: Simone Michalak
Was wir bereits wissen
Mit Dorian Gray, Herzog Theodor von Gothland und Schneewittchen hat die Off-Bühne zum Jahresanfang drei starke Repertoire-Inszenierungen zu bieten.

Bochum.. Das Schauspielhaus spielte zum Jahreswechsel durch, das Prinz Regent Theater hat sich am Wochenende mit der Premiere von „Reden mit Mama“ zurückgemeldet, und auch auf Bochums dritter Bühne geht wieder der (nicht vorhandene) Vorhang hoch: Jahresauftakt im Theater Rottstraße 5 ist am Donnerstag (8.1.) „Das Bildnis des Dorian Gray“, eine Inszenierung von Co-Intendant Oliver Paolo Thomas, die zuletzt im April letzten Jahres zu sehen war.

Thomas‘ besetzt Oscar Wildes snobistischen Protagonisten Dorian Gray gegen den Strich. Manuel Rittich ist zu alt, trägt Dreitagebart, ist ein Machotyp. Männlicher Rock, nicht androgyner Pop wird ausgestellt. Überhaupt: das Verfeinerte, Prunkende in Wildes Vorlage kommt nicht auf die Bühne. Stattdessen gibt’s Rock-Theater mit den bewährten Rottstraße-Ingredienzien: laute Musik, Sex, Blut und Feuer. Fabelhaft ist das „alternde“ Bild, gemalt von Frank Burkamp und Maike Prause. Es spielen Ana Purwa, Manuel Rittich, Alexander Ritter, Maximilian Strestik und Timo Knop.

Radikales im Gewölbe-Keller

Am Samstag (10.1.) gibt’s, ebenfalls nach längerer Aufführungspause, Tim Hebborns Inszenierung von „Herzog Theodor von Gothland“ nach Christian Dietrich Grabbe. In diesem von Shakespeare beeinflussten Werk wird der aufrechte Herzog (Maximilian Strestik) von seinem manipulierenden Widersacher (Jost Grix) zu Fall gebracht. Im Bahn-Gewölbe-Keller inszeniert Hebborn, Regie-Absolvent der Folkwang Hochschule, das Stück radikal minimiert. 15 Figuren wurden gestrichen, nur das Wesentliche der Handlung blieb stehen.

Gut gegen Böse

Die erzählt vom Kampf von Gut und Böse, beziehungsweise davon, wie ein Mensch böse und zum Massenmörder wird. Hebborn gelingt es, eine komplexe Geschichte und psychologische Figuren-Entwicklung glaubhaft und packend zu erzählen. Neben Maximilian Strestik stehen Ronny Miersch und Bernhard Schmidt-Hackenberg auf der Bühne.

Theaterfest für Jung und Alt

Tags darauf (11.1.) wird in der Sonntagsvorstellung nochmals das Kinderstück „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ in der Regie von Tanja Grix gezeigt. Die Produktion des Rottstraße-5-Kinderensembles „Die Truffaldinos“ ist eine charmantes, temporeiches und lustiges Theaterfest für Jung und Alt. Für diese Aufführung gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Karten; eine Reservierung wird empfohlen.

Vorstellungsbeginn jeweils um 19.30 Uhr, „Schneewittchen“ beginnt um 15 Uhr, Eintritt 13/erm. 7 Euro. Kartenreservierung unter 0163 – 761 50 71 oder www.rottstr5-theater.de