Bochumer Symphoniker bereiten dem Publikum einen großen Abend

Er sitzt auf der Bühne und ist eins mit seinem Instrument, dem Orchester und der Musik: der Cellist Jean-Guihen Queyras. Er ist einer der artists in fusion der Bochumer Symphoniker und war nun mit einem gigantischen Konzertprogramm im Schauspielhaus zu erleben.

Da, wo andere Solisten eine Konzerthälfte füllen, spielt Queyras zwei – dazu mit dem Anspruchsvollsten, was die Literatur für Cello und Orchester zu bieten hat. Zunächst das Konzert für Violoncello und Orchester des französischen Komponisten Henri Dutilleux. Er ließ sich von Gedichten seines Landsmanns Charles Baudelaire dazu inspirieren. Nacht und Traum sind wichtige Motive in dieser Dichtung wie auch in der Musik von Dutilleux. Mit traumwandlerischer Sicherheit führte Queyras die Zuhörer durch diese vielen unbekannte, musikalische Welt voller Motive, Variationen, aparter Klangfarben und bizarrer Formen. Das Cello erhob sich wie das lyrische Ich in diesem Wunderwerk an Musik.

Die Lektüre „Don Quijote“ nach den mittelalterlichen Abenteuergeschichten des Spaniers Miguel de Cervantes hat Richard Strauss zu seiner Symphonischen Dichtung angeregt. Neben Jean-Guihen Queyras trat hier Louisa Spahn die Solobratschistin der BoSy solistisch hervor.

Ein großer Konzertabend unter der Leitung von Steven Sloane!