Bochumer Studierende entwickeln Ladestation für Elektroräder

Freie Fahrt (v.l.): Kristof Mehlich (auf dem Rad), Lehrer Wolfgang Rode, Sascha Hoffeld, Sven Haybach und der ehemalige Schulleiter Peter Hille.
Freie Fahrt (v.l.): Kristof Mehlich (auf dem Rad), Lehrer Wolfgang Rode, Sascha Hoffeld, Sven Haybach und der ehemalige Schulleiter Peter Hille.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Studierende der TBS1 haben eine besondere Ladestation für Elektrofahrräder entwickelt. Sie ist Teil der neuen Metropolradruhr-Station an der Schule.

Bochum.. Wer sich in Bochum mit dem Fahrrad bewegen will, kann das tun. Dafür braucht er kein eigenes Rad. Über das Fahrradverleihsystem Metropolradruhr sind an 70 Standorten Räder verteilt. Zuletzt ist eine besondere Station dazugekommen: „Station 7167“. Sie steht an der Ecke Ostring/Moritz-Fiege-Straße und bietet nicht nur die Möglichkeit, Räder auszuleihen und abzugeben, sondern hat auch eine Ladestation für Pedelecs, also Elektroräder. Sie ist vor allem aber deshalb so besonders, weil sie die erste ist, die an/auf einem Schulgelände steht – an der Technischen Beruflichen Schule, der TBS1.

Das wiederum hängt damit zusammen, dass drei Schüler der Schule die Idee dazu hatten. Sascha Hoffeld (23), Sven Haybach (23) und Kristof Mehlich (25) sind die Drei von der Tankstelle. Sie beschäftigten sich bereits im vergangenen Jahr mit der Ladestation. Damit nahmen sie am Wettbewerb „Klima & Co“ teil und gewannen 10.000 Euro. 4000 Euro, die Hälfte der Gesamtkosten, konnten sie dadurch zum Bau der Radstation beisteuern.

Bewegungsmelder lösen LED-Beleuchtung aus

„2014PedelecTeam1“ heißt das Team von Mehlich, Haybach (23) und Hoffeld (23). Sie haben die Ladestation entwickelt, konstruiert und gefertigt. Im Rahmen der Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik machten sie die Planung und den Bau des technischen Systems zu ihrer Projektaufgabe. „Dabei hatte das Team Aspekte der Nachhaltigkeit ebenso zu berücksichtigen wie eine ausgeklügelte und zuverlässige Sicherung gegen Diebstahl“, sagte Lehrer Wolfgang Rode. Leichter Transport und Unabhängigkeit vom Stromnetz kamen als weitere wichtige Anforderungen hinzu. „Geplant ist, solche Ladestationen auch auf öffentlichen Veranstaltungen einzusetzen“, sagte Sven Haybach.

Die Ladekabine hat innen wie außen einige Extras, wie Kristof Mehlich sagt: „Betritt jemand den Innenraum, so lösen Bewegungsmelder die LED-Beleuchtung aus. Zusätzlich haben wir eine spezielle Führung mit Kippvorrichtung für das Pedelec montiert. Sie zeigt an, ob ein Fahrrad eingestellt wurde.“

„Der Schutz vor Diebstahl und Vandalismus“, sagt Hoffeld, „wird schon allein durch unsere Materialwahl für das Gehäuse und durch einen Schließmechanismus gewährleistet.“

Auch das Zugangssystem ist besonders: Ins Gehäuse sind eine Anzeige und eine Einwahltastatur eingearbeitet. Der Nutzer kann sich entweder über eine Handynummer oder über eine PIN anmelden und so die Kabinentür ver- und entriegeln. Für die Steuerung aller Vorgänge in und an der Ladestation verwendete das Team einen so genannten Einplatinencomputer.