Bochumer Schauspieler gibt den Freibeuter Klaus Störtebeker

Als Seeräuber Klaus Störtebeker bricht Bastian Semm die Herzen der stolzesten Frauen.
Als Seeräuber Klaus Störtebeker bricht Bastian Semm die Herzen der stolzesten Frauen.
Foto: Störtebeker Festspiele
Was wir bereits wissen
Im dritten Jahr gibt der Bochumer Schauspieler Bastian Semm den Freibeuter Klaus Störtebeker. Neue Rolle in „Verbotene Liebe“.

Bochum.. Wer an den legendären Seeräuber Klaus Störtebeker denkt, der denkt unwillkürlich auch an mächtige Schiffe, an raue See und große Abenteuer. Auf der Insel Rügen stehen die Geschichten, die sich um den Robin Hood der Meere ranken, seit 22 Jahren im Mittelpunkt eines Open-Air-Spektakels, an dem 120 Schauspieler, 30 Pferde, vier Schiffe und jede Menge pyrotechnische Effekte beteiligt sind. Jährlich schauen sich die zweimonatigen Festspiele etwa 350 000 Besucher an.

Mittendrin im Abenteuer ist der Bochumer Schauspieler Bastian Semm (35), der den Störtebeker im dritten Jahr mit viel Enthusiasmus gibt. Ende Juni geht’s wieder los.

Haben Sie Ihren Seesack schon geschnürt?

Bastian Semm: Ja, das ist immer ein ziemlicher Aufwand. Ich wohne seit eineinhalb Jahren in Berlin und muss für die vier Monate, die ich inklusive der Proben auf Rügen bin, richtig die Umzugskisten packen. Auch mein musikalisches Equipment kommt mit, weil ich neben den Vorstellungen immer auch Konzerte gebe. An freien Abenden trete ich dann mit meinem Johnny-Cash-Abend auf – etwa in Hotels.

Wären Sie gerne selber ein Pirat gewesen?

Semm: Das muss schon eine tolle Zeit damals gewesen sein. Dabei sind die Geschichten, die wir auf Rügen spielen, frei erfunden. Natürlich sind die Festspiele ein Riesen Spektakel, aber es ist auch eine wirklich gute Story, die wir erzählen. Und es sind immer ausgezeichnete Schauspieler mit dabei. Das macht für mich die Mischung aus. Eine reine Stuntshow zu spielen, wäre nicht mein Ding.

Zur Person: Bastian Semm

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Rolle als Störtebeker vor?

Semm: Die Proben gehen etwa fünf bis sechs Wochen und sind echt anstrengend. Das geht morgens um acht Uhr mit dem Reittraining los und zieht sich durch den ganzen Tag. Es gibt Fecht- und Stunttraining, damit man sich beim Kampf mit den Schwertern nicht verletzt. Das muss schließlich echt ‘rüber kommen, das muss klirren und knallen.

Nebenher sieht Sie die TV-Nation jetzt auch in „Verbotene Liebe“.

Semm: Das habe ich früher schon immer gern gesehen. Ich war sehr glücklich, die Rolle zu bekommen – und es ist eine schöne Rolle. Ich spiele Martin Voigt, einen Hauptkommissar, für den sein Beruf alles ist. Bis er die nette Mila kennen lernt. Statt wie früher täglich wird „Verbotene Liebe“ nur noch einmal wöchentlich ausgestrahlt, was mir aufgrund meiner anderen Verpflichtungen entgegen kam. Außerdem können die Figuren jetzt besser atmen, das tut der Serie gut.