Bochumer Restaurants liefern sich ein „Tellerduell“

Das erste Bochumer „Tellerduell“ lieferten sich Andreas Vogt (links, Strätlingshof) und Marcus Keimling (Tucholsky).
Das erste Bochumer „Tellerduell“ lieferten sich Andreas Vogt (links, Strätlingshof) und Marcus Keimling (Tucholsky).
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
„Tellerduell“: So heißt das jüngste Erfolgsformat in der Bochumer Gastronomie. Zum Start traten der Strätlingshof und Tucholsky zum Kräftemessen an.

Bochum.. Diana Strätling und Christian Bickelbacher sind sich wohl gesonnen. Dass sie zum „Tellerduell“ antreten, ist allein ihrer Freude am Wettbewerb und ihrer Passion für exzellente Küche geschuldet.

„Tellerduell“: So heißt das jüngste Erfolgsformat in der Bochumer Gastronomie. Diana Strätling hält das Copyright. Die Idee: Ihr alteingesessenes Restaurant an der Altenbochumer Straße misst sich kulinarisch mit den Lokalen von Christian Bickelbacher (BJW Essen & Trinken).

An zwei Abenden.

Auf einem Teller.

Der Konkurrenzkampf könnte unmittelbarer nicht sein. Den Teams beider Häuser stehen für ein Vier-Gang-Menü die gleichen Produkte zur Verfügung. Was sie daraus zaubern, ist ihrer Kochkunst überlassen. Ihre jeweiligen Kreationen werden auf einem Teller serviert. Die eine links. Die andere rechts.

Die Gunst der erlesenen Gästegaumen

Das erste Tellerduell lieferte sich der Strätlingshof in diesen Tagen mit Bickelbachers Tucholsky. Das Hinspiel in Altenbochum war ebenso gut besucht wie das Rückspiel an der Viktoriastraße, wo die Küchenchefs Marcus Keimling (Tucholsky) und Andreas Vogt (Strätlingshof) um die Gunst der erlesenen Gästegaumen buhlten.

Die feierten höchst unterschiedliche Geschmackserlebnisse. Erstaunlich, wie variantenreich die Profis mit der exakt gleichen Zutatenliste umzugehen wissen. Schafskäse/Chorizo/Blini als Vorspeise, Lachs/Olive/Pasta als zweiter Gang, Iberico-Schwein/Erbsen/Vanille/Karotten als Hauptgericht und Blumenkohl/Weiße Schokolade/Anis als Dessert: Während die Tucholsky-Köstlichkeiten (immer links auf dem Teller) der Experimentierfreude frönten und Anleihen bei der Molekularküche nahmen, kamen die Strätlingshof-Gerichte rechts auf dem Teller bodenständig-klassisch daher.

Keine Bewertung

Top-Qualität zeichnete beide Menüs aus. Der Strätlingshof dürfte in der Gunst der Duell-Esser geringfügig vorn gelegen haben. Doch vieles ist schlicht Geschmackssache. Auf eine Bewertung wird daher bewusst verzichtet. „Es soll keinen Gewinner und Verlierer geben“, betonen Diana Strätling und Christian Bickelbacher – auch wenn das Küren eines Gesamtsiegers nach beiden Abenden sicher seinen Reiz hätte.

Das Duell wird fortgesetzt. Die Messer sind gewetzt: Am 16. und 23. April kommt es zum schmackhaften Showdown zwischen dem Strätlingshof und dem Forsthaus an der Blankensteiner Straße, das Bickelbacher kurz zuvor neu eröffnet.