Bochumer Rat bewilligt zusätzliche zwei Millionen Euro für Musikforum

Die Baustelle des Musikzentrums an der Viktoriastraße in Bochum. Der Bau wird teurer als ursprünglich geplant.
Die Baustelle des Musikzentrums an der Viktoriastraße in Bochum. Der Bau wird teurer als ursprünglich geplant.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Der Rat in Bochum bewilligte am Donnerstag zwei Millionen Euro zusätzlich zum Bau des Musikforums Ruhr. Die Kosten steigen damit auf 36 Millionen Euro.

Bochum.. Der Bau des Musikforums Ruhr kann ungefährdet weitergehen. Der Rat bewilligte am Donnerstag wie erwartet mit großer Mehrheit (SPD, CDU, Grüne, Freie Bürger) zwei Millionen Euro zusätzlich für das Projekt. Die Baukosten steigen damit auf rund 36 Millionen Euro.

Die Stadtverwaltung hatte die Mehrkosten als nicht planbar bezeichnet. Das Vorkommen von Benzol in der Baugrube sei ebenso wie steigende Baupreise und Nachträge zu einzelnen Gewerken nicht vorhersehbar gewesen (WAZ berichtete). Der Bau von Schulmensen und Projekte zur Schaffung von Bauland für junge Familien werden zu Gunsten des Musikhauses zurück gestellt.

„Es wird diese Mensen geben“

Kritik an der Vorlage der Verwaltung übte Ernst Steinbach (SPD). „Missverständlich“ sei diese mit Blick auf die Deckung der Kosten. Es entstehe so der Eindruck, dass das Musikforum zu Lasten von Investitionen in Schulen gebaut werde. Das sei falsch. „Es wird diese Mensen geben“, sagte Steinbach. Die Verwaltung forderte er auf, nach den Ferien einen Zeitplan für die Schulprojekte vorzulegen.

Als „einen besonders ärgerlichen Vorgang“, bezeichnete Lothar Gräfingholt (CDU), dass sowohl Termine als auch Budget beim Musikforum nicht eingehalten werden können. Insgesamt sei das Projekt bislang aber besser gelaufen als andere zuvor. „Die zwei Millionen Euro können wir so nicht stehen lassen“, sagte Jens Lücking (Freie Bürger). Die 700.000 Euro teure Schadstoffsanierung dürfe man nicht dem Musikforum zurechnen. „Dieses Geld hätten wir auch in die Hand genommen, wenn wir etwas anderes gebaut hätten, zum Beispiel einen Spielplatz.“

Kritik an Verwaltung

Karl-Heinz Sekowsky (UWG) indes kritisierte, dass die Verwaltung noch Ende März mitgeteilt habe, das Projekt liege voll im Budget. Ein Antrag der Stadtgestalter, die Mehrkosten mit höheren Eintrittspreisen für die BoSy im neuen Haus gegenzufinanzieren, scheiterte.