Bochumer OB-Kandidat "Wölfi" zwischen Asi und Avantgarde

Nach seinem Nackt-Auftritt zum Start absolvierte OB-Kandidat Wolfgang „Wölfi“ Wendland das Heimspiel seiner „Kassierer“ in der Zeche zumindest mit einer Hose.
Nach seinem Nackt-Auftritt zum Start absolvierte OB-Kandidat Wolfgang „Wölfi“ Wendland das Heimspiel seiner „Kassierer“ in der Zeche zumindest mit einer Hose.
Foto: imago/biky
Was wir bereits wissen
Er hat es wieder getan: Auch als Bochumer Oberbürgermeister-Kandidat trat „Kassierer“-Sänger Wolfgang Wendland nackt vor seine Fans in der Bochumer Zeche.

Bochum.. Auch als OB-Kandidat in Bochum verweigert sich Wolfgang Wendland jedweden Konventionen. Beim Auftritt seiner Punkband „Die Kassierer“ in der Zeche trat er nackt vor seine 800 johlenden Fans.

Zwar hatte der 52-Jährige mehrfach angekündigt, als „künftiger Oberbürgermeister“ öffentlich nicht mehr blank zu ziehen. Genau deshalb, grinste der Wattenscheider, sei er aber nackt auf die Bühne gegangen. „Ich ziehe mich nicht aus, sondern an!“ Tatsächlich trug er vor dem ersten Lied zumindest eine Hose...

Aprilscherz mit SPD-Kandidaten Eiskirch

Schon zuvor hatte „Wölfi“ für Wirbel gesorgt. Auf seiner Internetseite findet sich eine Mitteilung des Portals „Ruhrbarone“ mit einer angeblichen Erklärung von Thomas Eiskirch. „Wolfgang, mach es!“, wird der SPD-Kontrahent darin zitiert. Weil er keine Chance gegen den parteilosen Wendland habe und die Wahlkampfkosten sparen wolle, trete er von seiner Kandidatur zurück. Ein Blick auf das Datum der Mitteilung zeigt: Es ist ein Aprilscherz. Eine Reaktion Eiskirchs blieb bislang aus.

Auftakt Mit dem Zechen-Konzert untermauerten die Kassierer ihren Ruf zwischen Asi und Avantgarde. Nackte Geschlechtsteile, Bierduschen, Druckbetankung, epochale Werke wie „Sex mit dem Sozialarbeiter“ oder „Das Schlimmste ist wenn das Bier alle ist“: nach 30 Jahren alles wie gehabt. Bis auf Wendlands OB-Kandidatur, von den Fans hymnisch mit „Bürgermeister, Bürgermeister!“ gefeiert.

Wölfis erste Amtshandlung

Wölfi kündigte sogleich seine erste Amtshandlung an. Als „strikt antisexistischer Künstler“ werde er sich für eine geschlechtsneutrale Fassung des Bochumer Jungen-Liedes einsetzen. Prost!