Bochumer Nachtforum widmet sich dem Thema Epilepsie
12.02.2010 | 09:00 Uhr 2010-02-12T09:00:00+0100
Bochum. Noch immer kann Epilepsie ein Stigma sein. Das WAZ-Nachtforum Medizin im Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer "Ich bin dann mal 'weg' - Epilepsien können jeden treffen" am 18. Februar setzt auf Information und Aufklärung.
Seit dem 1. Januar dieses Jahres hat das Epilepsiezentrum der Ruhr-Universität einen neuen Leiter: Privatdozent Dr. Jörg Wellmer, dessen neue Position zugleich mit einer Professur für Epileptologie an der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität verbunden ist. Der neue Professor für Epileptologie wird einer der Experten sein, die das nächste WAZ-Nachtforum Medizin im Knappschaftskrankenhaus Langendreer gestalten werden. Denn das 17. Nachtforum am Donnerstag, 18. Februar, trägt den Titel „Ich bin dann mal 'weg' – Epilepsien können jeden treffen”.
Das Epilepsiezentrum Ruhr gehört zur Neurologischen Universitätsklinik am Knappschaftskrankenhaus Langendreer, dessen Direktor Professor Dr. Uwe Schlegel ebenfalls zu den Referenten zählt. Das Zentrum bietet das gesamte Spektrum der epileptologischen Diagnostik und Therapie – in Kooperation mit den anderen Kliniken der Ruhr-Universität. Diese Zusammenarbeit wird auch durch die Vorträge beim WAZ-Nachtforum Medizin im Knappschaftskrankenhaus Langendreer deutlich werden. Ab 19 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher in der Cafeteria des Krankenhauses (In der Schornau 23-25) folgendes Programm:
- Ich bin dann mal „weg” – Epilepsie aus Sicht eines Betroffenen: Prof. Dr. Uwe Schlegel, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik am Knappschaftskrankenhaus Langendreer, im Gespräch mit einem Patienten
- Bewusstlosigkeiten können viele Ursachen haben: Dr. Andreas Jähnert, Oberarzt in der Medizinischen Universitätsklinik am Knappschaftskrankenhaus
- Epilepsie – früher einer Katastrophe, heute gut behandelbar: Privatdozent Dr. Jörg Wellmer, Leiter des Epilepsiezentrums der Ruhr-Universität/Neurologische Universitätsklinik am Knappschaftskrankenhaus
- Dem Ursprung der Krankheit auf der Spur – moderne Bildgebung: Prof. Dr. Lothar Heuser, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin am Knappschaftskrankenhaus
- Epilepsiechirurgie – eine Chance für Patienten mit Anfällen trotz Medikamenten: PD Dr. Jörg Wellmer
Moderiert wird der Abend wieder von WAZ-Redaktionsleiter Werner Conrad.
Epilepsien sind so häufig wie die Zuckerkrankheit oder das Gelenkrheuma, erfährt man im Informationszentrum der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie. Trotzdem wird über die Anfallserkrankungen nicht gern geredet, müssen die Betroffenen mit vielen Vorurteilen fertig werden und geistern Halb- und Falschinformationen durch die Welt. Das 17. WAZ-Nachforum Medizin will präzise und verständlich Informationen über diese Erkrankungen vermitteln, an denen auch berühmte Menschen litten zum Beispiel Caesar, Napoleon, Dostojewskij und Margot Hemingway.
Nach den Vorträgen stehen die Experten in der Cafeteria für persönliche Gespräche und Fragen zur Verfügung – bei einer kleinen Erfrischung und Stärkung. Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter 0 18 02 40 40 72 (6 Ct./Anruf a.d.dt. Festnetz, abw. Mobilfunk).
Die Besonderheit
Das Bochumer Epilepsiezentrum weist auf eine Besonderheit gegenüber allen anderen deutschen Epilepsiezentren hin: die integrierte epileptologisch-neuroradiologische Ambulanz. Hier werden Schnittbilduntersuchungen des Gehirns unter gemeinsamer Expertise von Epileptologen und Neuroradiologen durchgeführt. Durch die routinemäßig computerisierte Nachbearbeitung der kernspintomographischen Aufnahmen wird die Chance auf die Erkennung der Ursache einer Epilepsie maximiert.

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