Bochumer Kreativviertel lebt Toleranz vor
13.08.2010 | 15:39 Uhr 2010-08-13T15:39:00+0200
Bochum. Das Quartier Ehrenfeld ist Teil eines zukünftigen großen Kreativviertels der Stadt Bochum. Kreativviertel ist auch eines der Zauberwörter der Stadtentwicklung und der Aktivitäten von RUHR.2010.
Doch was hat das Ehrenfeld, laut des Rankings eines Stadtmagazins das Szene-Viertel Nummer Eins im Ruhrgebiet, damit zu tun? Die Antwort dürfte lauten: vieles und nichts. „Schwule mit Pudeln“ seien auch schon da, teilt der Protagonist in Michealangelo Antonionis Film „Blow Up“ von 1966 seiner Sekretärin mit, jetzt werde es schnell aufwärts gehen mit dem Viertel im „Swinging London“, in dem er gedenkt, eine Immobilie zu erwerben.
Floridas Thesen über die Kreativwirtschaft
Im Jahr 2002 ist es dann der amerikanische Ökonom Richard Florida, der dieser Wahrnehmung handfeste Theorie folgen lässt. In seinem Werk „The Rise of the Creative Class“, das zur Bibel der Apologeten der „Kreativwirtschaft“ wird, beweist er, dass die Anwesenheit einer „Kreativen Klasse“ in einer Stadt für ökonomischen Aufschwung sorgt. Nur Regionen, die diese Personengruppe (Musiker, Designer, Architekten, aber auch Rechtsanwälte, Softwareentwickler und sogar Friseure) halten könnten, würden langfristig erfolgreich sein.
Und um diese zu halten, seien drei Attraktoren entscheidend: Technologie, Talent und Toleranz. Die ersteren sind altbekannt, neu ist Toleranz. Dafür entscheidend sei der Umgang mit „Randgruppen“, zu denen nicht nur Künstler, sondern auch homosexuelle Communities gehören.
Bochum im Jahr 1997
Womit wir wieder in Bochum wären, im Jahr 1997, in dem das Ehrenfeld eine zwar zentral gelegene, aber von Leerstand gekennzeichnete Wohngegend ist.Doch dann siedeln sich innerhalb eines Jahres drei Gastronomien für schwules Publikum an. Ob dabei Pudel gesichtet wurden, ist nicht überliefert, doch das Ehrenfeld gewann deutlich an Attraktivität. Auch die Intendanz Leander Haussmanns an der Königsallee tat Wirkung.
Mit der Gründung der Aktions-Gemeinschaft „Viertel vor“ startete der Kiez dann durch, heute gehören 40 Unternehmen und Geschäfte aller Art dazu, Tendenz steigend, zumeist sind es urbane Geschäftsideen.
„Wir wollten gezielt ins Ehrenfeld“, erzählt etwa Petra von Randow, die mit Patricia Wieczorek 2006 hier die Agentur „Engel und Agenten“ aufgemacht hat. Sie sieht den derzeitigen Popularitätsboom gerne. „Es kommen sogar Leute aus anderen Städten gezielt her“, hat sie bemerkt.
Jetzt eine Fokusbrache
Doch die Aufstiegsgeschichte bekommt durch die Kulturhauptstadt einen anderen Geschmack. Die Kreativwirtschaft wird eine der Fokusbranchen Bochums und so kollidierten die Interessen von Wirtschaftsförderung und den Aktivisten des Viertels positiv. „Plötzlich nehmen wir sogar das Ordnungsamt als Berater wahr“, freut sich etwa Barbara Jessel, Betreiberin des „Orlando“ über angenehme Nebenaspekte der neuen Aufmerksamkeit. Daneben genießt die Aktivistin und Wirtin die jüngere Atmosphäre, das interessantere Straßenbild und die verbesserte Kommunikation. „Auch zwischen älteren, alteingesessenen Bürgern und den zugezogenen. Das war nicht immer so“.
Entsprechend werden billiger Wohnraum und günstige Ladenlokale langsam weniger; ob damit aber eine Gentrifizierung, das meint, die Verdrängung sozial schwächerer Anwohner durch gut verdienende „Kreative“, einher zu gehen droht - wie etwa am Prenzlauer Berg in Berlin oder im Hamburger Schanzenviertel - das wird diskutiert und bleibt abzuwarten.

04:47
Superschöngeschrieben, No Hope Without Dope!
=D
:biglove
15:07
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03:14
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01:15
@ klappstuhl
Das macht nichts - auch so verstehen Dinge sich von selbst.
Denn im Grunde sind alle solche Thesen da der Humbug. Zum einen ist Kreativität nun mal wenig an die Sexualtität gekoppelt - für das Gegenteil gibt es nun mal keinen Beweis - Kreativität verteilt sich laut der Statistik so wie alle anderen Merkmale. Zudem wäre mit den Schwulen oder Lesben bloß allein das Volk der Juden lang schon ausgestorben. Christen dagegen geben dem Fortschritt noch eine ganz andere Gestalt. Im Orient dagegen ist die Welt eher an eine Bedingung gebunden: An das Bekenntnis, an das Gebet, an das Pilgern, an das Fasten sowie dann an das Almosen.
Das sind die fünf Säulen dann des Morgenlandes.
Dazu gesellt sich ebenso das Zeichen da der Zeit: Wenn da Leute etwa einen zweiten Schritt beständig da vor erstem tun. Aber auch dabei mag das Tun der einen das Handeln der anderen kaum begründen. Im Vordergrund stehen folglich wie gewohnt eher die demographischen als auch die ökonomischen Aspekte der Entwicklung, weniger die technologischen oder auch die ökologischen Aspekte. Zukunft ist nun mal immer. Aber auch dabei mag man mit der Natur nur leben - kaum da wider sie. Zudem hat da der Bildschirm wie gewohnt den Knopf zum Abschalten. Aber das sind nur grobe Anhaltspunkte. Es ist folglich nicht nun so, daß man etwa sagen könne:
An jenen oder solchen Dingen aber könne man den Nazi da erkennen ..!
Auch im Dritten Reich gab es nicht nur böse Leute. Zudem hatte das Dritte Reich eine ganz andere Politik verfolgt. Es träumte dazu von einem Europa der Anrainer - da zwischen Rhein und Elbe oder Wolga auf der einen Seite und dem Jordan auf der anderen Seite immer noch die Donau liegt - und stellte somit das Fremde in den Vordergrund, weniger aber dann die Rasse. Rasse war eher all dann solches, was da nach dem Endsieg übrig blieb: Zäh wie Leder, hart wie Stahl und flink wie der Windhund.
Den Endsieg hat es zwar nun nie gegeben, aber das tut bekanntlich keinen Abbruch. Im Grunde zählt zur Rasse so gesehen nun jeder - unabhängig einer Sexualität oder auch der Kreativität - welcher das Dritte Reich nun überlebt da hat. Auch wenn das so nicht überall gesehen wird, auch nicht überall gelitten wird. Juden wollen nun mal nicht als Nazis tituliert da werden. Entsprechend gesellt sich unabhängig dann des Dritten Reiches ebenso der Kult da um die Toten: Etwa in der Lichterkette und der Menschenkette oder in der Schweigeminute samt der Gedenkminute als auch mit dem Stolperstein.
Nur den Schlußstrich will da keiner ziehen ..!
00:21
Ah okay, danke. Hirn ist z.Zt. auf Schlafwagenmodus unterwegs, konnte nicht ganz folgen.
21:18
@ klappstuhl
Ich werde es Ihnen erläutern:
1. Die Oskar-Hoffmann-Straße liegt in der Nähe des Schauspielhaus zu Bochum.
2. Dope ist ein Kürzel für die Rauschdroge Cannabis oder Marihuana
3. Toleranz war wenig das Merkmal des Dritten Reiches - eher Technologie und Talente.
4. Opa Scholz dagegen war einer der Unverbesserlichen.
5. Die Unverbesserlichen waren dazu eine Fernsehserie in den Sechzigern.
7. Blow Up dagegen war ein Kultfilm aus den Sechzigern.
6. Die Taliban sind aus dem Orient bekannte Gotteskrieger.
Im Grunde will also Tom Thelen als der Autor des obigen Artikels da belegen, daß er nicht bloß der eifrige Besucher der aufkeimenden Gastromie eines solchen neu da auferstanden Ehrenfeld zu Bochum ist, sondern sich tatsächlich ebenso den einen oder anderen Kultfilm zu Gemüte geführt da hat.
Eifrig gelesen hat der Autor aber auch.
In solchem Sinne behauptet Richard Florida als der amerikanische Ökonom und Autor eines solch erlesenen Werkes (The Rise of the Creative Class) dazu etwa folgende These: Im Angesicht des siechen Ghettos sei unabhängig einer jeweiligen demographischen als auch ökonomischen Entwicklung die Existenz sowohl einer ausgeprägten Toleranz als auch einer zeitgemäßen Technologie ebenso wie auch genügender Talente der unabdingbare Garant für die Genesung zu dem gesundem Quartier. Im Gegensatz dazu hatte Henry Ford als der amerikanische Ökonom und ebenso als Autor noch das Andere (Der internationale Jude) da behauptet. Das Dritte Reich hatte darauf gegebenefalls ebenso das Heil gegründet.
Nun haben Thesen aber eine Eigentümlichkeit.
Thesen behaupten im Sinn einer Wissenschaft eine Gültigkeit unabhängig von Raum und Zeit und bilden somit sogenannte Allaussagen - ähnlich etwa wie die Spaltung des Atoms - nicht dann bloß die Probe aufs Exempel. Auf der anderen Seite existieren nun mal aber keine rechtsfreien Räume. Niemand ist bekanntlich nun das Mündel. Zudem mag da niemad diskriminiert nun werden. Aber auch dabei gibt es den Honig um den Bart nun mal lediglich gegen Bares. Niemand lebt von Luft und Liebe bloß allein. Auf dem Bildschirm oder in der Talkshow dagegen mag man Titel, Thesen oder Temparamente nach Lust und Laune dazu diskutieren.
Tom Thelen als der Autor des obigen Artikels möchte kurz gesagt ins Fernsehen - er habe angeblich das Potential dazu - und empfiehlt sich darum für eine solche Karriere folglich dann aufs Wärmste. Auf der anderen Seite hoffe ich aber ebenso, daß es nun gelungen ist, ein wenig Licht ins Dunkel da zu bringen.
Ohne daß man den Hörsaal da gesehen haben muß ..!
17:53
Die TALIBAN bringen Oskar-Hoffmann-Str.zum Einsturz. Und Scholz ist schuld!
17:40
Seid ihr alle bekifft oder was? Es rafft kein Mensch was ihr hier von euch gebt....
17:07
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17:07
@ Blow Up
Ich muß Ihnen zustimmen:
In solchem Sinn mag Ehrenfeld als Geheimtipp wohl dann gelten ..!