Bochumer Gesellschaft Harmonie sucht neuen Präsidenten

Das denkmalgeschützte Gebäude der Gesellschaft Harmonie an der Gudrunstraße.
Das denkmalgeschützte Gebäude der Gesellschaft Harmonie an der Gudrunstraße.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Die Gesellschaft Harmonie, eine der ältesten Vereinigungen Bochums, ist zurzeit ohne Präsidenten. Bei der Mitgliederversammlung im Sommer soll eine neue Führung gewählt werden.

Bochum.. Das wurde nötig, nachdem sich die amtierende Präsidentin Gabriela Dautzenberg-Meyer im Sommer letzten Jahres aus persönlichen Gründen zurückgezogen hatte. Ihre Verabschiedung sei schwer gefallen, sagt „Harmonie“-Vorstandsmitglied Berthold Witteler: „Frau Dautzenberg-Meyer hat sich mit viel Herzblut eingebracht.“

Die Gesellschaft Harmonie wurde 1817 gegründet und dient gemäß Satzung der Geselligkeit und der Förderung kultureller Bestrebungen. Sie will weiter versuchen, sich für jüngere Mitglieder attraktiv zu machen. Das soll vor allem durch ein jüngeres Programm geschehen: „Wir wollen demnächst beispielsweise eine Veranstaltung ,Bochum unter Tage’ und ein Gartenfest anbieten“, so Witteler. Außerdem überlege man, Aktionen auch in eine soziale Richtung hin zu organisieren. Wie das konkret aussehen könnte, sei allerdings noch unklar.

Bewusst nicht elitär

Vor allem werden neue Mitglieder gesucht – Menschen, die bereits in Bochum sesshaft geworden sind, also etwa ab einem Alter von 35 Jahren. Studenten, die interessiert seien, lehne man aber auch nicht ab, so Vorstandsmitglied Witteler. Gesucht wird bevorzugt in den eigenen Reihen, bei den Kindern der Mitglieder, in der beruflichen und privaten Umgebung.

Prinzipiell kann aber jeder, der Interesse an den kulturellen Aktivitäten des Vereins hat, aufgenommen werden. Bis auf den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 230 Euro, der auch Teile des Eigentumsrecht am gesellschaftseigenen Haus an der Gudrunstraße 9 beinhaltet, wird nichts gefordert. „Wir wollen bewusst nicht elitär sein“, sagt Witteler.

Terrasse eröffnet in diesem Jahr

Das Restaurant Harmonie, das sich ebenfalls im Haus in bester Stadtparklage befindet, erfreut sich mittlerweile steigender Beliebtheit. Zwar hat sich noch nicht überall herumgesprochen, dass auch Nicht-Mitglieder im Restaurant willkommen sind, doch die Gästezahlen steigen.

Vor allem durch die Terrasse, die 2015 eröffnen soll und die Renovierung des kleinen Festsaals, erhofft sich Pächter Andreas Birk mehr Besucher.

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