Bochumer Fluglehrer nach Absturz außer Lebensgefahr

Total zerstört wurde das Cockpit des Segelflugzeugs. Der Bochumer Pilot und sein Flugschüler wurden von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit.
Total zerstört wurde das Cockpit des Segelflugzeugs. Der Bochumer Pilot und sein Flugschüler wurden von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Der Bochumer Fluglehrer, der beim Absturz eines Segelflugzeugs in Iserlohn schwer verletzt wurde, ist außer Lebensgefahr. Das teilt die Polizei mit.

Bochum.. Beim Absturz eines Segelflugzeugs in Iserlohn (Sauerland) sind ein 47-jähriger Fluglehrer aus Bochum und dessen 16-jähriger Flugschüler aus Hagen schwer verletzt worden. Der Bochumer schwebt laut Polizei nicht mehr in Lebensgefahr. Der 16-Jährige befinde sich weiter in einem kritischem Zustand.

Das Unglück ereignet sich am Samstagmittag auf dem Segelflugplatz Iserlohn-Sümmern. Gegen 13.10 Uhr ist das zweisitzige Schulungsflugzeug vom Typ ASK-13 (Spannweite: 16 Meter) im Anflug auf die unbefestigte, mit Gras bewachsene Start- und Landebahn. Plötzlich, berichtet die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, knickt die Maschine nach rechts weg und schlägt mit dem Cockpit voraus auf der Weise auf.

Das Flugzeug wird total zerstört. Der Fluglehrer und der Flugschüler werden in den Trümmern eingeklemmt und müssen von der Feuerwehr mit hydraulischen Rettungsgeräten befreit werden. Mit Hubschraubern werden sie Minuten später in Krankenhäuser ausgeflogen: der Bochumer in eine Klinik in unserer Stadt, der 16-Jährige in ein Krankenhaus in Dortmund.

Warum der Pilot (oder der Flugschüler) die Kontrolle über die Maschine verlor, blieb am Wochenende offen. Sowohl die Polizei als auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben die Ermittlungen aufgenommen.

Mitglied im „Aero Club Hagen“

Nach WAZ-Information ist der 47-jährige Bochumer Mitglied und Fluglehrer des „Aero Club Hagen“, der den Flugplatz Iserlohn-Sümmern betreibt. Der Klub umfasst 160 Mitglieder und eine 40-köpfige Jugendgruppe. „Neben der Ausbildung neuer Mitglieder im Segelflug oder auf dem Motorsegler, der Fortgeschrittenenschulung und dem Überlandflug steht natürlich vor allem eines im Vordergrund: der Spaß am Fliegen. Es ist diese gemeinsame Leidenschaft, die an jedem Wochenende die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringt“, heißt es auf der Internetseite des Vereins, der erst im letzten Jahr ein Todesopfer zu beklagen hatte: Ein 22-jähriges Mitglied der Jugendgruppe starb im Juli 2014 beim Absturz eines Segelfliegers.

„Die Ausbildung im Segelflugzeug kann bereits mit 14 Jahren begonnen werden. Ab 16 darf man den Pilotenschein erwerben“, weiß Herbert Schäfers, Fachschaftsleiter des Flugsportvereins (FSV) Bochum. Die über 100 Mitglieder frönen ihrem Hobby auf dem Flugplatz Borkenberge in Lüdinghausen. „Das Segelfliegen ist im Prinzip völlig ungefährlich. Seit unserer Vereinsgründung 1953 hatten wir noch keinen einzigen Absturz“, berichtet Herbert Schäfers. Umso betroffener zeigt sich der Klub von dem Unglück in Iserlohn.