Bochumer FDP hält sich aus Personaldebatte raus
17.01.2013 | 18:45 Uhr 2013-01-17T18:45:00+0100
Bochum. Zur aktuellen Personaldebatte um die künftige Führung der FDP mochten Bochumer FDP-Politiker zwar nichts sagen. Erst nach der Niedersachsenwahl, sagten Kreisvorsitzender Gläser und Ratsmitglied Haltt übereinstimmend. Dort hält Haltt sogar 6 Prozent plus X für die Liberalen für möglich.
Die Personaldebatte bei der FDP um Parteichef Rösler kocht zwar schon längst auf heißer Flamme. Gleichwohl hüten sich führende Bochumer FDP-Politiker , sich auf eine neue Führungskraft festzulegen, mag sie nun Brüderle oder Lindner heißen. Sowohl Kreisvorsitzender Bastian Gläser als auch Felix Haltt, Sprecher der FDP-Gruppe im Rat, wollen erst die Niedersachsenwahl am Sonntag abwarten. Anschließend könne man über Personen reden, erklärten sie der WAZ gegenüber.
Über den Wahlausgang für FDP in Niedersachsen äußerten sich beide optimistisch. Felix Haltt war noch am Jahresende beim Wahlstand der Liberalen in Hannover. Die Stimmung sei gut gewesen. In den Umfragen liegt die FDP dort momentan bei fünf Prozent. Haltt wagt einen Tipp für die Wahl am Sonntag: „6 plus X für die FDP.“
FDP ging durch harte Zeiten
In Bochum hat sich die Lage der örtlichen FDP laut Haltt und Gläser wieder stabilisiert. Der Kreisverband war im Februar 2012 geschockt worden, als ihr Fraktionschef Jens Lücking nach parteiinternen Querelen die FDP verließ, mit weiteren Aussteigern die Fraktion Freie Bürger Bochum gründete und vier der sechs FDP-Mandate „mitnahm“. Das Desaster hatte die örtliche FDP tief getroffen, weil sie allein schon mit Jens Lücking ihren profiliertesten Kommunalpolitiker verlor. Sie stand vor einer Zerreißprobe . Im Rat büßte die FDP ihren Fraktionsstatus ein, weil ihr nur noch zwei Mandate verblieben waren. „Der Verlust von Mandaten ist nie schön, das hat uns schon zu schaffen gemachte“, bemerkt Historiker Felix Haltt rückblickend.
Nach einigen Parteiaustritten habe sich die Partei aber wieder gefangen, es habe Neueintritte gegeben. Laut Gläser hat der Kreisverband zur Zeit 105 Mitglieder, vor Jahresfrist waren es 107. „Wenn man kein Optimist ist, sollte man nicht in der FDP sein“, schmunzelte Haltt.

22:32
105 mitglieder in ganz BOCHUM
soviele mitglieder hat ein mittlerer spd ortsverein
19:50
Ist das nicht die Partei, die unter "sonstige" einzusortieren ist ?
08:38
Der KReisverband hat 105 Mitglieder.
Wer hätte gedacht das es in Bochum so viele Apotheker gibt? :-)
Ich lach mich schlapp.
Wie kommt die WAZ dazu, dieser Splitterpartei überhaupt eine Plattform zu bieten.
08:13
Wenn ich FDP höre denke ich an Steuergeschenke für Hoteliers, Beschneidung von Arbeitnehmerrechten, Änderung des Erbrechts usw. usw. Diese Partei ist so überflüssig wie ein Kropf. Weg damit.
Praxisgebühr abgeschafft, Rentenversicherungsbeitrag abgesenkt, Einkommensgrenze für Minijobs angehoben, durch konjunkturelles Kurzarbeitergeld Entlassungen verhindert, Schonvermögen von hartz IV-Empfängern verdreifacht, zusätzliche 12 Mrd. EUR in die Bildung investiert, Kindergeld und -freibeträge erhöht, Zensur des Internets abgewickelt, Vorratsdatenspeicherung abgewehrt, bundesweites Hilfetelefon für Gewaltopfer eingreichtet, Väterrechte gestärkt, Wehrpflicht ausgesetzt, Abzocke mit Telefonwarteschleifen abgeschafft, die klassische Entwicklungshilfe für die Weltmacht China beendet...
Und das sind nur Auszüge. Selbst wenn man mit einzelnen Entescheidungen der FDP nicht zufrieden ist, ist die Summe der Reformen ein positives Deutschlandprogramm.
Mit freundlichen Grüßen
Dennis Rademacher
Getroffene Hunde heulen laut.
Wenn diese Splitterpartei soviel Gutes getan hat, warum dümpelt die dann bei 2 % rum?
Wir können gerne darüber debattieren, welcher Punkt an der tatsächlichen programmatischen Umsetzung Ihnen missfällt. Ich habe die Liste oben bereits eröffnet und bin da auch in allen Punkten offen
Von Allgemeinplätzen sollten wir in der Diskussion aber absehen.
Mit freundlichen Grüßen
Dennis Rademacher
Bei Wahlen kann ich nicht über einzelne Punkte abstimmen , sondern ich wähle ein Gesamtpaket. Deshalb werden z. B. in Niedersachsen 96 % der Wahlberechtigten nicht FDP wählen.
Niedersachsenwahl: peinlich, peinlich wenn man mit über 100 000 Leihstimmen am kacken gehalten wird und trotzdem ist die Macht futsch. Ein guter Tag für Deutschland