Bochumer Augenärzte zeigen Möglichkeiten der Laser-Operation

Die Augenklinik im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum informierte beim WAZ-Nachtforum Medizin über das Thema: „Laser und Licht für mehr Sehkraft“.
Die Augenklinik im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum informierte beim WAZ-Nachtforum Medizin über das Thema: „Laser und Licht für mehr Sehkraft“.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
38. WAZ Medizinforum: Laser und Licht für mehr Sehkraft. Augenärzte des Knappschaft-Krankenhauses berichteten über Operationsmöglichkeiten.

Bochum.. Es ist eben doch wichtig, wie ein Mensch aus sieht. Also wie er das Wort aus sieht. Ob er es überhaupt erkennen kann. Oder ob so langsam eine Altersfehlsichtigkeit, vielleicht eine Erkrankung der Augen einsetzt. Sehen ist Lebensqualität – ist ein Motto der Augenärzte. Sie wissen, wie wichtig es ist, gut sehen zu können. Wie man verlorene Sehkraft wieder gewinnt, wissen sie zudem. Beim 38. WAZ-Nachtforum Medizin im Knappschaftskrankenhaus ging es genau darum, um: Laser und Licht für mehr Sehkraft.

Die Augenklinik im Osten der Stadt hat weltweit einen guten Ruf. Das liegt auch und besonders an Professor Dr. Burkhard Dick, den Direktor der Augenklinik. Er wurde jüngst von der „American-European Congress of Ophthalmic Surgery“, einer der einflussreichsten internationalen Organisationen operativ tätiger Augenärzte, zum „President Elect“ gewählt. Er war einer von drei Ärzten, die einen Vortrag hielten und den 200 Besuchern Rede und Antwort standen. Dr. Matthias Elling, Leitender Oberarzt der Augenklinik, sprach über die Hornhaut, Dick über die Linse, Dr. Inga Kersten-Gomez über die Netzhaut.

"Aufregung vor der OP schlimmer als die Behandlung"

Elling sprach zudem nach seinem Vortrag mit den beiden Patienten Klaus Salemka und Anika Durgó. Beide konnten von einer erfolgreichen Augenoperation berichten. Wobei Salemka, der am „Grauen Star“ behandelt wurde, zumindest vorher damit „kleine Probleme“ hatte. „Als echter Schalker geht das nicht gut. Die Tropfen, die mir für die Operation in das Auge getröpfelt wurden, waren gelb.“ Ansonsten hatte er keine weiteren Sorgen. „Ich wollte in der Ferne ohne Brille gucken können. Das geht jetzt wieder. Einen Tag musste ich mit der Arbeit aussetzen. Aber seitdem ist alles wieder gut.“

Das konnte abschließend Durgó auch sagen. „Die Aufregung vor der Operation war schlimmer als die Behandlung.“ Sie wurde an beiden Augen wegen Kurzsichtigkeit operiert und benötigt seitdem keine Brille mehr. „Es ist ein komischer Gedanke, wenn man weiß, dass einem am Auge herumgeschnitten wird. Das sieht auch auf den Bildern wirklich dramatisch aus. Aber es ist alles halb so schlimm. Das bekommt man gar nicht mit. Das Auge ist betäubt. Der Aufwand hat sich zu einhundert Prozent gelohnt.“

„Unsere Augenklinik verfügt über ein sehr umfangreiches Operationsspektrum sowie über sämtliche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten des Fachgebietes“, sagte Dick. Die Augenklinik bietet unter anderem Entfernung des Grauen Stars (Katarakt) mit Kunstlinsenersatz (auch ambulant), die Korrektur von Fehlsichtigkeiten (Weit-, Kurz-, Stabsichtigkeit) mit Laser, refraktive Linsenchirurgie, Hornhautverpflanzungen, Operationen des Grünen Stars (Glaukom). Dick hob ebenso wie Elling und Kersten-Gomez immer wieder auf die großen Vorteile der Laser-Technologie ab.

4000 bis 5000 Euro für eine Augen-OP

Um ihre Genauigkeit anschaulich zu machen, zeigte er ein Bild, auf dem ein menschliches Haar zu sehen war. Dieses eine Haar hatte ein Laser mit einen Schriftzug versehen. „Mit der Hand wird schon lange nicht mehr am und schon gar nicht im Auge operiert. Seit 2006 werden Laserschnitte gemacht. Vor allem gehen solche Operationen mit dem Laser auch sehr, sehr schnell“, sagte er. „Die meisten dauern wenige Minuten.“

Etwas länger dauerte die Beantwortung der Fragen der Besucher. Dabei ging es immer wieder um Kosten. Die werden nicht bei allen Eingriffen von der Kasse bezahlt. Einer, wie er zum Beispiel an Durgós Augen gemacht wurde, kostet zwischen 4000 und 5000 Euro. „Wenn man das in Eigenleistung machen muss“, sagte Elling. „Die Operation führen wir im Rahmen einer Studie durch. Wenn man daran teilnimmt, kostet das nichts.“