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In der Totalen

06.07.2008 | 21:38 Uhr
In der Totalen

Bochum. Zu den Highlights bei Bochum Total zählten die „Donots”, die so viele Fans lockten, dass die Polizei eingreifen musste. Auch bei „Die Happy” und „Extrabreit” und vielen anderen wurde abgefeiert.

Eine Innenstadt vier Tage im Ausnahmezustand. Bochum Total, das größte kostenlose Musikfestival Europas, war auch in diesem Jahr wieder Magnet für hunderttausende; bis zum gestrigen frühen Abend waren es etwa 800.000 Fans; allein am Samstag kamen laut Polizei 300.000. Fünf Bühnen, rund 80 Bands und Künstler machten das Bermuda-Dreieck zur überfüllten Partymeile.

Unmöglich, sie alle zu sehen, dazu fehlt die Zeit im Versuch, sich durch die Menschenmassen zu schlagen. Der bescheinigte die Polizei durchaus Disziplin: Trotz der üblichen Saufgelage, trotz einiger Prügeleien und Rauschgiftdelikte sei alles im Rahmen verlaufen. „Es gab die üblichen Scharmützel, die uns an jedem Wochenende beschäftigen.”

Das Festival als Chance für Newcomer

"P:LOT" rockten am Samstag die Ringbühne (Foto: WAZ, Jakob Studnar)

Die Musikauswahl war abwechslungsreich. Nicht allein Headliner konnten fürs Festval gewonnen werden wie „Donots”, „Die Happy”, „Alec Empire” oder „Extrabreit”; bei Bochum Total haben vor allem auch Newcomer ihren Platz. Und nicht wenige der aktuell angesagten Bands wie „My Baby wants to eat your Pussy”, „El*ke” oder auch „Die Happy” starteten einst ihre Karriere vor kleinem Publikum beim Festival.

Erstmals gehörte eine Bühne am Freitag allein der bislang vernachlässigten Sparte Jazz und Blues – ein gelungener Versuch, der im nächsten Jahr ausgebaut werden soll, wie der Veranstalter Cooltour beschloss. Ähnlich erging es dem Kleinkunstbereich: Der Testballon mit einer Kabarett- und Autorenbühne startete im letzten Jahr und bekam jetzt einen besseren Standort.

Die "Donots" und tanzbare Spaßkönige

Zu den Highlights der 23. Total-Ausgabe zählten die „Donots”, die so viele Fans anzogen, dass die Polizei eingreifen musste, weil von hinten die Masse gnadenlos drückte und Panik drohte. Die tanzbaren Spaßkönige waren die jungen Italiener von „Hey Hey Radio”, die im weißen Tennisdress von Disco bis Hardcore die Genres zerfleischten.

Jennifer Rostock (Foto: WAZ, Ingo Otto)

Sieger und einziger Teilnehmer im Bo-Total-Marathon war die Bochumer Ska-Band „Alpha Boy School”: fünf Gigs an vier Tagen, darunter zwei in einer Pommesbude. Am Samstagabend auf der Bühne tanzten und hüpften tausende von Zuschauern schon beim Soundcheck.

Total für Teens war der Abschluss am Sonntag mit den Deutschpop-Kapellen „Fotos”, „Jennifer Rostock” und anschließend „Die Happy”, während nebenan – diesmal nur am letzten Tag – die Gothic- und Hardcore-Fans ihre Gruppen wie „Krieger” und „Üebermutter” feierten.

> Fotostrecke: Bochum Total - Tag vier

> Spezial: Fotos, Videos, Blogs und mehr - Bochum Total komplett

Sabine Vogt

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Kommentare
07.07.2008
23:00
In der Totalen
von Stefan Michalski | #6

Vor der Bühne war´s okay. Weiter hinten gab es aber das totale Gedränge. Da bin ich auch reingekommen. Der Fehler war, dass der Weg durch einen Bierstand versperrt war. Ich wurde gegen eine Schaufensterscheibe gepresst und dachte, die bricht jeden Moment.

07.07.2008
20:48
In der Totalen
von free chicken | #5

Dann solltet ihr mal auf der Bühne den Opener machen....dass ist echt Stress........

07.07.2008
16:54
In der Totalen
von fehlerdernatur | #4

Also ich WAR mittendrin. Und ich hatte keine Probleme. Drei mal lag ich auf dem Boden, drei mal stand ich nach einem Bruchteil einer Sekunde wieder auf zwei Beinen.Und ich war auch mittendrin, als Die happy gespielt haben. Und ich schwöre dir, es war schlimmer!
Ne Rippenprellung kann schonmal vorkommen. Wer sich bei so nem Konzert vorne reinstellt, sollte wissen was ihn erwartet;)

07.07.2008
15:53
In der Totalen
von DJ Rotwein | #3

Ihr wart wohl nicht drin im schlimmsten Gedränge bei den Donots, sonst würdet Ihr nicht so reden. Ich habe mir meine Rippenprellung, die höllisch wehtut, nicht aus Spaß zugezogen. Es war in einigen Bereichen so eng, das niemand hätte wieder aufgehoben werden können.

07.07.2008
15:39
In der Totalen
von fehlerdernatur | #2

Dann TSCHÜSS lieber DJ Rotwein....
Wenn es um das Gedränge bei den Konerten selber geht, dann bitte ich darum, doch einmal genauer hinzusehen. Es sind des öfteren Menschen hingefallen. Doch wo sind die Todesopfer? Klar gibt es tragische Fälle wie bei den Hosen... Doch Ausnahmen bestätigen die Regel;-) Wer hinfält wird wieder aufgehoben. PUNKT.

Die Panik entsteht durch solche unglaublich dummen Kommentare von dir und anderen.

07.07.2008
15:05
In der Totalen
von DJ Rotwein | #1

Das Gedränge war mörderisch. Bin froh, dass ich mir nur eine Rippenprellung zugezogen habe. Die Stimmung war panisch bei vielen! Es hätte jederzeit ins Äußerste kippen können. Wäre jemand in dem Gedränge umgekippt, hätte ihn die Menge zu Tode getrampelt. Ich erinnere mich an ein ähnliches Gedränge bei einem Toten-Hosen-Konzert. Da gab es dann leider ein Todesopfer. Wie man ohne Sicherheitsvorkehrungen so viele Leute auf einen Platz lassen kann, ist mir schleierhaft. Da haben Veranstalter und Polizei gleichermaßen versagt. Ich bin bei Bochum Total nie wieder dabei.

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