Culcha Candela trotzt dem Unwetter!
03.07.2009 | 22:44 Uhr 2009-07-03T22:44:00+0200
Bochum. Bochum Total nass aber trotzdem reichlich Party-Spaß! Um 19 Uhr ging die Welt unter, für die Festival–Macher jedenfalls bedeutete das beinahe den Super-Gau.
Um 19 Uhr gab's für die Festival–Macher beinahe den Super-Gau. In der bisherigen Geschichte des Festivals jedenfalls hatte es soetwas noch nicht gegeben. Nach dem Abbruch des Jennifer-Rostock-Auftritts vom Donnerstag nun die Steigerung am Freitag. Zwangspause auf allen Bühnen. Die Unwetterwarnung der Wetterdienste hatte sich leider erfüllt.
Bo-Total-Sprecher Björn Büttner: „Wir mussten aus Sicherheitsgründen unterbrechen.” Gleichzeitig lobte er die Absprache mit den anderen Beteiligten. Alle Verantwortlichen arbeiteten Hand in Hand.
Parkhäuser als Unterstand
Unkonventionell und vor allem schnell reagierte die EGR. Als der Wolkenbruch die Stadt überflutete, öffnete die Betreibergesellschaft der Bochumer Innenstadtparkhäuser sofort die Gebäude. Tausende Festivalbesucher flüchteten vor Hagel, Blitzen und Regenmassen. Ein Stakkato von Blitzen zuckte über die Innenstadt.
Erst nach etwa einer Stunde kam das Festival ein wenig schleppend wieder in Gang. Culcha Candela hatte sich während des Unwetters ein wenig gestärkt. Die Berliner ließen sich von der Endzeitstimmung in der Innenstadt nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil: „Bochum, wir sind hier, um mit Euch zu feiern.” Und dann ganz deutlich, und das gleich dreimal hintereinander. „Scheiß auf das Wetter!” Dann ließen die Jungs es richtig krachen.
Hunderte Keller vom Regen überflutet
Weniger lustig ging es parallel dazu in den Einsatzzentralen von Feuerwehr und Polizei zu. Vorgewarnt von ihren Kollegen aus Essen, hatten sich die Einsatzkräfte auf ein starkes Unwetter eingerichtet. Dass es jso heftig kommen sollte, war dann doch überraschend.
Binnen einer Stunde verzeichnete die Notrufzentrale der Polizei über 300 Hilfesuchen. „Die meisten Anrufer meldeten überflutete Straßen oder abgesoffene Keller”, so ein Sprecher. Zum Glück wurden bis zum späten Abend keine schlimmeren Folgen des Unwetters gemeldet. Die Feuerwehr rückte mit allen verfügbaren Kräften aus, um Wasser abzupumpen. Größere Schäden soll es im Hannibal-Einkaufszenter gegeben haben. Auch in der Universitäts-Kinderklinik mussten Wassereinbrüche bekämpft werden.
Besonders im Norden der Stadt sorgte der Regen, zu dem sich stellenweise starker Hagel gesellte, auch für unpassierbare Straßen. Etwa die Bergstraße und die Poststraße glichen eher einer Seenplatte, da das Wasser aus der Kanalisation hochgedrückt wurde. Culcha Candela focht das wenig an; auf der 1Live-Bühne feierten sie den Sommer, und tausende feierten mit.
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eswer
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