Bochum kaufte US-Staatsanleihen für 125 Millionen Dollar - Zinssatz jetzt 1 Prozent
15.01.2009 | 18:04 Uhr 2009-01-15T18:04:00+0100Im Cross-Border-Geschäft mit US-Investoren, das die Vermietung und Rückmietung des städtischen Kanalnetzes betrifft, hat die Stadt Bochum jetzt eine Fristverlängerung bis Ende Februar 2009 erhalten. Bis dahin soll sie Ersatzsicherheit für den schwächelnden US-Versicherungskonzern AIG leisten.
Bereits im Dezember hatte die Stadt Bochum deshalb einen Kredit über 125 Millionen US-Dollar bei einer deutschen Bank aufgenommen und damit US-Staatsanleihen gekauft. Der Rat hatte dafür eine Nachtragssatzung von 90 Millionen Euro im Vermögenshaushalt genehmigt. Der Zinssatz auf US-Dollar habe für die ersten vier Wochen zwei Prozent betragen, jetzt liege er bei einem Prozent, erläuterte Stadtkämmerer Dr. Manfred Busch auf WAZ-Anfrage.
Wertpapiere noch nicht weitergereicht
Die Wertpapiere lägen zur Zeit in einem amerikanischen Depot. Sie seien bis jetzt noch nicht an den Investor weiterleitet, weil noch begleitende Verträge ausgearbeitet werden, die etwa Fragen wie Verpfändung zum Inhalt haben. Als neuer Investor sei die US-Bank Wells Fargo dabei, das Cross-Border-Geschäft zu übernehmen.
Zwischenzeitlich wollte AIG der Stadt Bochum 90 Millionen US-Dollar zahlen, um aus dem Zahlungsversprechen herauszukommen. Das habe die Stadt abgelehnt, bestätigte Busch. Umgerechnet auf Euro hätte die Stadt sonst 27 Millionen Euro dabei verloren. Das hätte nicht nur die 20 Millionen Euro aufgezehrt, die Bochum nach Abschluss des Cross Border-Deals im Jahr 2003 erhalten hatte, sondern außerdem zu einem Minus von 7 Millionen Euro geführt.
Kämmerer wartet auf verbessertes Angebot von AIG
Busch zeigte sich zuversichtlich, dass AIG alsbald mit einem besseren Angebot kommt. Die Zeit arbeite für Bochum: Denn während Bochum „nur” ein Prozent Zinsen zahlen müsse, sei AIG vertragsgemäß verpflichtet, den Wert ihres Wertpapier-Depots jedes Jahr um fünf Prozent aufzustocken. „Das halten die nicht lange durch, das ist desaströs”, bemerkte Busch. „Im Laufe dieses Jahres kommt Bewegung rein.”
Wells Fargo als neuer Investor verhandele gerade mit der amerikanischen Steuerbehörde, um das Cross-Border-Geschäft so schnell wie möglich zu bereinigen. Die Steuerbehörde hatte angeboten, 20 Prozent des Steuervorteils anzuerkennen, wenn die Transaktion vorzeitig beendet wird, bestätigte Busch. Auch die Stadt sei daran interessiert, den Cross-Border-Vertrag vorzeitig zu lösen. Über die von der Stadt erworbenen US-Staatsanleihen sagte der Kämmerer: „Ihr Wert steigt, das ist verbürgt.” Wie die Bochumer Staatsanwaltschaft auf WAZ-Anfrage mitteilte, liege ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Cross-Border-Geschäft nicht vor.

16:22
Das Beispiel zeigt die typischen Wirkungsweisen der Bochumer Filzokratie.
Kritische Bürger/Bürgerbegehren werden kalt gestellt, in dem man Tatsachen schafft. Dezernenten mit Sachverstand, die in weiser Voraussicht vor dem CBL warnten, gefeuert.
Und nicht zuletzt die ehemalige Kämmererin zu Oberbürgermeisterin befördert...,
das dumme Wahlvolk, was seit 60 Jahren immer wieder den Filz wählt alle 5 Jahre zu Stimmvieh degradiert...
Armes Bochum...
18:35
Wenn das genau sogut klappt wie das Gesamtgeschäft...Prost Mahlzeit.
Jeder Kleinanleger (mit Erfahrung) aus der Eurozone würde Anlagen in Dollar vermeiden.
Aber unsere Politiker, aus alter Verbundenheit...
16:48
Kon-zert-haus! Kon-zert-haus! Kon-zert-haus!
13:47
Es ist wirklich jammerschade, dass man die Ratsmitglieder, die damals dem Cross-Boarder-Leasing zugestimmt haben, nicht verklagen kann. Denn von denen hat keiner je die kompletten Verträge gelesen, gesehen geschweige denn verstanden. Sie haben alle über etwas abgestimmt, was ihnen erzählt wurde. Jetzt stellt sich als Gewissheit heraus, dass es Märchen gewesen sind. Nein, schlimmer: erfundene Geschichten, die mit der Realität nie etwas zu tun hatten. Aber die Stadträte haben nun einmal per Definition kein Verhältnis zu Steuergeldern: Es ist ja nicht ihr eigenes Geld. Also muss man auch nicht darauf achten, dass es sinnvoll und im Sinne der Mehrheit der Bürger ausgegeben wird. Aber, liebe Bochumer, tröstet euch: In anderen Staädten sieht es genauso aus.
11:54
Man kann nur hoffen das der Wähler spricht
11:39
Bei einer Rückabwicklung des CBL drohen Millionenverluste von 10 Mio. Euro und mehr. Dazu ein Konzerthaus für über 50 Mio und Betriebskostendefizit, NOKIA weg, OPEL bald auch... Wieviel Millionen muss diese Oberbürgermeisterin noch verbrennen, bevor sie fertig hat ???
09:26
Wer Beschwerden mißachtet und über den Bürgerwillen hinweg trampelt, sollte auch selbst die Suppe auslöffeln- Alle Risiken und Nebenwirkungen sind vertraglich geregelt, nur lesen sollte man können und das Geschriebene selbstverständlich auch verstehen
http://www.interessengemeinschaft-bochum.de/html/beschwerde_go_p_24.html
09:24
Die Bochumer Stadtregierung allen vorran O.Scholz sind es eigentlich garnicht Wert das man sich über sie aufregt, würde nicht eine ganze Stadt mit ihren Einwohnern von diesen an Unfähigkeit oder Egoismuss strotzenden Politiker in die totale Pleite regiert. Die Verantwortlichen dieser Misere interressieren doch nur ihre eigenen Interessen, wie das Cross-Border-Leasing, Konzerthaus, Boulevard, Roterteppich, Exenterhaus, Strassenbahngleise an der Dr.C. Otto Strasse, im Grunde alles Unternehmungen die keiner braucht und auch keiner haben will, ausser unsere Stadtrat. Ich frage mich ob Bauwut eine anerkannte Krankheit ist und ich frage mich wie masoschistisch veranlagt der Bochumer ist, das man ihm jedes mal auf neue wieder dazu bekommt, diese für Bochum nicht mehr zu finanzierenden Ratfuzies zu wählen. Es gibt da keinen Unterschied zwischen schwarz und rot, beide haben nur ihre Vorteile im Kopf, Charlys Tante oder Scholz ein und das selbe, beide sind das Ende für Bochum. In diesem Sinne Wahltag ist Zahltag. Glück auf. Für Bochum passt aber besser, eine Politik wie Flasche leer.
07:27
WEITER SO FRAU SCHOLZ! Vielleicht leiht Ihnen Herne oder Gelsenkirchen demnächst ein wenig Geld, wenn Bochum noch mehr am Stock geht.
00:42
Vielen Dank Frau Oberbürgermeisterin Scholz !!!!
Durch Ihr selbstloses schnelles Handeln 2003 hat die Stadt Bochum und damit jeder Bürger wieder einen Haufen Geld verloren.
Das kann aber durch den Bau des Konzerthauses noch getopt werden.
Für Schulmilch, Renovierungen der Schulen, Jugendheimen usw. ist leider kein Geld vorhanden.Die kaputen Straßen können nicht repariert werden.
Armes Bochum !
Hoffentlich quittieren die Bürger diese Mißstände bei der Komunalwahl im Sommer !!!