Bochum erhält wieder eine berittene Polizei

Berittene Polizei aus Bochum im Jahr 2002 beim Tag der offenen Tür am Eisenbahnmuseum Dahlhausen.
Berittene Polizei aus Bochum im Jahr 2002 beim Tag der offenen Tür am Eisenbahnmuseum Dahlhausen.
Foto: Volker Schütte
Was wir bereits wissen
Zwölf Jahre nach dem Abzug der Reiterstaffel aus Bochum-Harpen wird jetzt geplant, die Pferde und Polizeireiter wieder zurückzuholen.

Bochum.. Die Bochumer Polizei wird im Laufe der nächsten Jahre wieder vierbeinige Kollegen bekommen. Das Innenministerium plant, die Landesreiterstaffeln (zurzeit 40 Pferde und 50 Reiter) zurück in die organisatorische Verantwortung des Bochumer Präsidiums zu holen.

Seit 2003 war in Bochum keine berittene Polizei mehr stationiert. Damals hatte die Landesregierung die Ställe, die am Kappweg in Harpen am Bochumer Kreuz standen, aufgelöst - wie alle Reiterstaffeln. 2006 wurden sie aber zurückgeholt. Seitdem stehen die Ställe in Dortmund (am BVB-Stadion) und im rheinischen Willich. Bald soll aber auch diese Stationierung wieder verändert werden. Und Bochum soll davon als einzige Stadt in NRW profitieren.

Pferde und Reiter, sagt Wolfgang Beus, Polizeisprecher im Innenministerium, hätten sich bei Demos und Fußballspielen „bestens bewährt“. Für die dortigen Polizeieinsätze seien sie „unbedingt erforderlich“. „Die Tiere flößen Respekt ein und sind schnell an Ort und Stelle.“ Sie seien „ein gutes Einsatzmittel“, um Personengruppen voneinander zu trennen. Vereinzelt kommen die Polizei-Reiter heute auch noch im kleineren Rahmen zum Einsatz. Künftig sollen sie aber nur noch bei Großveranstaltungen aufsatteln. Weil die Pferde dann nur zusammen mit Hundertschaften gebraucht werden, ist es sinnvoll, dass ihre Ställe auch dort stehen, wo eine große Abteilung der Hundertschaften untergebracht ist.

Bochums zentrale Lage zahlt sich aus

Bochum hat eine solche Abteilung, am Gersteinring. Dort sind zwei Hundertschaften und eine technische Einsatzeinheit stationiert (Taucher, Wasserwerfer etc.). Weitere solche Abteilungen gibt es in NRW nur in Köln und in Wuppertal. Bochum liegt am zentralsten - und bekam den Zuschlag. Wie Beus erläutert, habe diese Umgestaltung rein organisatorische Einsatzgründe und keine finanziellen.

Noch steht der Umzugsplan ganz am Anfang. Auch ein Gelände für die Ställe und Büros ist noch ungeklärt. Bis 2021 sollen die Polizeipferde aber endgültig nach Bochum umgezogen sein. Die jetzigen Standorte in Dortmund und Willich werden dann aufgelöst.