Blitz-Aktion in Bochum - Sprayer besprühen haltende S-Bahn

In einer organisierten Aktion haben Unbekannte diese an einer Haltestelle wartende Bahn besprüht.
In einer organisierten Aktion haben Unbekannte diese an einer Haltestelle wartende Bahn besprüht.
Foto: Polizei
Was wir bereits wissen
Eine Sprayer-Bande hat in einer Blitz-Aktion eine am Bahnhof Bochum-Ehrenfeld wartende Bahn besprüht und konnte ebenso schnell wieder verschwinden.

Bochum.. In einer Nacht- und Nebelaktion haben nach Auskunft der Bundespolizei mehr als ein Dutzend "Farbschmierer" am Samstagmorgen den Bahnsteig in Bochum-Ehrenfeld gestürmt und eine wartende S-Bahn großflächig mit Lackfarbe besprüht.

Die S-Bahn war auf dem Weg von Solingen nach Dortmund, als die rund 30-köpfige, teils mit Sturmhauben vermummte Gruppe gegen Viertel vor vier in der Nacht auf den Bahnsteig gerannt sein soll. Mehr als ein Dutzend dieser Personen hätte dann sofort damit begonnen, die haltende S-Bahn großflächig zu besprühen. "Innerhalb von wenigen Minuten war eine Wagenseite von 60 Quadratmetern beschmiert", teilt die Bundespolizei am Mittwoch mit. Durch die Blockade einer Tür soll die Gruppe die Abfahrt der S-Bahn über mehrere Minuten verhindert haben.

Unter anderem sprühten die unbekannten Täter die Buchstaben MLPT auf einen Waggon. Die Abkürzung steht für die VfL-Ultragruppe "Melting Pott Ultras Bochum". Außerdem wurden die Buchstaben "ior" auf einen Waggon gesprüht. Anschließend seien die Täter unerkannt geflüchtet, heißt es weiter.

Der entstandene Sachschaden wird auf rund 3000 Euro beziffert. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und Störung öffentlicher Betriebe ein.

Farbangriff auf eine S-Bahn in Bochum-Ehrenfeld

Einen ähnlichen "Farbangriff" auf eine S-Bahn hatte es bereits am 20. Februar im Bochumer Stadtteil Ehrenfeld gegeben. Die Täter gingen damals auf dieselbe Weise vor. Damals soll eine rund zehnköpfige Gruppe in der Nacht eine haltende S-Bahn großflächig besprüht haben. Der entstandene Schaden betrug in diesem Fall 6000 Euro.

Die Ermittler der zuständigen Bundespolizei in Dortmund gehen davon aus, dass beide Fälle der gleichen Gruppe zuzuordnen sind. Jetzt suchen die Beamten Zeugen, die Hinweise auf Tatbeteiligte bzw. Täter geben können. Hinweise nimmt die Polizei unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 6 888 000 entgegen. (sat)