Bis 2025 fehlen 5000 Seniorenwohnungen
15.09.2010 | 17:16 Uhr 2010-09-15T17:16:00+0200
Bochum.Eine Studie weist einen enormen Bedarf an Seniorenwohnungen aus. Der Haus- und Grundeigentümerverein fordert Steueranreize für den Umbau.
In Bochum droht die „graue Wohnungsnot“. Ohne die Schaffung tausender zusätzlicher Seniorenwohnungen haben „ältere Menschen schlechte Chancen, in den eigenen vier Wänden alt zu werden“, heißt es in einer jetzt vorgelegten Studie.
Im Auftrag der Bau- und Immobilienwirtschaft und der Gewerkschaft IG Bau hat das Peschel-Institut die regionale „Wohnsituation im Alter“ untersucht. Die Prognose für Bochum: In 15 Jahren wird es 44600 Haushalte geben, in denen mindestens ein Bewohner über 70 Jahre alt ist. Jeder fünfte dieser Haushalte wird auf eine altersgerechte Bleibe angewiesen sein. Konsequenz: Bis 2025 besteht ein Bedarf von 8920 Domizilen für Senioren. Zum Vergleich: Der Wohnungsmarktbericht 2009 weist 3500 öffentlich geförderte Seniorenwohnungen aus.
VBW, das größte Wohnungsunternehmen der Stadt, kennzeichnet 1200 seiner 12600 Wohnungen als seniorengerecht; darunter den 2009 fertiggestellten Wohnpark Hiltroper Landwehr, der über 43 barrierefreie Wohnungen verfügt. 30 weitere Seniorenwohnungen sieht das jüngste Bauprojekt der VBW in Grumme vor. In der Huestadt soll ein komplettes Hochhaus auf die Bedürfnisse ältere Mieter zugeschnitten werden.
„Genau das ist unsere Strategie“, betont VBW-Geschäftsführer Dr. Dieter Kraemer. „Wir schaffen Seniorenwohnungen nicht in großen, oft anonymen Wohnanlagen, sondern kleinteilig.“ Dabei sei auch das Land gefragt: „Die Politik darf aus den schrumpfenden Bevölkerungszahlen keinesfalls schließen, dass es einen geringeren Förderbedarf für den Wohnungsbau gibt.“
Dass die älteren Mieter möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können, ist auch Ziel der Bochumer Wohnstätten. Die Genossenschaft unterhält 2700 Wohnungen im Stadtgebiet. Für ihre 200 Seniorenwohnungen u.a. an der Feldsieper Straße in Hamme gibt es Wartelisten. Am Erlenkamp 55 wurde daher eine Musterwohnung eingerichtet. Darin wird gezeigt, wie man u.a. mit begehbarer Badewanne und Haltegriffen bis ins hohe Alter in einer normalen Wohnung zurechtkommen kann. „Bestimmte Hilfsmittel und Umbauten zahlt die Pflegekasse“, weiß Mitarbeiterin Angelika Möller.
Finanzielle Unterstützung des Bundes mahnt der Haus- und Grundeigentümerverein an. „Der Bedarf an Seniorenwohnungen wird sehr wohl gesehen. Bei Umbaukosten von durchschnittlich 100 000 Euro pro Wohnung fehlt vielen Hausbesitzer jedoch das nötige Eigenkapital. Und über höhere Mieten sind derartige Investitionen nicht aufzufangen“, erklärt Geschäftsführer Erwin Köhler. Sein Vorschlag: über Abschreibungsmöglichkeiten steuerliche Anreize für seniorengerechte Um- und Ausbauten zu schaffen.

07:38
Das Problem, nicht mein Problem, ist der Egoismus der Kinderlosen.
16:40
Was hat denn der Umstand, dass Menschen immer älter werden, damit zu tun, ob man Kinder hat oder nicht? - Oder, Herr Kiritker, glauben Sie, dass Kinder und Enkel vor Alterheimen schützen? Davon abgesehen, selbst wenn die Angehörigen pflegen, sollten die Wohnungen doch trotzdem altersgerecht sein! Und die Menschen, die ihre (Miets)häuser in Seniorenwohnungen umbauen, tun bestimmt mind. genauso viel für die Gesellschaft, als Hoteliers/Stromriesen, etc. ... dann können diese doch mal steuerliche Erleichterung erhalten. Wo ist Ihr Problem?
14:26
Klar Mr. C. in ihrer Welt pflegen dann die 80 jährigen die 90 jährigen. Wie knobeln sie aus welcher 80 Jahre Rente bekommt und wer weiter arbeiten muss um die Rente zu finanzieren. Ein schöne Welt von der sie da träumen.
12:13
Ach nein, wieder mal die Kinderlosen mit den hohen Steuersätzen sollen es zahlen.
Ziemlich billig. Und was ist mit den Kindern, aus denen nichts geworden ist und dem Staat auf der Tasche liegen, wer zahlt das?
08:00
Da der dieser Bedarf die Folge einer überalternden Gesellschaft ist, soll diese dann auch von denen bezahlt werden, die auf Kinder verzichtet haben. So ist die Forderung nach Steuermittel völlig danebengegriffen.