Biochemiker untersuchen die innere Uhr

Das passt zur Umstellung auf die Sommerzeit. Biochemiker der Ruhr-Uni haben neue Einblicke in die Entstehung des circadianen Rhythmus gewonnen. Sie zeigten, dass das Ras-Protein wichtig ist, um die innere Uhr zu stellen. Die Aktivität des Proteins bestimmt die Periodenlänge des circadianen Rhythmus. Ras ist auch daran beteiligt, die Periode als Antwort auf externe Zeitgeberreize wie Licht zu verschieben. Das Team um Prof. Dr. Rolf Heumann berichtet darüber in der Zeitschrift „Molecular Neurobiology“. Die circadiane Uhr „tickt“ in jeder Körperzelle; der zentrale Taktgeber sitzt jedoch im Gehirn, im stammesgeschichtlich alten Nucleus suprachiasmaticus des Hypothalamus. Seine Aktivität gibt die Periodenlänge des Zyklus vor. Die innere Uhr ist nicht automatisch auf einen 24-Stunden-Rhythmus eingestellt; durch äußere Signale wie Licht, Bewegung oder Nahrungsaufnahme wird sie ständig nachjustiert. An dieser Regulation sind zudem viele Proteine beteiligt.