Billardclub TuS Kaltehardt geht neue Wege

Stefan Niedermeier, Carsten Schieffer, Annalena Rüter, Nadine Poteralla und Norbert Henkel (v.l.) bei einer Partie Pool-Billard in den Räumen des TuS Kaltehardt.
Stefan Niedermeier, Carsten Schieffer, Annalena Rüter, Nadine Poteralla und Norbert Henkel (v.l.) bei einer Partie Pool-Billard in den Räumen des TuS Kaltehardt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Um neue Mitglieder zu werben, spricht der TuS Kaltehardt jetzt gezielt Jugendliche und Senioren an. Einige Studenten greifen bereits zum Queue.

Bochum-Langendreer.. Die Billard-Abteilung des TuS Kaltehardt ist richtig erfolgreich. Lange Zeit spielte man in der ersten Bundesliga, aktuell in der zweiten. „Dennoch gehen auch uns Mitglieder verloren“, klagt Vorstandsmitglied Andreas Potetzki. Vor zehn Jahren sei man auf rund 100 Mitglieder gekommen, heute greift beim TuS maximal noch die Hälfte zum Queue. Besonders an den Karambolage-Tischen (Dreiband) sieht es laut Potetzki mau aus.

Um das zu ändern, will der Billard-Club nun neue Wege einschlagen und gezielt Jugendliche und Senioren ansprechen. Um die Jüngeren anzulocken, sucht der TuS den Kontakt zu Schulen. Die Billard-AG der Willy-Brandt-Gesamtschule in Werne habe bereits Interesse signalisiert, freut sich Andreas Potetzki. „Jugendliche können sich aber auch direkt an uns wenden“, sagt er. Aktuell habe man zwar keine Jugendmannschaft, aber die könne jederzeit gegründet werden.

Kondition muss schon sein

Den großen Vorteil von Billard sieht Andreas Potetzki – selbst ein erfahrenen Spieler – darin, dass ihn jeder ausüben kann: „Man muss dafür keine Sportskanone sein.“ Gleichwohl sei eine gewisse Kondition vonnöten, denn „viele Spiele werden im Kopf im entschieden.“

Um geistige Fitness, so Potetzki, gehe es ja auch vielen Senioren. „Da sind sie hier genau richtig“, lacht der 61-Jährige. „Man kann mit den Kugeln tolle Dinge anstellen – wenn man sich konzentriert und auch die richtige Feinmotorik hat.“ Beides lasse sich mit dem Queue prima trainieren, sagt Potetzki, für den auch die soziale Komponente hinzukommt: „Viele Senioren vereinsamen im Alter. Ein aktives Vereinsleben wie bei uns kann da helfen.“ Das Angebot für Senioren soll daher auch über Billard hinausgehen. Angedacht sind spezielle Nachmittage mit Tanz und Spiel, auch in Kooperation mit der Fußball-Abteilung und der Gastronomie im Clubhaus an der Urbanusstraße.

Einige Studenten konnte der TuS Kaltehardt bereits für den Billard-Sport begeistern. Zwei Mal pro Jahr bietet der Verein kostenlose Lehrgänge an. Die meisten Studierenden kommen vom Poolbillard und versuchen sich hier erstmals im Dreiband. Maximilian Wolbert stellt gerade fest, dass er immer zu fest stößt. „Damit habe ich ganz schön zu kämpfen“, stöhnt er. Carlo Sgroi freut sich, „viel über dieses filigrane Spiel zu lernen.“ Ob er „an der Kugel“ bleibt? „Mal sehen, ich habe noch andere Hobbys.“ Claudia Althaus wird da schon konkreter: „Mir gefällt die Atmosphäre hier; ich kann mir gut vorstellen, dabei zu bleiben.“ Für den TuS hieße das: ein Mitglied mehr. Und wenn es noch mehr werden: Ziel erreicht!