Bettensteuer in Bochum führt zu Absagen von Buchungen
13.02.2012 | 18:35 Uhr 2012-02-13T18:35:00+0100
Bochum. Die neue Bettensteuer hat in Bochum zu Stornierungen beträchtlicher Buchungen in Hotels und Gaststätten geführt. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga nennt Beispiele in einem Offenen Brief an Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz.
Die vom Rat für Bochum beschlossene Bettensteuer hat zu beträchtliche Absagen von Buchungen geführt. Das teilte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Dehoga Westfalen, Claus Altendorf, der Oberbürgermeisterin in einem Offenen Brief mit.
Darin heißt es wörtlich: „Es ist zu belegen, dass eine Serienbuchung mit 250 Übernachtungen plus ca. 25.000 Euro Veranstaltungsumsatz in einem Betrieb unter Berufung auf die Übernachtungsabgabe abgesagt und in eine Nachbarstadt gelegt wurde. Eine weitere sehr dramatische Stornierung der Firma Ardex liegt mir vor. Diese hat ihr Übernachtungskontingent wegen der Übernachtungsabgabe mit 2000 Übernachtungen storniert und ebenfalls in eine Nachbarstadt verlagert. Weitere kleinere Stornierungen von Abrufkontingenten aus Ulm und anderen Städten liegen mir ebenfalls vor.“
Damit habe sich für Bochum ein „höchst unerfreuliches Bild mit einem erheblichen Imageschaden aufgrund dieser Bettensteuer ergeben."

14:41
Warum auch mit den Nachbarstätten absprechen. Bochum hats doch, wir geben doch gerne. Verkausoffene Sonntage gestrichen, Gäste vergrault. Und wir müssen es wieder ausbaden in der Streichliste. Wann kommt endlich die Haftung für Politiker...
11:59
Ei, wer hätte das gedacht?
Der Bochumer Stadtrat offensichtlich nicht!
16:04
#8:
Bei jeder Urlaubsbuchung in Deutschland frage ich nach dieser Bettensteuer. Wird sie erhoben, bleibe ich weg. So einfach ist das.
da haben Sie aber wenig Auswahl
15:27
Als die Hoteliers das FDP - Geschenk der Steuersenkung einsackten, habe ich nichts von der Dehoga gehört.
15:13
@7: Genau, zum Beispiel in den Städten drumherum, die zwar keine Bettensteuer, aber dafür eine höhere Gewerbesteuer erheben (Dortmund knapp ausgenommen).
Ich kann den Schwachsinn nicht mehr hören. Das war schon auf der Propagandaveranstaltung vorletzten Samstag so lächerlich.
"Wir müssen die Gewerbesteuer senken, sonst bin ich weg!"
"Wohin denn?"
"Na z.B. nach Essen!"
"Da ist die aber höher als hier und ausserdem wird es Ihre Dienstleistung doch bestimmt dort schon geben..."
"Ähm, öh, tja, ähm..."
13:23
Warum sollte man in Bochum übernachten??? Da mache ich lieber um diese Bettenstädte einen großen Bogen. Die Steuerabzocke der Bürger hat die Grenzen überschritten. Es gibt anderswo reichlich Möglichkeiten ohne diese Steuer zu übernachten.
12:24
einfach das wahlgeschenk der F:D.P. weitergeben dann kommen die gäste wieder vorbei.
12:24
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11:25
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11:06
Wie die Leute übernachten anderswo? Ich denke unser 27 Millionen Euro Kulturprogramm (Schauspiel u. Symphoniker) wären so anziehend?
Aber schön an der Meldung ist, daß hier die Reaktion auf das Bochumer Finanzdebakel so öffentlich erkennbar ist. Im Bereich der Gewerbesteuer darf ein Unternehmen nicht erklären, daß es wegen der Gewerbesteuer seinen Sitz bzw. Umsatz verlegt!