Besuchermassen kamen zur Feuerwerkspräsentation

Alle Blicke gen Himmel: Auf dem Baumarkt-Parkplatz machen die Großen Fotos, die Kleinen halten sich teils lieber die Ohren zu.
Alle Blicke gen Himmel: Auf dem Baumarkt-Parkplatz machen die Großen Fotos, die Kleinen halten sich teils lieber die Ohren zu.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
600 kamen zur Feuerwerks-Vorführung am Baumarkt Ziesak. Veranstaltung wird immer mehr zum Schauspiel bei Glühwein und Bratwurst statt zur Verkaufs-Animation.

Bochum.. Trocken und klarer Himmel: Das sind die besten Voraussetzungen für ein Feuerwerk. Die Besucher strömten entsprechend zahlreich zwei Tage vor Silvester zum Baumarkt Ziesak, um das inzwischen traditionsreiche Ereignis zu sehen. „Wir machen das schon seit Ende der 90er Jahre“, erklärte Ute Hoffmann, stellvertretende Marktleiterin. „Aber so viele Menschen wie heute habe ich jedoch noch nie gesehen.“

Rund 600 Leute dürften es wohl sein, als Discjockey Thorsten Bertram mit „Terminator“, „Out of Control“ und „Blue Eyes“ die ersten Feuerwerkskörper ankündigt. In mehreren Reihen stehen sie rund um das abgesperrte Gelände. Sie schauen zu, wie die beiden Nachwuchsfeuerwerker Sabrina (25) und Markus (30) die kleinen Einzelbatterien unter Anleitung von Vater Jürgen in den Nachthimmel schicken. „Blue Eyes“ erhält den ersten Applaus, als dessen Funkenregen mit blauen, roten, silbernen und goldenen Effekten herunterkommt.

Beeindruckende Show

„Das ist doch erst der Anfang“, meint ein älterer Herr schmunzelnd und nippt an seinem Glühwein. Er sollte recht behalten. Denn: Mit jeder neuen Feuerwerksbatterie, die die Profis aus Wattenscheid entzünden, kracht es entweder lauter oder der Himmel erstrahlt in immer mehr Farben oder Ornamenten. „Das war toll“, freut sich Senior Wolfgang (69) beim Anblick der Batterie „Dragon Cave“, die mit weißen Blinkersternen und Goldpalmen den Himmel erhellt. Sohn Meik (31) steht mit Tochter Amelie (5) auf den Schultern neben ihm. Die Kleine schaut mit großen Augen hoch. „Noch vor zwei Jahren hat sie ein Feuerwerk sehr erschreckt“, erklärt der Papa. „Heute kann sie mit Knallerbsen umgehen, indem sie ‘drauftritt.“

Mit den kleinen Knallern haben die nachfolgenden Feuerwerksbatterien allerdings wenig zu tun. Immer mehr Raketen schießen immer höher in die Luft und verbreiten – zum Teil laut knallend – ihre Lichteffekte. „Ich brauche etwas für das Auge, weniger das Knallen“, sagt Klaudia (40. Über ihr verbreitet gerade „Dragon Head“ Knisterkometen, Knattersterne und farbige Sterne. Klaudia legt begeistert den Kopf in den Nacken.

Nach der Vorführung folgt die Show beim abschließenden Gesamtfeuerwerk. Die drei Feuerwerker lassen in einer eigenen Komposition die bekannten Raketen hochsteigen. Ein lang anhaltender Applaus ist ihnen danach sicher. Ute Hoffmann: „Wir wollten damit unseren Kunden eine Entscheidungs- und Auswahlhilfe zum Start des jährlichen Verkaufs bieten“, betont sie. Inzwischen werde das Feuerwerk zunehmend zum geselligen Treffpunkt: „Immer mehr Leute kommen, um bei Glühwein und Bratwurst dem Schauspiel zu folgen.“