Berufung gegen Neonazi angekündigt
13.12.2011 | 15:57 Uhr 2011-12-13T15:57:00+0100
Bochum. Einem bekannten Neonazi (23) aus Langendreer droht weiterhin eine Gefängnisstrafe. Nach seiner Verurteilung zu vier Monaten Haft auf Bewährung und 200 Sozialstunden wegen Nazi-Pöbeleien und „Sieg-Heil“-Rufen auf offener Straße hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Das erklärte am Dienstag Oberstaatsanwalt Dr. Christian Kuhnert auf Anfrage.
Berufung legte die Behörde auch gegen einen 29-Jährigen ein, der im selben Prozess zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe und 2000 Euro Geldauflage verurteilt worden war.
Dem Urteil des Amtsgerichts vom 2. Dezember zufolge hatte der 23-Jährige auf der Ottilienstraße ein junges Pärchen mit ausländerfeindlichem und sexistischem Gossenvokabular beleidigt und später zusammen mit dem anderen den Nazi-Gruß gezeigt. Die Staatsanwaltschaft hatte für beide Angeklagten Haft ohne Bewährung gefordert.

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