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Berlinale-Auftaktfilm "Leb wohl, meine Königin" startet

30.05.2012 | 17:54 Uhr
Berlinale-Auftaktfilm "Leb wohl, meine Königin" startet
Arschkalt ist im Rahmen des Oldie-Kinos zu sehen.

Bochum. Während der possierliche Eröffnungsfilm des kürzlich beendeten Filmfestivals in Cannes seit einer Woche in Bochumer Programmkinos läuft – Wes Andersons „Moonrise Kingdom“, startet der Auftaktfilm der Berlinale 2012 heute. Leb wohl, meine Königin ist ein von der Kritik gelobter Historienfilm aus Frankreich, der zur Zeit der Französischen Revolution spielt (Metropolis, im Hbf, täglich 17 und 20.30 Uhr. Regie-Altmeister Benoît Jacqout bekam für die Dreharbeiten die Erlaubnis, im Schloss von Versailles zu drehen. Als Marie Antoinette ist Hollywood-Export Diane Kruger (ehemals Krüger) zu sehen. An ihrer Seite – hochgelobt – die junge Léa Seydoux.

Arschkalt klingt nicht wie der Film zur Jahreszeit. Darin spielt auch tatsächlich Kälte zunächst die Hauptrollen. Diejenige im Herzen des Menschenfeindes Rainer (Herbert Knaup) und jene im Innern des Tiefkühltransporters, mit dem der resignierte Typ sowohl gefrorene Fischteile, als auch schlechte Laune verbreitet. Doch dieser Film würde nicht in der humorig-warmherzigen Reihe des Oldie-Kinos der VHS laufen (im Casablanca, Kortumstraße 11, Dienstag, 6.Juni, 15 Uhr), wenn sich nicht noch ein Funken irgendwo entfachen ließe. Dazu bedarf es dann eines neuen Mitfahrers im Tiefkühllaster. Arschkalt ist eine warmherzige Komödie, die einen langen kalten Anlauf nimmt.

Filme jenseits der „Normalität“ zeigt das Casablanca auch in unregelmäßiger Folge in Zusammenarbeit mit dem Verein für psychosoziale Betreuung Bochum. Zu sehen sind ausgesuchte Filme, die sich realistisch, oder zumindest in exemplarischer Weise mit konkreten psychischen Problemen auseinandersetzen. Am Montag, 17.30 Uhr ist Hans Weingartners intensives Psychodrama Die Summe meiner einzelnen Teile zu sehen. Darin wird die Geschichte eines genialen Mathematikers erzählt, der auf dem Weg in eine große Karriere zusammenbricht, dessen Welt dabei in Tausend Einzelteile zersplittert. Eine Flucht in den Wald ist da keine endgültige Lösung. Nach der Filmvorführung findet eine Diskussion mit Fachleuten aus dem psychologischen Bereich statt. Der Eintritt beträgt 5 € pro Person.



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