Das aktuelle Wetter Bochum 18°C
Amtsgericht

Beleidigung im Jobcenter kostete 50 Euro

21.02.2012 | 17:16 Uhr

Bochum.Für einen Ausraster im Bochumer Jobcenter muss ein Familienvater 50 Euro in die Staatskasse zahlen. Dazu verpflichtete ihn am Dienstag das Amtsgericht. Laut Anklage hatte der 42-Jährige im September eine Mitarbeiterin mit diesen Worten verunglimpft: „Du bist ein Nazi. Das sind Mafia-Methoden.“ Er war sauer, weil er kein öffentliches Geld für einen Wohnungsumzug erhalten hatte. Er lebt mit seiner Frau und sechs Kindern zusammen und verdient als Kaufmann eigenen Angaben zufolge äußerst wenig Geld. Die Wohnung, aus der er ausziehen wollte, habe Schimmel gehabt. „Meine Frau hat jetzt Asthma. Und wir haben kleine Kinder.“

Die betroffene Mitarbeiterin (53) des Jobcenters hatte den Mann damals des Hauses verwiesen. „Ich habe gedacht, ich muss mich nicht beleidigen lassen.“

Der nicht vorbestrafte Angeklagte räumte ein, etwas mit „Nazi“ und „Mafia“ gesagt zu haben. Die Frau direkt will er aber nicht beleidigt haben. Er war auch nicht reuig noch entschuldigte er sich. Das Gericht stelle das Verfahren ein - gegen 50 Euro. Die will der Angeklagte zahlen.

Bernd Kiesewetter

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6387163/create

Umfrage
Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Fliegerbombe entschärft
Bildgalerie
Explosionsgefahr
Kemnade in Flammen
Bildgalerie
Volksfest
Festival der Kulturen
Bildgalerie
Ruhr International
Festumzug in Linden
Bildgalerie
Schützen
Aus dem Ressort
Sechster Brand im Wohnhaus in Bochum-Hamme
Feuerwehr
Zum sechsten Mal in knapp drei Wochen hat es in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Hamme gebrannt. Am Dienstagmorgen stand ein Mülleimer in Flammen. Niemand wurde verletzt.
Rainer Einenkel dankt „Herbie“ für Solidarität
Opel
In einem persönlich gehaltenen Brief dankt der Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werkes, Rainer Einenkel, Herbert Grönemeyer für seine Solidarität mit den Beschäftigten des Autobauers. Einenkel wörtlich: