Beide Bomben in Bochum-Weitmar sind entschärft
11.04.2012 | 12:03 Uhr 2012-04-11T12:03:00+0200
Bochum. Die Entschärfung zweier Bomben in Bochum-Weitmar hat geklappt. Der Kampfmittelräumdienst konnte beide Zünder entschärfen, auch den Säurelangzeitzünder. Da dieser schwerer einzuschätzen ist als ein rein mechanischer, war die Entschärfung riskanter geworden.
Die Bomben in Weitmar sind entschärft. Der Einsatz des Kampfmittelräumdienstes war ungleich gefährlicher geworden, als ein Säurelangzeitzünder an einer der Bomben entdeckt wurde. Dieser ist viel gefährlicher zu entschärfen als der rein mechanisch funktionierende Zünder der anderen Bombe. Ein Säurezünder ist deshalb so riskant, weil die darin ablaufenden chemischen Prozesse besonders schwer zu kalkulieren sind, wie es am Einsatzort hieß. Die Entschärfung fand daher nicht wie geplant um 11 Uhr, sondern erst kurz vor 16 Uhr statt.
Seit den Morgenstunden wurde ein Feld zwischen Schloßstraße, Nevelstraße und Hattinger Straße weiträumig abgesperrt. Dort liegen rund 30 Meter voneinander entfernt zwei englische Fünf-Zentner-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Beide wurden freigelegt; die eine befindet sich rund 1,80 Meter tief, die andere 3,5 Meter tief. Der wichtigste Mann am Einsatzort ist Erich Arndt, der Truppführer des Kampfmittelräumdienstes. Der 62-Jährige wird die Bomben entschärfen. Dabei wird er nicht direkt in den Gruben neben den Bomben stehen, sondern von außerhalb mittels einer Schnur und einer Fernsteuerung die Zünder aus den Sprengkörpern manövrieren.
120 Kilo reiner Sprengstoff
Er ist zwar erfahren, gibt allerdings auch zu, dass er natürlicherweise Angst habe, wie er der WAZ am Vormittag sagte. Solche Bomben, sollten sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen detonieren, würden ihre Splitter bis zu zwei Kilometer weit durch die Luft schleudern. 120 Kilo reiner Sprengstoff sind in dem Metallmantel enthalten. Als Schutzwall werden rund um den Fundort der Bomben Wassertanks und Torfballen errichtet werden.
Das unerwartete Risiko bei der zweiten gefundenen Bombe erfordert auch eine viel größere Evakuierung als am Dienstag geplant. Mehr Anwohner müssen ihre Häuser verlassen als anfangs vorgesehen. Es werden rund 350 sein. Sie kommen vorübergehend ins DRK-Heim an der Holtbrügge und in extra bereitgestellte Busse der Bogestra. Der Radius wurde von 250 Metern auf bis zu 500 Metern erweitert. Das bedeutet auch, dass nun die Gebäude auf beiden Seiten der Hattinger Straße während der Entschärfung komplett gesperrt werden. Darunter fällt auch die Halle der Bogestra. Auch der Straßenverkehr auf der Hattinger Straße wird rund um den Schlosspark umgeleitet.

16:53
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14:57
Die haben beim Evakuieren echt gute Arbeit geleistet meine Frau kommt grad heim und meint die sind alle im Haus und in den Nachbarhäusern Evakuiert worden warum sitzt du den noch hier ... oO ?? Öhm weil mir keiner was gesagt hat
Anmerkung: Meine Frau ist mit dem Auto gekommen und wurde auch von der Polizei gesehen und keiner hat was gesagt
14:32
War das eigentlich schon länger geplant?
Ich wohne nämlich auf der Hattinger Straße und hab davon heute früh im Radio gehört..
Hätte ich das auch früher wissen können?
13:13
Zuerst mal ganz ganz viel Erfolg. Ich ziehe meinen Hut vor Ihrem Mut.
Aber nach so videlen Jahrzehnten kämpfen wir immer noch mit Drecksbomben.
Noch schlimmer ist es, dass noch perversere Streubomben, unter anderem mitfinanziert durch die Deutsche Bank, produziert und benutzt werden.
Ist das nicht unter anderem eine Entscheidung, seine Bankgeschäfte nicht mit der Deutschen Bank/Postbank zu überdenken?