Das aktuelle Wetter Bochum 18°C
Gesundheit

Bei Durchfall Finger weg von Cola und Salzstangen

23.09.2011 | 16:09 Uhr
Bei Durchfall Finger weg von Cola und Salzstangen

Bochum. Das WAZ-Medizinforum Kindergesundheit informierte über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei Durchfall. Die Klinik-Fachärztinnen Dr. Schmidt-Choudbury und Dr. Denisa Pilic gaben Tipps für Eltern und Großeltern.

Plagt den Nachwuchs Durchfall, greifen Eltern gern zu Cola und Salzstangen. „Falsch!“, warnt Dr. Anjona Schmidt-Choudhury. „Der Zucker- und Salzgehalt ist viel zu hoch. Deutlich besser sind elektrolythaltige Getränke, die als Glukose-Salz-Gemisch in jeder Apotheke erhältlich sind.“

Was tun bei Durchfallerkrankungen im Kindes- und Jugendalter? Antworten lieferte am Donnerstagabend das WAZ-Medizinforum Kindergesundheit. Im St. Josef-Hospital warteten die Klinik-Fachärztinnen Dr. Schmidt-Choudbury und Dr. Denisa Pilic mit Informationen und Tipps für Eltern und Großeltern auf.

Häufigste Ursache für Durchfälle bei Kindern und Jugendlichen sind Magen-Darm-Infektionen. Meist heilen sie nach einigen Tagen von selbst aus. „Deshalb: Finger weg von den gängigen Anti-Durchfall-Pillen, erst recht von Arzneien für Erwachsene“, betont Dr. Schmidt-Choudhury. So früh wie möglich sollte wieder auf Normalkost umgestellt werden. Heiße Brühen (Karotte, Huhn), Äpfel und Bananen fördern die Genesung.

Bei anhaltendem Durchfall unbedingt den Arzt aufsuchen

Ernst wird es bei über zehn Durchfällen am Tag, konstant hohem Fieber (über 39 Grad) und Blut im Stuhl. „Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden“, rät Dr. Schmidt-Choudhury. Vor allem bei Kindern kann der Flüssigkeitsverlust schnell zum Austrocknen führen. Je kleiner das Kind, desto größer das Risiko. Auch hier gilt: Wird’s kritisch, sofort zum Arzt.

Neben dem Reizdarmsyndrom gewinnt die Getreidekleberunverträglichkeit eine zunehmende Bedeutung bei Darmerkrankungen. Die Patienten reagieren auf Gluten, das in vielen Getreidesorten vorkommende Klebereiweiß. Es nicht nur im Brot, sondern in etlichen weiteren Lebensmitteln (u.a. Saucen, Schokolade) enthalten. „Glutenunverträglichkeit ist weiter verbreitet als man denkt. Auch Kinder sind betroffen“, weiß Dr. Schmidt-Choudhury. Anzeichen sind regelmäßige Bauchschmerzen, Blutarmut, Schlappheit und verzögertes Wachstum. Eine ambulante Endoskopie schafft Klarheit und bannt die Gefahr, später an Darmkrebs zu erkranken.

Die Vorträge, die Dr. Anjona Schmidt-Choudhury und Dr. Denisa Pilic beim WAZ-Medizinforum gehalten haben, stehen ab Mitte nächster Woche im Internet zur Verfügung. Die Adresse: www.kinderklinik-bochum.de

Jürgen Stahl

Facebook
 
Kommentare
19.10.2011
13:50
Bei Durchfall Finger weg von Cola und Salzstangen
von frankmal | #2

... ist doch Dr.Denisa ;-))

23.09.2011
16:52
Bei Durchfall Finger weg von Cola und Salzstangen
von Stolperstein | #1

Was für ein Foto!!!!!!

Hat sich Frau Dr. Ajona umwandeln lassen?

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5091894/create

Umfrage
Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Fliegerbombe entschärft
Bildgalerie
Explosionsgefahr
Kemnade in Flammen
Bildgalerie
Volksfest
Festival der Kulturen
Bildgalerie
Ruhr International
Festumzug in Linden
Bildgalerie
Schützen
Aus dem Ressort
Sechster Brand im Wohnhaus in Bochum-Hamme
Feuerwehr
Zum sechsten Mal in knapp drei Wochen hat es in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Hamme gebrannt. Am Dienstagmorgen stand ein Mülleimer in Flammen. Niemand wurde verletzt.
Rainer Einenkel dankt „Herbie“ für Solidarität
Opel
In einem persönlich gehaltenen Brief dankt der Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werkes, Rainer Einenkel, Herbert Grönemeyer für seine Solidarität mit den Beschäftigten des Autobauers. Einenkel wörtlich: