Bei der Frauenhilfe Werne sind die Narren los

Werne..  „Die Stimmung ist toll. Wir haben Spaß“, zieht Besucherin Helene Bilanz zum Saalkarneval der Evangelischen Frauenhilfe Werne im Erich-Brühmann-Haus. Die 78-jährige und ihre Freundinnen am Tisch machen das gleich mal vor: Sie klatschen fröhlich im Takt zum Gesang der Cäcilia-Pfeifen. Diese intonieren gerade „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens. Echt klasse.

„Ich bin überrascht, wie viele Leute da sind“, so Helene weiter, die selbst Mitglied der Frauenhilfe ist. Gut 120 Besucher – vorwiegend Frauen – füllen den Saal und feiern miteinander. Vorneweg die Vorsitzende Ulla Rinio und Kassiererin Angelika Frömgen. Die beiden führen mit Witzen und Anekdoten durch das gut dreistündige Programm und machen auch selbst mit.

Der Höhepunkt für Helene ist am Nachmittag der Auftritt der vier Tänzerinnen von der Tanz-Sport-Gemeinschaft (TSG) Regenbogen. „Sie haben so toll getanzt“, schwärmt sie. Stimmt! In ihren bunten Sportanzügen präsentieren Alisha, Annika, Fiona und Laura einen Gardetanz mit akrobatischen Figuren wie Flic Flac, Radschlag und Spagat. Tanzmariechen Annika Guse gefällt zudem mit weiteren technischen Raffinessen.

Auf der Bühne steht an diesem Nachmittag auch Torsten Dahlhaus, der als Büttenredner über die Vergesslichkeit brilliert. „Der Kurze und der Lange“ (Reinhold Sommer und Detlef Thiemann, Kolping Linden) erzählen Geschichten zu Angela, Blondinen, Pegida und Pastoren. Stimmungssänger Mike Slowikow begeistert mit „Viva Colonia“.

Rinio und Frömgen von der Frauenhilfe bieten darüber hinaus Lieder, Sketsche und eine Büttenrede über das Altern. Zur Feier kamen auch Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, Cäcilia-Prinz Thorsten I. (Guse) sowie Petra Lohof (Festausschuss Bochumer Karneval).