Das aktuelle Wetter Bochum 18°C
Geldstrafe

Autofahrer muss nach dem Tanken 700 € bezahlen

03.08.2010 | 10:07 Uhr

Bochum.Weil er nach dem Tanken ohne zu bezahlen einfach weggefahren ist und dabei eine Mitarbeiterin der Tankstelle fast umgefahren hätte, muss ein 41-jähriger Bochumer 700 Euro Geldstrafe zahlen.

Eine ganz besonders teure Benzin-Rechnung bekam am Montag ein 41-jähriger Bochumer präsentiert. Er hatte an einer Bochumer Tankstelle rund 35 Liter getankt - und muss jetzt 700 Euro zahlen. Die Rechnung schickt ihm bald die Staatsanwaltschaft zu, nachdem ihn das Schöffengericht verurteilt hat.

Es passierte im vergangenen August. Der Mann hatte gerade den Tank seines Autos gefüllt und ging Richtung Kasse, um zu zahlen. Plötzlich überlegte er es sich aber anders, stieg wieder in sein Auto ein und gab Gas. Die Kassiererin (44) sah dies, rannte nach draußen und stellte sich ihm in den Weg. Der Mann fuhr jedoch einfach weiter, laut Anklage mit 40 km/h, so dass die Frau blitzartig zur Seite springen musste. Erst später wurde der Autofahrer gefasst. Der dreifache Familienvater war bisher nicht vorbestraft. Jetzt ist er es. Wegen Unterschlagung und Nötigung (70 Tagessätze).

Vor Gericht ließ der langzeitarbeitslose Mann über seinen Verteidiger erklären, dass er damals sehr wohl die fälligen 50 Euro habe bezahlen wollen. Auf dem Weg zur Kasse habe er aber gemerkt, dass er sein Portmonee vergessen habe. Das sei ihm „peinlich“ gewesen; da sei er einfach weggefahren. Später sei er nochmal mit dem fälligem Geld zu der Tankstelle, wo er schon öfter getankt habe, zurückgekehrt, habe aber auf den letzten Metern einen Rückzieher gemacht, weil es ihm immer noch zu peinlich gewesen sei.

Der Richter konnte jedenfalls nicht beweisen, dass der Angeklagte die Flucht von Anfang an geplant hatte. Vielleicht, so Richter Dr. Axel Deutscher, sei sie „eine Panikreaktion“ gewesen. Vielleicht habe er aber auch nur „keinen Bock“ gehabt zu zahlen, weil sich vor der Kasse eine lange Schlange gebildet habe.

Wie auch immer: „Das Gericht mag es gar nicht, wenn mit dem Auto auf Leute zugefahren wird.“

Redaktion

Facebook
 
Kommentare
03.08.2010
13:10
Autofahrer muss nach dem Tanken 700 € bezahlen
von Opa Friedhelm | #5

Wenn man durch die Stadt fährt fragt man sich oft,wie viele von denen die rumfahren überhaupt
einen Führerschein haben :-) ?!

03.08.2010
12:37
Autofahrer muss nach dem Tanken 700 € bezahlen
von Duden und Blasen Ahnung | #4

...an der eigenen Nase fassen?
Ja nee, is klar...

03.08.2010
10:28
Autofahrer muss nach dem Tanken 700 € bezahlen
von Der Autofahrer | #3

#1,An den Verkehrskasper!
Jeder sollte sich mal an der eigenen Nase fassen!
Der Mann hat die Strafe verdient das ist auch OK. Aber allgemein über die Autofahrer zu Meckern, das ist Beschämend !!!!!

02.08.2010
21:03
Autofahrer muss nach dem Tanken 700 € bezahlen
von RolffG | #2

Das Richter, der Angeklagte, die Flucht.
Redaktion: Setzen Sekks!!

02.08.2010
21:02
Autofahrer muss nach dem Tanken 700 € bezahlen
von Verkehrskasper | #1

Bochumer Autofahrer zeichnen sich neben ihrem fahrerischen Unvermögen besonders durch Ignoranz, Arroganz und Egoismus aus. In diesem Fall kommt auch noch kriminelle Energie dazu. Beschämend, dass dieser Schwachmat überhaupt weiterhin eine Fahrerlaubnis hält...

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3385760/create

Umfrage
Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Fliegerbombe entschärft
Bildgalerie
Explosionsgefahr
Kemnade in Flammen
Bildgalerie
Volksfest
Festival der Kulturen
Bildgalerie
Ruhr International
Festumzug in Linden
Bildgalerie
Schützen
Aus dem Ressort
Sechster Brand im Wohnhaus in Bochum-Hamme
Feuerwehr
Zum sechsten Mal in knapp drei Wochen hat es in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Hamme gebrannt. Am Dienstagmorgen stand ein Mülleimer in Flammen. Niemand wurde verletzt.
Rainer Einenkel dankt „Herbie“ für Solidarität
Opel
In einem persönlich gehaltenen Brief dankt der Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werkes, Rainer Einenkel, Herbert Grönemeyer für seine Solidarität mit den Beschäftigten des Autobauers. Einenkel wörtlich: