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Ausstellung: Weltraumtechnik ganz nah

01.09.2009 | 17:17 Uhr
Ausstellung: Weltraumtechnik ganz nah

"Augen im All" läuft bis zum 13. September in der Uni-Bibliothek

Das erste Stück der Ausstellung und das letzte trennen räumlich nur wenige Meter. Zeitlich allerdings liegen satte 400 Jahre zwischen den beiden Dingern. Es geht hier um die Schau „Augen im All”. Im Erdgeschoss der Universitätsbibliothek können die Besucher die Entwicklung der Himmelsbeobachtungen nachvollziehen. Sie beginnt mit Galileo Galilei und seiner Sicht durchs Fernrohr, das im Maßstab 1:1 für die Ausstellung originalgetreu nachgebaut worden ist. Sie endet mit detaillierten Repliken der Satelliten Herschel und Planck sowie des Hubble-Space-Teleskops - also mit megamoderner Raumfahrt.

Letzter Tag: 13. September

Wer sich informieren und auf eine Reise durch den Weltraum begeben möchte, muss sich sputen. Die Ausstellung läuft nur wenige Tage, Sonntag, 13. September, ist schon Schluss. Dann wandern die Exponate weiter, durch ganz Deutschland fast, denn die deutschen Planetarien haben zusammen daran gearbeitet, klar, dass jeder das Ergebnis zeigen möchte.

Die Ausstellung wurde federführend vom Planetarium im bayrischen Laupheim im Auftrag der Europäischen Weltraumagentur ESA konzipiert. Und zwar anlässlich des Internationalen Jahrs der Astronomie, jetzt, 400 Jahre nach dem findigen Galileo Galilei und seinem Fernrohr. Sie ergänzt die Show „Augen im All”, die derzeit mehrmals pro Woche im Planetarium zu sehen ist. „Mit der Ausstellung sind wir bewusst in die Unibibliothek gegangen, weil wir das Thema gerne räumlich teilen wollen”, sagt Helmut Schüttemeier, Technischer Leiter des Planetariums.

Täglich im Kontakt

Fremd sind sich beide Einrichtungen ohnehin nicht. „Wir stehen nahezu täglich in Kontakt, wenn es um die aktuelle Forschung geht”, sagt Schüttemeier und meint damit das Planetarium und das Astronomische Institut der Ruhr-Uni. Vor vier Jahren gab es auch schon einmal eine gemeinsame Ausstellung, damals zum Einsteinjahr.

Von Einstein zurück zu Galilei. „Die Ausstellung Augen im All dürfte für jeden interessant sein, denn sie hat viel mit dem täglichen Leben zu tun”, sagt Professor Dr. Ralf-Jürgen Dettmar vom Astronomischen Institut der Ruhr-Uni. Die Satellitentechnik begleitet viele. Mehr noch, sie weist sogar den Weg: „Zum Beispiel durch das GPS im Auto”, sagt Dettmar.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen aktuelle europäische Raumfahrtprojekte. Auch ein Modell der europäischen Trägerrakete Ariane 5 ist mitten in der Uni-Bibliothek gelandet. Ungefähr drei Meter ist es hoch und so hübsch anzusehen, dass man es am liebsten unter den Arm klemmen und fürs Wohnzimmer mitnehmen möchte. Geht natürlich nicht.

„Die Ausstellung ist überschaubar, aber didaktisch sehr gut aufbereitet”, sagt Helmut Schüttemeier vom Planetarium. Und richtig, man muss kein Marathonläufer sein, um komplett durchzulaufen. Beobachtungen an den ersten beiden Ausstellungstagen haben schon gezeigt, dass das Thema gut ankommt. Die Bibliotheksmitarbeiter haben bereits etliche Studenten und andere Besucher beobachtet, die interessiert stehen geblieben und für einige Momente in die Tiefen des Weltalls abgetaucht sind.

„Augen im All” ist neben den Modellen auch mit erklärenden Texten und Bildern sowie mit beleuchteten Displays ausgestattet.

Die Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: Bis Sonntag, 13. September, montags bis freitags 8 bis 24 Uhr, sa 11 bis 20 Uhr, so 11 bis 18 Uhr.

Kirsten Simon

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Kommentare
01.09.2009
19:29
Ausstellung: Weltraumtechnik ganz nah
von Nightfalcon | #1

Liebe WAZ Mediengruppe: Laupheim liegt in Baden Württemberg ca. 20 km. südlich von Ulm.

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