Kommentar

Aussteigen, so lange es geht

Gut gemeint war sie ja. Aber die Strategie, Kredite in Schweizer Franken aufzunehmen, um vom Zinsvorteil zu profitieren, hat sich im Nachhinein als kapitale Fehlkalkulation erwiesen. Sechs Millionen Euro an eingesparten Zinsen stehen einem um ein Vielfaches höherer Mehraufwand gegenüber, um die Kredite abzulösen. Unterm Strich kommt die Strategie die Stadt wie auch anderen Kommunen teuer zu stehen.

Die Marschroute, jetzt auszusteigen und lieber ein Schrecken mit Ende in Kauf zu nehmen als künftig noch mehr Schrecken zu befürchten, ist daher richtig. Und sie sollte Überlegungen forcieren, ob es nicht an der Zeit ist, auch die abgestürzten RWE-Aktien mit ihrer bescheidenen Dividende und der bislang nicht abzusehenden Aussicht auf Besserung los zu werden. Wie bei den Franken könnte längeres Zuwarten noch teurer werden.

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