Ausländerfeindliche Attacke und Schlägerei beim Volksfest

Rund um das Volksfest „Kemnade in Flammen“ hat es zwei besondere Polizeieinsätze gegeben. In beiden Fällen wurden die Tatverdächtigen gefasst.

Der erste Fall passierte am Freitag gegen 23.40 Uhr. Eine 17-jährige Jugendliche wollte nach dem Besuch des Seefestes mit dem Bus Richtung Hauptbahnhof. Bereits beim Einsteigen an der Haltestelle Kemnader Straße wurde die dunkelhäutige junge Frau von einer fünfköpfigen Gruppe angegriffen und geschlagen. Im weiteren Verlauf der Fahrt kam es zu ausländerfeindlichen Beleidigungen und Bespuckungen. Am Halt Königsallee/Wasserstraße verließ die fünfköpfige Gruppe den Bus und ging Richtung City. Fahrgäste riefen sofort die Polizei, so dass die Verdächtigen – zwei Bochumer (30, 31), ein Duisburger (22), ein Krefelder (24) sowie eine Bochumerin (26) – schnell festgenommen werden konnten. Das Opfer wurde im Krankenhaus ambulant behandelt. Jetzt ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.

Außerdem hat ein 37-jähriger Bochumer bei einer Schlägerei lebensbedrohliche Verletzungen erlitten. Laut Polizei war er nach dem Besuch des Festes am Sonntag um 23 Uhr auf der Oveneystraße mit einem Essener (19) aneinander geraten. Warum, ist unklar. Zeugen zufolge soll der Bochumer den Essener zuerst attackiert haben. Der 19-Jährige habe sich mit einem Schlag gewehrt. Dadurch strauchelte der 37-Jährige, fiel zu Boden und zog sich schwerste Kopfverletzungen zu. Er kam ins Krankenhaus. Die Polizei nahm den 19-Jährigen noch an der Oveneystraße vorläufig fest. Am Montagmorgen durfte er wieder gehen. Die Ermittlungen dauern an.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE