Arne Nobel eröffnet Mini-Bühne unter Bermuda-Disco „Riff“

Der Meister in seinem Theaterkeller: Arne Nobel eröffnet die „Katakomben am KAP“.
Der Meister in seinem Theaterkeller: Arne Nobel eröffnet die „Katakomben am KAP“.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Im Keller unter der Bermuda-Disco „Riff“ hat sich der umtriebige Theatermacher eine „Schatzhöhle“ eingerichtet. Los geht’s am Freitag, 20. Februar.

Bochum.. Arne Nobel ist zurück. Der ehemalige Leiter des Theaters Rottstraße 5 und „Enfant terrible“ der freien Szene eröffnet eine eigene kleine Spielstätte, die er selber liebevoll „Schatzhöhle“ nennt. Zu finden ist die Mini-Bühne unterhalb (!) des „Riff“. Eine enge Treppe neben dem Haupteingang der Bermuda-Disco am KAP führt hinab in Arnes Kerker. Am Freitag ist die Eröffnung – und wenn alles gut läuft, dann könnte dies bald eine der heißesten Bühnen der Stadt werden.

„Ich fand, es war Zeit mal wieder ein Theater zu eröffnen“, sagt er schmunzelnd, „ich kann einfach nicht anders.“ Nach seiner Zeit am Schauspielhaus (inklusive des enorm erfolgreichen Johnny-Cash-Abends) gehörte er im Jahr 2009 zum Gründungsteam des Theaters Rottstraße 5, das er zwei Jahre später nach schweren Differenzen wieder verließ.

"Das ist Magie pur"

Arne Nobel durchschritt manch tiefes Tal – und heuerte später bei einem Open-Air-Action-Theater in Grevenmühlen an der Ostsee an, wo er seither als Pirat in jedem Sommer vor bis zu 1600 Besuchern pro Vorstellung neben Stars wie Martin Semmelrogge auftritt. Der Stadt Bochum, die er sehr mag, hätte er beinahe Adieu gesagt. Doch dann . . .

„Es ist schon eine Weile her, seit mir Dirk Steinbrecher vom Mandragora diesen Ort hier unten zeigte. Ich war sofort begeistert. Das ist Magie pur!“ So optimistisch, fröhlich und aufgeräumt wie selten zuvor zeigt er seine Schatzhöhle in den Katakomben des „Riff“. Früher diente die als Rumpelkammer. „Ich hab kräftig aufgeräumt“, meint er stolz, „deswegen brauch ich auch keine Miete zahlen.“

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Plunder wird mit eingebaut

Sämtlichen Plunder, den er hier unten fand, hat er in seine neue Spielstätte mit eingebaut. Alte Platten, ein kaputter Spiegel, eine Mona Lisa mit leuchtend roten Augen, oder eine sogar halbwegs funktionstüchtige Stereoanlage. Nur ein Bild von Otto Sander (mit Kerze daneben) hat er mitgebracht. Besonderer Hit ist ein geheimes Nebenzimmer, das wie in einem alten James-Bond-Film hinter der Schrankwand versteckt ist.

Hier unten möchte er für eine Handvoll Zuschauer ab sofort Theater machen: zweimal im Monat jeweils freitags um 19.30 Uhr. „Ich werde meine alte Gang wieder zusammen trommeln.“ Große Pläne hat er schon. „Es gibt so vieles, was ich längst machen wollte, das wird jetzt endlich angegangen.“