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Urteil

Arbeitsgericht Bochum entscheidet, "Jesus hat Sie lieb" ist kein Grund für eine Kündigung

14.04.2011 | 18:14 Uhr
Arbeitsgericht Bochum entscheidet, "Jesus hat Sie lieb" ist kein Grund für eine Kündigung
Ein Callcenter-Mitarbeiter wurde entlassen, da er jedes Telefonat mit dem Satz: "Jesus hat Sie lieb", beendet hatte. Nun ging er gegen diese Kündigung vor Gericht.

Bochum.   Ein Callcenter-Telefonagent streitet sich vor Gericht mit seinem Arbeitgeber. Dem Bochumer wurde gekündigt, da er die Kundengespräche mit: „Jesus hat Sie lieb. Vielen Dank für Ihren Einkauf", beendet hatte. Zu unrecht, befand das Arbeitsgericht.

Ein tiefgläubiger Mann aus Bochum streitet sich seit vielen Monaten mit seinem Arbeitgeber wegen einer Kündigung. Erst wurde der Fall vor dem Arbeitsgericht Bochum verhandelt - und am nächsten Mittwoch (20. April) geht es weiter am Landesarbeitsgericht Hamm.

Der Kläger arbeitet seit 2004 als Telefonagent in einem Call-Center. Laut Gericht ist er tief religiös und beendete - zumindest seit Januar 2010 - die Kundengespräche mit der Formel „Jesus hat Sie lieb, vielen Dank für Ihren Einkauf und einen schönen Tag“. Sein Arbeitgeber kündigte ihm daraufhin.

In erster Instanz gewann der Mitarbeiter

Dagegen klagte er vor dem Arbeitsgericht Bochum. Er versuche lediglich, sowohl seinen religiösen Verpflichtungen als auch seine arbeitsvertraglichen Verpflichtungen nachzukommen, meinte er damals. Die Firma hielt dagegen, die Glaubensbezeugungen berechtigten den Kläger nicht dazu, sich ihren Arbeitsanweisungen beharrlich zu widersetzen.

Die Bochumer Arbeitsrichter hielten die Kündigung für unwirksam. Die unternehmerische Freiheit der Arbeitgeberin stünde hinter der Glaubens- und Bekenntnisfreiheit des Klägers zurück, hieß es. Dagegen geht das Callcenter jetzt in Berufung.

Bernd Kiesewetter

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Kommentare
25.04.2011
03:31
Arbeitsgericht Bochum hält Kündigung wegen Glaubensbekenntnis für unwirksam
von mellits | #39

Grüß Gott ;)

15.04.2011
14:59
Arbeitsgericht Bochum hält Kündigung wegen Glaubensbekenntnis für unwirksam
von ErnstSuppe | #38

Wieder so ein aggressiver Christ!

15.04.2011
11:26
Arbeitsgericht Bochum hält Kündigung wegen Glaubensbekenntnis für unwirksam
von Xavinia | #37

Was für eine Farce, deshalb einem Mitarbeiter zu kündigen. Mir wäre es völlig egal, ob jemand sich so verabschiedet. Hauptsache, mein Anliegen wird erledigt. Von mir aus kann auch ein Moslem sagen: Allah hat Sie lieb.

15.04.2011
11:03
Arbeitsgericht Bochum hält Kündigung wegen Glaubensbekenntnis für unwirksam
von berechtigter_Zweifel | #36

Würde mich am Telefon jemand mit so einer Unterstellung verabschieden, ich würde glatt vom Kauf zurück treten, so lange ich mir aussuchen kann, ob ich von so genannten religiösen menschen behelligt werden will oder nicht.

Mir fällt es schon schwer im Süden ein grüß Gott als Tradition zu akzeptieren.

15.04.2011
10:24
Arbeitsgericht Bochum hält Kündigung wegen Glaubensbekenntnis für unwirksam
von wohlzufrieden | #35

Dabei hat uns doch nicht Jesus sondern Gildo lieb...

15.04.2011
09:49
Arbeitsgericht Bochum hält Kündigung wegen Glaubensbekenntnis für unwirksam
von Lederbutz | #34

Es kommt selten vor, daß ich für ein Call-Center Partei ergreife. In diesem Fall drücke ich ihm für das nächste Gerichtsverfahren die Daumen!

15.04.2011
09:43
Arbeitsgericht Bochum hält Kündigung wegen Glaubensbekenntnis für unwirksam
von Elfentraum | #33

Sorry, falsch formuliert, also nochmal: Für mich sieht das so aus, als habe der Mann bloß nen Grund gesucht, um gekündigt zu werden, dann dagegen klagen zu können, um eine Abfindung zu bekommen. Das Gleiche habe ich ja auch schon bei der Dame in der Stadtverwaltung vermutet, die plötzlich nur noch mit Burka arbeiten wollte. Meiner Meinung nach ist das die gleiche Masche, da wird Religion als Vorwand benutzt, um Geld zu machen ...

15.04.2011
09:32
Arbeitsgericht Bochum hält Kündigung wegen Glaubensbekenntnis für unwirksam
von Elfentraum | #32

Der Mann hat doch bloß nen Grund gesucht, um gekündigt zu werden, dann dagegen klagen zu können, um eine Abfindung zu bekommen ... genau wie die Dame in der Stadtverwaltung, die plötzlich nur noch mit Burka arbeiten wollte. Gleiche Masche, da wird Religion doch nur als Vorwand benutzt, um Geld zu machen ...

15.04.2011
09:27
Blockierter Kommentar.
von mike47441 | #31

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.04.2011
09:09
Arbeitsgericht Bochum hält Kündigung wegen Glaubensbekenntnis für unwirksam
von holmark | #30

Ein sehr problematisches Urteil. Was wäre, wenn der Mitarbeiter gesagt hätte: allahu akbar?

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