Anwohner regen Schallschutzwände an

Altenbochum..  Mit Herzblut kümmert sich die Bürgerinitiative Eichendorffweg um die Belange ihrer Wohnsiedlung in Altenbochum. „Unser Eichendorffweg ist eine kleine Sackgassenidylle“, sagt Sprecher Pierre Plottek. „Hier kann man sich ausgesprochen wohl fühlen.“

Etwas Bauchschmerzen bereitet der Initiative allerdings das Bauprojekt „Ostpark - Neues Wohnen“. Die Stadt plane, auf dem Gelände zwischen Immanuel-Kant-Straße, Feldmark, Sheffield-Ring und dem Eichendorffweg ein neues Wohnquartier zu errichten. Dieses solle architektonisch und bautechnisch hochwertig sein, um einkommensstarke Familien zu gewinnen. Aus einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten gehe hervor, dass das Areal als Wohngebiet interessant sei, wenn es gelinge, den Verkehrslärm des Sheffield-Rings abzufangen und gleichzeitig den alten Baumbestand zu erhalten, so die Bürgerinitiative.

Die Planungen dieses Wohnquartiers wolle die Bürgerinitiative nun konstruktiv begleiten, so Pierre Plottek. „Der Bau eines Quartiers mit knapp 1000 neuen Wohnungen wirft naturgemäß viele Fragen etwa zur Bebauungsdichte oder der Verkehrsführung auf.“

So hatte die Stadt zu einem Planungsforum eingeladen, bei denen den Anwohnern zwei Bebauungspläne vorgestellt wurden: Ein Plan sah Schallschutzwände vor, die für ruhiges Wohnen im neuen Quartier beitragen sollen. Der andere Plan empfahl statt der Schallschutzwände eine Riegelbebauung. Alle Anwesenden hätten allerdings den aktiven Schallschutz mit Mauer bevorzugt, so Pierre Plottek. Die Verwaltung wolle dies in den weiteren Planungen nun berücksichtigen.