Anwohner in Sorge um Hammer Park

Werner Jakob (links) und Dietmar Kronenberg machen sich Sorgen: Den betrüblichen Zustand des Hammers Parks verfolgen beide schon lange.
Werner Jakob (links) und Dietmar Kronenberg machen sich Sorgen: Den betrüblichen Zustand des Hammers Parks verfolgen beide schon lange.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Grünfläche verfällt zusehends. Vor allem der desolate Zustand des kleinen Teiches stößt vielen sauer auf. Politiker wollen nachbessern.

Bochum-Hamme.. Tag für Tag dreht Werner Jakob seine Runde durch den Hammer Park. Zur Mittagszeit die Wege hinter der Dorstener Straße und Seilfahrt entlang zu marschieren, gehört für den rüstigen Senior zum üblichen Fitnessprogramm. „Sonst rostet man doch ein“, sagt er. Doch was Werner Jakob in der kleinen Grünanlage so alles vorfindet, das ärgert ihn nicht erst seit gestern. „Hier kümmert sich keiner drum“, meint er. „Das gammelt doch alles vor sich hin. Furchtbar.“

Auch WAZ-Leser Dietmar Kronenberg macht sich Sorgen um den Hammer Park. „Ich gehe hier regelmäßig joggen und bekomme dabei immer einen dicken Hals“, sagt er bei einem Anruf in der Redaktion. Vor Ort zeigt er uns den traurigen Zustand des Parks. Insbesondere den kleinen Teich betrachtet Kronenberg nachdenklich.

Noch vor wenigen Tagen, so erzählt er, seien die Wege an dem Teich völlig verschlammt und überflutet gewesen. „Jeder, der hier vorbei wollte, bekam nasse Füße“, sagt er. „Offensichtlich wird das nicht vernünftig entwässert und die Gitter sind verstopft.“ Mit der Stadt habe er deswegen schon Kontakt aufgenommen, doch leider ohne nennenswerte Reaktion.

„Früher sind hier Goldfische und Enten geschwommen“

Dabei hat der Hammer Park schon bessere Zeiten gesehen. Daran kann sich Werner Jakob gut erinnern. „In dem Teich sind früher Goldfische und Enten geschwommen“, erzählt er. „Das war mal richtig schön.“ Völlig in die Jahre gekommene Schilder an dem Teich weisen noch heute auf ein Fütterungsverbot für Tiere hin. Doch ob sich in die trübe Brühe jetzt noch eine Ente hinein trauen würde? „Kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Dietmar Kronenberg. „Da liegt Müll und Unrat drin, irgendwer hat Reifen und eine Bank in den Tümpel geworfen. Im Sommer stinkt das hier zum Himmel.“

Immerhin: Der Spielplatz, der nach Pfingststurm Ela Mitte 2014 schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, sehe wieder gut aus.

Viele Anträge wurden gestellt

Bei den lokalen Politikern ist der Zustand des Hammer Parks bekannt. Rudi Malzahn, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, macht sich schon lange für eine Verschönerung der Grünfläche stark. „Wir sind da dran“, verspricht er. Jede Menge Anträge seien deswegen bereits gestellt worden, doch meistens hapere es am Geld. Dabei stecke in dem Park und den angrenzenden Grundstücken großes Potenzial, so Malzahn. „Ich kämpfe dafür, parallel zur Seilfahrt eine Seniorenwohnanlage zu bauen“, erzählt er. „Für ältere Menschen ist das eine ideale Wohngegend.“

Pfingststurm Ela wütete hier hartnäckig

James Wille, CDU-Fraktionschef der Bezirksvertretung Mitte, sieht noch immer die Folgen von Pfingststurm Ela, der im Hammer Park besonders hartnäckig gewütet habe. „Wir konnten danach nicht alle Schäden auf einmal beseitigen“, sagt er. „Aber dass im Hammer Park etwas getan werden muss, ist eine klare Sache.“ Noch in diesem Jahr, so verspricht Wille, sollten erste Verbesserungen erfolgen. „Das wird zu schaffen sein.“

Bezirksbürgermeisterin Gabriele Spork (SPD) sieht neben dem Hammer Park noch weitere Baustellen im Stadtteil. „Wir müssen hier vieles anpacken“, sagt sie. „Vor allem die mangelnde Nahversorgung spielt eine große Rolle.“