Das aktuelle Wetter Bochum 18°C
Auszeichnung

Antje Vollmer erhält den Hans-Ehrenberg-Preis 2011

31.10.2011 | 18:34 Uhr
Antje Vollmer erhält den Hans-Ehrenberg-Preis 2011
Antje Vollmer, ehemalige Vizepräsidentin des Bundestages, erhält den Hans-Ehrenberg-Preis Foto: Berthold Stadler/dapd

Bochum.   Für ihre Versöhnungsleistungen wird die ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Antje Vollmer (Grüne), am 22. November in der Christuskirche am Rathaus mit dem Hans-Ehrenberg-Preis ausgezeichnet.

Für ihre nachhaltigen Versöhnungsleistungen erhält die ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Antje Vollmer (Grüne), den Hans-Ehrenberg-Preis 2011. Die Auszeichnung wird ihr vom Ev. Kirchenkreis Bochum und der Landeskirche in einem Festakt am 22. November in der Christuskirche am Rathaus verliehen - von Superintendent Peter Scheffler und Albert Henz, theologischer Vizepräsident der Ev. Kirche von Westfalen.

Dabei kommt es zu einer reizvollen Begegnung: Antje Vollmer wird nach der Preisverleihung mit Ex-Bischöfin Margot Käßmann über „Gott & die Politik - Wege der Versöhnung im öffentlichen Leben“ diskutieren, die Moderation hat Reinhard Mawick, Pressesprecher der EKD.

Für die Jury, die den Preis der Politikerin zuerkannt hat, sagte Prof. Traugott Jähnichen von der Ev. Fakultät der Ruhr-Uni, es gebe vor allem zwei Gründe dafür: Da sei einmal die Aussöhnung mit der Tschechoslowakei im öffentlichen Dialog gewesen, zum zweiten Vollmers Einsatz beim „Runden Tisch Heimerziehung“, wo frühere Heimkinder als Opfer von Misshandlungen Rechte gegenüber Vertretern vom Heimträgern geltend machen konnten.

Entscheidend zum Konsens beigetragen

Antje Vollmer habe als Vorsitzende entscheidend zum Konsens beigetragen: Es wurde ein Fonds mit 120 Millionen Euro gegründet, der Abschlussbericht erfolgte Anfang 2011.

Dieses Verhalten passe zu Hans Ehrenbergs Verständnis von Dialog im öffentlichen Leben. Der Bochumer Pfarrer, Philosoph und jüdisch-christlicher Theologe (1883 - 1958) hatte sich öffentlich mit den Nazis angelegt, die Kirche in ein radikales Gegenüber zur völkischen Ideologie gestellt.

Rolf Hartmann

Facebook
 
Kommentare
21.11.2011
13:23
Blockierter Kommentar.
von dierkschaefer | #16

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.11.2011
12:41
hans-ehrenberg-preis
von dierkschaefer | #15

Wie wir lesen, erhält Frau Dr. Antje Vollmer den „Hans-Ehrenberg-Preis 2011“.

Sie habe als Vorsitzende des Runden Tisches Heimkinder entscheidend zum Konsens beigetragen, heißt es in der Begründung. Der Preis »soll Persönlichkeiten und Organisationen auszeichnen, die in besonderer Weise protestantisches Profil in die gesellschaftliche Auseinandersetzung einbringen«, heißt es an anderer Stelle.

»Der Preis erinnert an den Theologen und Philosophen Hans Ehrenberg (1883-1958), der als Pfarrer in Bochum wirkte und zu den herausragenden Persönlichkeiten des kirchlichen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus gehörte«.

Diese Preisverleihung ist aus Sicht wohl fast aller ehemaligen Heimkinder nur als obzön zu betrachten. Frau Vollmer hat am Runden Tisch ganz sicherlich und maßgeblich zu einem – kurzfristigen – Konsens beigetragen, doch dieser war herbeigenötigt. Zeugenaussagen über die Nötigung liegen vor. Am Runden Tisch waren drei ehemalige Heimkinder vertreten, dazu drei Stellvertreter. Von diesen sechs Personen hat eine sofort dem Abschlußpapier widersprochen und wurde von Frau Vollmer ausgebootet, von den anderen haben sich die meisten vom „Konsens“ anschließend distanziert. Zwei Umfragen unter rund 100 ehemaligen Heimkindern belegen eindeutig, daß sie den Konsens nicht mittragen.

Frau Vollmer ist damit als Urheberin eines schmählichen „Sieg-Friedens“ anzusehen, der angesichts laufender juristischer Bemühungen auch noch nicht gewonnen ist.

Es ist nur eine Interpretation, allerdings gut mit Indizien belegbar, daß der Runde Tisch schon als Betrugsveranstaltung unter der Moderation von Frau Vollmer gestartet ist. Belege dafür wird man in den Akten wohl ebensowenig finden, wie die pädagogische Maxime, daß Heimkindern ihr Erbrochenes wieder reingestopft wurde, bis es drin blieb.

Belegbare Tatsache ist jedoch, daß Frau Vollmer einen Runden Tisch moderierte, der klar erkennbar eine asymmetrische Machtverteilung aufwies und sie die beteiligten ehemaligen Heimkinder nicht angemessen unterstützt hat. Dieses und anderes »nicht angesprochen und kompensiert zu haben, ist professionelles Versagen der Moderatorin Vollmer. Zugleich ist es eine Frage der Berufsethik, die sie als Pfarrerin zu berücksichtigen hat, auch wenn sie nicht explizit als solche tätig wird«. (Näheres unter http://dierkschaefer.wordpress.com/2011/01/31/der-runde-tisch-heimkinder-und-der-erfolg-der-politikerin-dr-antje-vollmer/)

Diese Preisverleihung an eine „smarte“ Politikerin/Theologin, noch dazu unter Hinweis auf einen in der Nazi-Zeit nicht gefügigen Namensgeber, macht die Sache obszön und setzt tatsächlich der degoutanten Tätigkeit von Frau Vollmer die Krone auf.

08.11.2011
13:46
Man will Antje Vollmer am 22.11.2011 den Hans-Ehrenberg-Preis verleihen.
von MartinMitchell | #14

Demo am Dienstag, 22. November 2011 um 17:30 Uhr vor der Christuskirche in Bochum

ANFANG DES ZITATS.

Keinen Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer! - Aufruf zur Demo in Bochum.

Aufruf zur Demo in Bochum. - Keinen Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer!

Montag, den 7. November 2011 um 16:51 Uhr von Heidi Dettinger

Pressemitteilung des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ („VEH e.V.“)

Am 22. November 2011 wird Antje Vollmer mit dem “Hans-Ehrenberg-Preis” geehrt. Der Preis soll erinnern an Hans Ehrenberg, einem jüdischen Mann, der zum Christentum konvertierte, evangelischer Pfarrer wurde, sich maßgeblich am Aufbau der “Bekennenden Kirche” in Nazi-Deutschland beteiligte und versuchte, den Nazis etwas entgegenzusetzen.

Hans Ehrenberg wurde von einer Kirche fallengelassen, die es vorzog, sich mit den Nazis zu arrangieren, seine Wohnung wurde in der Reichspogromnacht (1938) verwüstet, er wurde in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Dank der Intervention des anglikanischen Bischofs von Chichester, George Bell, konnte er 1939 nach England emigrieren.

Bei der Begründung der Preisverleihung wird u.a. auf A. Vollmers Arbeit als Moderatorin des Runden Tisches Heimerziehung hingewiesen. Dies ist einer großen Zahl von Überlebenden bitter aufgestoßen.

Eines unserer Mitglieder hat kurzer Hand eine Demonstration in Bochum vor der Christuskirche angemeldet! Wir würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Ehemalige und/oder SympathisantInnen dieser Demonstration anschließen würden!

Siehe auch unter [Webseite des Vereins ehemaliger Heimkinder eV.] dazu.

Keinen Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer!

Demo am Dienstag, 22. November 2011 um 17:30 Uhr vor der Christuskirche in Bochum

04.11.2011
15:51
Auftrag erfüllt!
von ergo-oetken | #13

Der Hans-Ehrenberg-Preis http://www.hans-ehrenberg.de/Home_Preis.htm wird für folgende Leistungen verliehen:

"Mit dem Hans-Ehrenberg-Preis werden daher Persönlichkeiten ausgezeichnet, die genuin protestantische Profile in öffentlicher Auseinandersetzung vertreten und - in aktuellen gesellschaftspolitischen Diskursen, in der interdisziplinären Wissenschaft und im Bereich kirchlichen Handelns - vergegenwärtigen."

Insofern ist die Preisvergabe an Frau Vollmer als ehemalige Vorsitzende des "Runder Tisch Heimerziehung" aus Sicht der "Hans-Ehrenberg-Gesellschaft" und v.a. der evangelischen Institutionen, die zahlreich am "Runden Tisch Heimerziehung" vertreten waren vollkommen gerechtfertigt.

Frau Vollmer hat in ihrer Funktion die "genuin protestantischen Profile" resp. Interessen der Insitution evangelische Kirche vertreten.

Wie ehrenhaft, "christlich" oder ethisch vertretbar das war, steht auf einem anderen Blatt.

Dazu haben sich ja die betroffenen "Heimkinder" klar geäußert.

Das einzig Positive am "Runden Tisch Heimerziehung" war, dass das Ganze die Verfilzung von Politik, Wirtschaft und evangelischer Kirche hat deutlich werden lassen und wie wenig diese Institution ihrem nach außen hin propagierten moralischen Ansprüchen selbst genügt.

Wenn die kirchlichen Institutionen in Deutschland ihre Glaubwürdigkeit zurückerhalten möchten, dann sollte deren Basis erheblichen Druck ausüben.

Eine "Kirche" ohne Mitglieder ist - nichts.

Angelika Oetken, Berlin, Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit

04.11.2011
05:14
diese rede habe ich bei einem nachtreffen des runden tisches gehalten. frau vollmer hat dazu geschwiegen.
von rolfbreitfeld | #12

Information für alle die nicht am Runden Tisch
teilgenommen haben.
Der Runde Tisch war Kasperle-Theater.
Versicherungen würden über diese Art der Schadensregulierung vor
Neid erblassen. Sie sollten sich alle schämen.

Schon bei meiner ersten Teilnahme im Januar 2010 merkte ich dass
hier etwas nicht stimmt. Frau Vollmer wollte die Tatbestände Zwangsarbeit
und Isolationshaft nicht gelten lassen. Da nutzte mir auch der Hinweis
auf das Grundgesetz nichts.
Professor Schrapper benutzt in seiner wissenschaftlichen Aufarbeitung
des Landesfürsorgeheim Glückstadt doch diese Worte. Warum wurde dies
im Endbericht ignoriert?
Nun gut, dachte ich mir, wenn dieser Staat sein Gesicht wahren will und
am Ende für die Heimkinder ein annehmbares Ergebnis herauskommt
soll es mir recht sein.

Bei der Abstimmung für den Zwischenbericht wurde ich von Frau
Vollmer ausgetrickst. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingearbeitet,
wollte aber das Ergebnis nicht mittragen. In einer Pause sagte ich dies
der Frau Vollmer und sagte ihr auch dass ich mich aufgrund dessen
der Stimme enthalten werde. Frau Vollmer hätte mir als erfahrene
Politikerin sagen müssen dass dann das Ergebnis als einstimmig gilt.
Hat sie aber nicht.....ausgetrickst. Ohne diese Trickserei hätte es schon
beim Zwischenbericht keine Einstimmigkeit gegeben denn ich war
als Vertreter der Frau Fleth zu diesem Zeitpunkt stimmberechtigt.

Die restliche Zeit verbrachte ich am Runden Tisch als nicht stimmberechtigter
aufmerksamer Zuhörer. Mich stört vor allem welche Gehirnakrobatik
betrieben wurde um uns glauben zu machen dass alle unsere Ansprüche
verjährt sind. Allein weil es so oft wiederholt wurde glaube ich es nicht.

Am vorletzten Tag versuchten wir den sogen. Hammelsprung und weigerten
uns den Saal zu betreten. Frau Fleth, Frau Djurovic und Herr Wiegand betraten
dann den Saal um kurz unsere Forderungen zu verlesen und dann die
Mitglieder des Runden Tisches die unsere Forderungen unterstützen zu uns
heraus zu bitten. Leider hielten sie sich nicht an das Drehbuch und ließen
sich auf eine 45 minütige Diskussion ein während wir Stellvertreter draussen
warteten.
Als sie herauskamen folgten ihnen mehrere Mitglieder des Runden Tisches,
uA. Frau Vollmer und Frau Rupprecht. Ich kann mich noch genau an die Worte
der Frau Rupprecht erinnern: " Wenn sie nicht reingehen platzt der Runde Tisch
und es gibt garnichts". Sie hat somit in der 114. Sitzung des Bundestages
eindeutig die Unwahrheit gesagt.
Als die anderen Heimkinder den Saal betraten bin ich mitgegangen, nicht
aus Überzeugung, aber ich wollte bis zum Ende als Zeuge dabei sein.
Bei der Abstimmung zum Endbericht konnten die stimmberechtigten Heimkinder
dem aufgebauten Druck nicht standhalten und haben zugestimmt.
Sofort danach ließ Frau Vollmer die nicht stimmberechtigten Vertreter ebenfalls abstimmen,
wohl um das Ergebnis nach oben hin abzurunden.
Ich habe ausdrücklich mit NEIN gestimmt. Welchen Sinn macht eine Abstimmung wenn das
Ergebnis anschließend, weil nicht passend, im Endbericht verschwiegen wird ?
Ich mahne noch mal alle hier Anwesenden:
Wer das Ergebnis des Runden Tisches mit trägt macht sich auch mit schuldig.


Rolf Breitfeld 030/7824805

03.11.2011
22:54
PROTESTE gegen die Preisverleihung an Antje Vollmer kommen von allen Seiten.
von MartinMitchell | #11

Heidi Dettinger für den VEH e.V. veröffentlicht und verbreitet am Do. 03.11.2011 um 15:54 Uhr

Offener Brief
Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises an Antje Vollmer

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 22.10.2011 soll Frau Antje Vollmer den mit 5.000 Euro dotierten "Hans-Ehrenberg-Preis" verliehen bekommen. Bei dieser Verleihung wird sich auf Frau Vollmers Einsatz am „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ RTH bezogen, an dem sie als Vorsitzende entscheidend zum Konsens beigetragen habe.

Sicher ist Ihnen bekannt, dass es am RTH um einen nur sehr scheinbaren Konsens ging - keinen jedenfalls, bei dem die früheren Heimkinder ernstgenommene Verhandlungspartner waren. Im Gegenteil:

- Den VertreterInnen der ehemaligen Heimkinder wurde am RTH ein Rechtsbeistand nach eigener Wahl verweigert mit der ausdrücklichen Argumentation Frau Vollmers, dass der RTH kein "Tribunal" sei.

- Den HeimkindervertreterInnen wurde es unmöglich gemacht, eigene Gutachten erstellen zu lassen, eigene Gutachter zu benennen, während die von anderer Seite vorgebrachten Gutachten teilweise erst Tage NACH dem Vortrag in schriftlicher Form vorlagen.

- Bereits die Bekanntgabe des Zwischenberichts wurde von scharfen Protesten begleitet - besonders von dem ausgewiesenen Kenner der bundesdeutschen Heimgeschichte, dem Berliner Professor Dr. Manfred Kappeler.

- Die Stellvertreter der Ehemaligen am RTH hatten in der ganzen Zeit nicht nur kein Stimmrecht, sie hatten entgegen demokratischen Gepflogenheiten, nicht einmal Rederecht.

- Bei der Abstimmung über den Abschlussbericht legte Frau Vollmer größten Wert auf Einstimmigkeit. Zu diesem Zwecke und um eine scheinbar größere Zustimmung zu erreichen, wurden an dieser Stelle auch die Stellvertreter der ehemaligen Heimkinder aufgefordert, ihr Votum abzugeben. Da keiner der HeimkindervertreterInnen dem Abschlussbericht in dieser Form zustimmen konnte und wollte, beschlossen sie, sich der Stimme zu enthalten und verließen den Verhandlungsraum. Frau Vollmer und Frau Rupprecht (SPD) eilten ihnen nach und übten wort- und gestenreichen Druck auf die OpfervertreterInnen aus, indem Frau Vollmer u.a. drohte, der RTH werde im letzten Moment platzen und es werde keinerlei Gelder geben. Die VertreterInnen knickten bis auf eine Ausnahme ein. Diesem beschied Frau Vollmer, dass

- seine Stimme völlig unmaßgeblich sei, da er "nur" ein Stellvertreter sei. Und deklarierte die Abstimmung als einstimmig.

- Ein weiterer Stellvertreter verkündete auf einer Pressekonferenz im direkten Anschluss an die von Frau Vollmer zum Erscheinen des Abschlussberichts einberufene Pressekonferenz von diesem Dissens und dem unmenschlichen Druck, der auf ihn und die anderen VertreterInnen ausgeübt worden sei. Von Frau Vollmer kam dazu - nichts!

- Fünf der insgesamt sechs HeimkindervertreterInnen haben sich in der Zwischenzeit von dem Abschlussbericht und ihrer eigenen Zustimmung öffentlich distanziert - sogar in einem Schreiben an den Bundestagspräsidenten.

- In zwei getrennten Abstimmungen über den Abschlussbericht äußerten sich ca. 90% der befragten Ehemaligen gegen den Abschlussbericht und seine nur als skandalös zu bezeichnenden Ergebnisse.

- In Folge kritisierte selbst Prof. Dr. Schruth, den Heimkindern als Rechtsberatung zugewiesener Berliner Professor, in dem Fachvortrag "Grenzen der Aufarbeitung zugefügten erzieherischen Unrechts – am Beispiel des Runden Tisches Heimerziehung": "Eine Grenze der Aufarbeitung hat sich auch in unterschiedlichen Bewertungen des Unrechts der damaligen Heimerziehung gezeigt. Ich hebe das hervor, weil ich meine, der möglichen umfassenderen Unrechtsbeschreibung wurde mit geheimem Blick auf die Rechtsfolgen, auf die erheblichen Kosten nicht gefolgt. Das kann dann aber nur zu aus meiner Sicht ungenügenden und vermeidbar ungerechten Lösungen führen" (S. 9) und "Warum wird offensichtlich im angloamerikanischen Raum ohne gesellschaftliche Bedenken materielle Entschädigungen in beachtlicher Höhe für alle Opfer ähnlichen staatlichen Unrechts pauschal gezahlt, aber nicht in der BRD? Eine Erklärung bietet der Abschlussbericht des RTH an, der in den Lösungsvorschlägen die direkte Geldzahlung ausdrücklich lediglich bei den entgangenen Sozialversicherungsbeiträgen erzwungener Arbeit in der Zeit der Heimunterbringung vorsieht [...]" S. 12 Gesamttext des Vortrages von Prof. Dr. Schruth: [ QUELLE ANGEGEBEN IM ORIGINAL - einfach danach googeln ]

Der evangelische Pfarrer im Ruhestand, Dierk Schäfer, nennt die Preisverleihung obszön. Und führt dazu aus, dass sich heutige Kirchenbehörden mit dem Widerstand gegen die Nazis brüsten und einen Ehrenberg-Preis verleihen und gleichzeitig das Angedenken des Namensgebers, Hans Ehrenberg, schänden, indem sie den Preis einer willfährigen Theologin verleihen.

Wir vom Verein ehemaliger Heimkinder e.V. finden diese Preisverleihung ebenso obszön wie skandalös. Frau Vollmer hat nichts dazu getan, ehemalige Heimkinder zu versöhnen oder auch nur in Konsens zu bringen.

Frau Vollmer hat es - entgegen ihrem eigenen Anspruch und dem der Preisverleiher - verstanden, die Überlebenden der bundesdeutschen Kinderheimhöllen und deren VertreterInnen am RTH

- zu verhöhnen,
- zu retraumatisieren,
- von jedweder Gerechtigkeit fern zu halten,
- der Lächerlichkeit und Kritik preiszugeben,
- äußerstem Druck auszusetzen.

Und wird nun - dafür? - mit dem mit 5.000 Euro dotierten Hans-Ehrenberg-Preis bedacht. Man bedenke: 5.000 Euro sind weit mehr als - nach dem Willen von Frau Vollmer - ein ehemaliges Heimkind jemals erhalten wird für jahrelange Pein, für physische und psychische Folter, für sexuelle Gewalt, Jahre der Zwangsarbeit, für eine gestohlene Kindheit und Jugend und eine vorenthaltene Schul- und Berufsausbildung.

Wir bitten Sie, unsere Argumente zu berücksichtigen und Ihre Entscheidung zu überdenken. Diese Entscheidung, die wir nur als Hohn bezeichnen können!

Mit freundlichem Gruß
für den Vorstand
Heidi Dettinger
Schriftführerin

03.11.2011
11:40
PROTESTE gegen die Preisverleihung an Antje Vollmer kommen von allen Seiten.
von MartinMitchell | #10

Helmut Jacob, eine behinderte Person, die damals im Kinderheim war, und dort schwer misshandelt wurde liefert die Gründe für den PROTEST bezüglich der Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises am 22. November 2011 an Frau Antje Vollmer, in seinem Blog dem „Helmut Jacob Blog“ - mit Datum 03.11.2011

unter der Überschrift

»Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises an Antje Vollmer - Ich protestiere«

Anhand dieses detailierten Berichtes kann sich jeder genau informieren - oder einfach wieder die Augen verschließen und so tun als ob nichts gewesen wäre.

Der PROTEST des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ - „VEH eV.“ - kommt heute auch noch und auch darin wird KLARTEXT gesprochen.

03.11.2011
08:17
Schwierige Aufgabe - kein Vergleich
von isthierwasgeschehen | #9

Obszön sind die Täter!
Die Täter kehren gerne unter den Teppich.
Die Gesellschaft guckt gerne weg.
Dies ist KEIN VERGLEICH mit den wirklichen Opfern.
Aber sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen erfordert viel Kraft, Zeit und viele schlaflose Nächte. Das bleibt nicht in den Kleidern stecken.
Und wer will das schon machen?
Wird der Preis dotiert, gehe ich davon aus, daß Frau Vollmer das Geld selbstverständlich dem Fond zur Verfügung stellt.

02.11.2011
23:59
Auszeichnung von Antje Vollmer mit Hans-Ehrenberg-Preis obszön!
von MartinMitchell | #8

Einem Australier – dem Australier Martin MITCHELL ehemaliges deutsches Heimkind; Jg. 1946 – dessen tägliche Sprache seit ca 1966 Englisch ist, kann es schon mal passieren ein deutsches Wort zu missbuchstabieren.

»OBSZÖN« wird nartürlich in Deutsch so buchstabiert: »OBSZÖN«

Dementsprechend sollte die Überschrift und der Untertitel zum Beitrag Nr. 6 vom Mi. 02.1.2011um 01:41 Uhr natürlich wie folgt lauten:

Auszeichnung von Antje Vollmer mit Hans-Ehrenberg-Preis obszön !

Die ganze diesbetreffende Veranstaltung ist obszön !

Zu der Aufregung über die Kritik der Preisverleihung an Antje Vollmer seitens der Protestierenden, von »Jacusse« in Beitrag Nr. 7 vom Mi. 02.11.2011 , sei momentan nur so viel gesagt:

Antje Vollmer und ihre angesprochenen Handlungen, Handlungsweisen und Verfehlungen sind weitgehend bekannt und ausreichend BEWIESEN wenn man seine Augen zu diesen nicht einfach verschließt !!!

Mehr ZU ALLE DEM in den nächsten paar Tagen.

02.11.2011
10:53
Antje Vollmer
von Jaccuse | #7

Obszön ist es über einen Menschen zu urteilen, den man nicht einmal kennt und nur weil er künstlich hochgeschraubte Erwartungen nicht erfüllt hat, ihn als Feindbild der sogenannten „Heimkinder“ aufzubauen.
Eine Vorsitzende ist nicht das Gremium, und niemand weiß, wie dieser RT ausgegangen wäre, wenn ein amtierendes Mitglied der Bundesregierung den Vorsitz gehabt hätte. Ich weiß es nicht und die Kritiker ebenso wenig.
Und an die, die die Preisverleihung kritisieren: was haben Sie für uns Betroffene vollbracht, außer permanentes und sinnfreies Fordern und nörgeln?
Schreien kann jeder – nur singen können die wenigsten.

1 Antwort
Interessiert mich einen Dreck
von Morpheus6666 | #7-1

,was die Vertreter der Kinderschänder ernst nehmen und was nicht.
Ich für meinen Teil nehme die Menschenrechte ernst, die hier vom Staat, der Kirche und
einigen Mitläufern systematisch verletzt wurden.

Das wird aber demnächst in Straßburg und, oder in Den Haag entschieden.

Ansonsten wünsche ich Ihnen gute Besserung !!!

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6036220/create

Umfrage
Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Fliegerbombe entschärft
Bildgalerie
Explosionsgefahr
Kemnade in Flammen
Bildgalerie
Volksfest
Festival der Kulturen
Bildgalerie
Ruhr International
Festumzug in Linden
Bildgalerie
Schützen
Aus dem Ressort
Sechster Brand im Wohnhaus in Bochum-Hamme
Feuerwehr
Zum sechsten Mal in knapp drei Wochen hat es in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Hamme gebrannt. Am Dienstagmorgen stand ein Mülleimer in Flammen. Niemand wurde verletzt.
Rainer Einenkel dankt „Herbie“ für Solidarität
Opel
In einem persönlich gehaltenen Brief dankt der Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werkes, Rainer Einenkel, Herbert Grönemeyer für seine Solidarität mit den Beschäftigten des Autobauers. Einenkel wörtlich: