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Am Montag Evakuierungen in Bochum wegen Bombenentschärfung

22.03.2013 | 15:27 Uhr
Am Montag Evakuierungen in Bochum wegen Bombenentschärfung
Die nächste Bombenentschärfung steht an - diesesmal in Bochum-Höntrop. 1200 Menschen müssen ihre Häuser verlassen.Foto: Stephan Glagla

Bochum  Im Stadtteil Höntrop müssen ab Montag, 9 Uhr mehrere Straßenzüge wegen einer Bombenenschärfung geräumt werden. Rund um den Fundort gilt ein Sicherheitsbereich von 300 Meter. Die Entschärfung ist für 11 Uhr geplant.

Wegen einer Bombenentschärfung in Bochum-Höntrop müssen in den dem Stadtteil am Montagvormittag zahlreiche Wohnungen evakuiert werden. Hibntergrund: Der Kampfmittelräumdienst hat bei Luftbildauswertungen drei Fliegerbomben (zwei britische 5-Zentnerbomben und eine amerikanische 10-Zentnerbombe, alle mit Aufschlagzündern versehen) auf einem Feld südlich der Harenburg-Straße gefunden. Die Entschärfung der drei Bomben ist für Montagvormittag (25.03.2013) 11 Uhr geplant.

Aus Sicherheitsgründen haben die Behörden einen 300-Meter Evakuierungsradius angeordnet. 1200 Menschen sind betroffen. Start der Aktion ist um 9 Uhr - wann Entwarnung gegeben werden kann steht noch nicht fest. 

Folgende Straßen und Hausnummern werden für den Zeitraum der Bombenentschärfung zeitweise geräumt:

  • Emilstraße 42 - 48 
  • Honeickenstraße komplett 
  • Harenburg 13 - 43 und 10 - 48a 
  • Friehoffstraße komplett 
  • Verdistraße komplett 
  • Wattenscheider Hellweg 13 - 39 sowie 45a und 45b
  • Am Ahbach komplett
  • Dellenburg komplett
  • Bitterskamp 70
  • Brucknerstraße komplett
  • Telemannstraße komplett
  • Röntgenstr. komplett

Die Anwohner der oben genannten Straßen werden gebeten, ab 9 Uhr ihre Gebäude zu verlassen. Am Gerätehaus der Löscheinheit Höntrop an der Höntroper Straße, direkt neben der Realschule Höntrop wird eine Betreuungsstelle eingerichtet. Für Menschen, die selbst keine Möglichkeit haben, dorthin zu gelangen, wird ab 09:15 Uhr in der Straße „Harenburg“, in Höhe der Brucknerstraße ein Shuttelbus der Bogestra eingerichtet. Gehunfähige und kranke Personen, die beim Verlassen der Wohnung Hilfe benötigen, können sich noch bis Sonntag zwischen 08:00 und 22:00 Uhr unter 0234 / 9254-938 melden.

Zudem werden die betroffenen Anwohner gebeten, folgende Verhaltensregeln zu beachten:

- Alle Fahrzeuge (Autos, Transporter, Motrorräder) sollten von den Straßen des Gefahrenbereiches weggeschafft werden

- In den evakuierten Wohnungen müssen alle Gasöfen, Heiz- und Kochgeräte abgestellt werden, offenes Feuer (Kerzen etc) gelöscht werden.

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Bombenfund in Mülheim-Dümpten

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst musste kurzfristig eine 250 Kilo schwere Weltkriegsbombe in Mülheim-Dümpten unschädlich machen: Der Gefahrenbereich wurde von 15 bis 18 Uhr evakuiert, 4450 Anwohner waren betroffen. Sprengmeister Giesecke benötigte 23 Minuten, um den Blindgänger zu entschärfen.

- Wer Medikamente benötigt, sollte einen ausreichenden Vorrat mitnehmen für die Evakuierung.

- Nachbarn mögen bitte hör- und sehbehinderte Menschen oder ausländische Bürger, die wegen mangelnder deutscher Sprachkenntnisse für Erläuterungen dankbar sind, über die Evakuierung informieren.

- Fenster sind zu schließen.

- Der Gefahrenbereich soll ab 9 Uhr nicht mehr betreten oder befahren werden.

Im Bereiche zwischen 300 und 500 Meter um den Fundort können die Bewohner zwar in ihren Gebäuden bleiben, sollen sich aber „luftschutzmäßig“ verhalten. Das bedeutet, sich im Gebäude bei geschlossenen Fenstern in einem vom Fundort abgewanden Raum abseits der Fenstern aufhalten.

Betroffen sind hier folgende Straßen:

  • Beethovenweg 1 – 23 und 2 – 50
  • Schubertweg 1 – 3 und 2 – 6
  • Lohackerstr. 108 – 130
  • Wattenscheider Hellweg 1 – 11 und 41 – 67 sowie 66 – 74
  • Essenerstr. 4
  • Vivaldistr. komplett
  • Harenburg 2 – 8 und 1 – 11
  • Krengelstr. komplett
  • Bitterskamp komplett außer Hausnummer 70 (diese liegt im Evakuierungsradius)
  • Emilstr. 2 – 40 und 1 – 159
  • Am Stenshof 1 – 31 und 2 – 20

Neben den oben genannten Straßen werden auch der Wattenscheider Hellweg sowie die Bahnlinien der DB AG für den Zeitraum der Entschärfung gesperrt werden müssen. Dies kann zu Verkehrsbehinderungen führen.



Kommentare
23.03.2013
13:37
Am Montag Evakuierungen in Bochum wegen Bombenentschärfung
von DrStevie | #5

Nein, man kann nicht im Gefahrenbereich in seiner Wohnung verbleiben. Man hat die Wahl: Entweder man geht freiwillig, oder man geht nicht freiwillig.

23.03.2013
11:11
Am Montag Evakuierungen in Bochum wegen Bombenentschärfung
von Arnim33 | #4

an Volker aus Gladbeck-Zweckel: Wie blöd muss man sein, um sich einer bekannten Gefahr vorsätzlich auszusetzen? Gehen oder fahren Sie bei Rot über Ampeln, schneiden Sie vor Fahrtantritt Ihre eigene Bremsleitung durch oder wie verschaffen Sie sich den Kick, der Ihnen offenbar fehlt?

23.03.2013
11:00
Am Montag Evakuierungen in Bochum wegen Bombenentschärfung
von VolkherausGladbeckZweckel | #3

Habe nur eine kleine Frage dazu :
Ist es Pflicht seine Wohnung zu verlassen oder kann man unter eigener Verantwortung in seiner Wohnung bleiben ?
Es ist ja mein Risiko dann.

1 Antwort
Am Montag Evakuierungen in Bochum wegen Bombenentschärfung
von Waposer | #3-1

So eine bescheuerte Frage hab ich ja selten gelesen.

23.03.2013
09:44
Am Montag Evakuierungen in Bochum wegen Bombenentschärfung
von buntspecht2 | #2

Wie soll man ausländische Mitbürger benachrichtigen die kein deutsch können ?

22.03.2013
23:49
Am Montag Evakuierungen in Bochum wegen Bombenentschärfung
von Booster | #1

Da frage ich mich doch ob bei einer 10 Zentner Bombe der Radius von 300 m reicht! In Bochum wurde in der Innenstadt vor zwei oder drei Jahren ein Radius von 1000 m genommen. Wer bitte gibt so einen Radius vor und wer haftet bei einer misslungenen Entschärfung für Schäden an Menschen oder Gebäuden? Und wenn dort drei Bomben liegen, können die anderen dann nicht mit hoch gehen wenn die erste Bombe hoch gehen sollte? Dadurch wäre die Sprengkraft ja noch höher! Also als Anwohner mache ich mir da schon meine Gedanken. Ich werde gehen und mich weit weg aufhalten. Aber meine Nachbarn haben nur ein Schreiben bekommen das sie nur auffordert sich in einem der Bomben abgewandten Raum auf zu halten. Will man uns damit wirklich in Sicherheit wiegen? Ich hoffe es geht alles gut und es wird nicht die Böse Überraschung!

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