Am Ende gab es teure Wünsche
07.02.2013 | 06:04 Uhr 2013-02-07T06:04:00+0100
Bochum. Der Bau des Neuen Gymnasiums Bochum war offensichtlich doch teurer als 32 Millionen Euro. Sonderwünsche hätten die Kosten am Ende nach oben getrieben, kritisierten Politiker am Mittwoch im Hauptausschuss.
Beim Neuen Gymnasium Bochum (NGB) ist der Stadt ganz offensichtlich nicht wie bislang gebetsmühlenartig behauptet eine Punktlandung bei den Kosten geglückt. Der Bau der Schule soll beinahe zehn Prozent mehr als die geplanten 32 Millionen Euro gekostet haben.
EGR vergab noch Aufträge
Wie sich am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss herausstellte, vergab die Entwicklungsgesellschaft Ruhr (EGR) auf den letzten Metern des Projekts noch Aufträge, die zuvor nicht mit der Politik abgesprochen waren. Nach WAZ-Informationen wurden zum Beispiel höherwertige Tafeln bestellt und teurere Fenster eingebaut, die trotz Klimaanlage zu öffnen sind. Die Kosten stiegen auch, weil der Eröffnungstermin am 22. Oktober unbedingt gehalten und nicht noch einmal verschoben werden sollte.
Roland Mitschke (CDU) kritisierte die nachträglich beschlossenen höheren Standards ebenso wie Wolfgang Cordes (Grüne). Beiden ging es dabei gar nicht so sehr um die höheren Kosten, sondern um die Eigenmächtigkeit der EGR beziehungsweise der Stadtverwaltung, die an der Politik vorbei Fakten schafften.
Antrag der CDU
Anlass für die Diskussion war im Übrigen nicht ein Bericht über das NGB, sondern ein Antrag der CDU, die ein externes Controlling für nahezu alle Bauvorhaben der Stadt und ihrer Töchter forderte. Mit großer Mehrheit wurde dieser aber abgelehnt. Ein solches Controlling sei im Hause Standard, sagte Peter Reinirkens (SPD). Allensfalls „für einzelne herausragende Projekte“ könne sich die SPD so etwas vorstellen.
Wie berichtet, galt das NGB gerade mit Blick auf den Bau des umstrittenen Musikzentrums immer als Musterbeispiel für öffentliche Projekte, die mit ihrem Budget auskommen. Dass nun am Ende Sonderwünsche den Bau des Neuen Gymnasiums Bochum teurer machten, ist eine Steilvorlage für die Kritiker des geplanten Musikzentrums, die fast 15.000 Unterschriften gegen den Bau gesammelt hatten und fürchten, dass die Kosten des Projekts aus dem Ruder laufen.

22:53
So weit kommt es immer wenn man Politiker statt Fachleute in solche Posten setzt. Egal, wat kost die Welt, wir müßen es nicht löhnen, haben uns aber ein feines Denkmal gesetzt. Das hört erst auf, wenn diese Laiendarsteller persönlich haftbar gemacht werden. Für all ihre im Suff entstandenen Ideen. Ausserdem sollte auch mal nachgesehen werden ob da nicht der eine oder andere ausführende Firmenchef mit den Planern freundschaftlich verkehrt. Bei dem einen oder anderen Bier. Oder in der Karibik.
14:13
32 Millionen für dieses hässliche Ding? Oh je...
13:44
wenn von den mehrkosten nur 2-3 % als fakelaki verteilt wurden hat es sich doch schon gelohnt. oder warum wurden solche aufträge freihändig vegeben???
otti muss mal die quittung für ihre depperte verwaltungsarbeit bekommen. weg mit dem roten filz!!!
08:10
#5.1 Liebes Doktorchen, ich zitiere mal Ihren Beitrag :
10% Mehrkosten bei einem solchen Bau sind normal und zwar unabhängig davon, ob es sich um ein öffentliches oder privates Bauvorhaben handelt.
Wer baut denn privat einen Bahnhof ?
Also dann mal ab zum echten Doktor :-))
07:55
Was will man denn erwarten? Es musste doch auch schnell gehen, koste es was es wolle. Ex-AL Wicking wollte doch in den Ruhestand und sein Baby musste doch fertig werden bevor er gehen kann. Und als ob sein Parteikollege Reinirkens und Meister Towns End nichts davon wusste, klaro, und die Erde ist eine Scheibe.
Mich ekelt dieser unfähige rote Filz hier in Bochum mittlerweile so dermaßen an.....
19:16
... seinen Namen anders schreiben: Towns End würde besser passen. Armes Bochum!
19:12
... die Wahrheit möchte doch keiner hören. Wartet erst einmal die Fidelbude, die 310 und das Parkhaus an der Jahrhunderthalle ab, um nur ein paar Projekte zu nennen.
Jetzt müssen allerdings dringend Schwimmbäder, Stadtbüchereien und weitere Schulen geschlossen werden.
Dankeschön!
18:05
Die gebetsmühlenartig von Townsend behauptete Punktlandung bei den Kosten ist das Problem. Er hat schlicht erneut die Bürger getäuscht.
Die Fenster wurden ja z.B. nicht erst gestern bestellt, sondern schon vor mind. vor 1-2 Jahren. Da muss man bereits gewusst haben, dass das neue Gymnasium teurer wird und hat trotzdem das Gegenteil behauptet.
Das die Teuerung erst jetzt raus kommt, hat System. Wäre auch ungünstig gekommen, wenn sie schon während der Diskussion ums "Musikzentrum" öffentlich geworden wäre.
Schade nur, dass sich der Rat mal wieder hat von Townsend an der Leine durch die Manege hat führen lassen. Peinlich!
Die wissen alle bescheid!
13:34
Wenn es sich beim neuen Gymnasium nicht um ein herausragendes Projekt handelt,
was sind denn dann herausragende Projekte ?
Und liebes Doppeldoktorchen, die Inflation wird normalerweise bei solchen Projekten
schon eingerechnet. Und Kostensteigerungen von 10 Prozent sind bei privaten Hausbauern sind auch nicht so locker mit einer leichten Entschuldigung zu stemmen.
Ihre Verniedlichungsformen können Sie sich an den Hut stecken. Hier ist auch nicht von Häuslebauern die Rede, sondern von Großprojekten in Millionenhöhe und dort sind 10 % Preissteigerung normal und keineswegs eine Ausnahme.
normal aber nur deshalb, weil vorher alles nach unten gerechnet wurde. Aber toll, wenn wir schon so weit sind, dass bei Millionenprojekten es normal ist, dass die eine hohe Kostensteigerung haben.
11:31
nicht nur die fidelbude steht ins haus sondern auch die strecke 310 in langendreer.
nach der wundersamen fast verdoppelung des preises kann man da noch einige preissprünge nach oben erwarten. neue geologische gegebenheiten tauchen auf wundersame weise auf-klar die erde verändert sich-siehe parkhaus jahrhunderthalle.
dafür verzichten dann unsere schüler gerne auf ihre ungeliebten klassenfahrten.
ne runde 310 zur fidelbude ist auch viel entspannter.