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Alt schult Jung

08.03.2016 | 18:05 Uhr
Alt schult Jung
Junior(en) und Senior auf Erkundungstour im Wald.Foto: Wolfgang Bellwinkel

Bochum.   Das Projekt „Dreizeit“ sucht Senioren und Zweitklässer, die gemeinsam Lust haben die Welt zu erforschen sowie voneinander zu lernen.

Ein Tandem ist ein Gespann, das nur durch Zusammenarbeit funktioniert. Diesen Gedanken macht sich das Projekt „Dreizeit – miteinander entdecken, voneinander lernen“ zu Nutzen, um Jung und Alt näher zu bringen. Das Ziel von „Dreizeit“ (Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW): Brücken bauen zwischen den Generationen.

Das Rezept hierfür: ein Senior (55+) und zwei Junioren (Zweitklässler zwischen sieben und acht Jahren). Zusammen bilden sie eben dieses Tandem, welches den Alltag im Mikrokosmos der Stadt gemeinsam erforschen und entdecken kann. Dazu haben die Initiatoren die Themenfelder „Wald“, „Landwirtschaft“, „Ernährung“ und „Handwerk“ erdacht, in denen die Senioren ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die jungen Menschen weitergeben können.

Diese „Erlebnisräume“ werden durch lokale Partner bereitgestellt. Folgende Ziele werden es in Bochum sein:

> T hemenfeld Wald: „Querwaldein“ u.a. am Tippelsberg

> T hemenfeld Landwirtschaft: Trantenrother Hof in Witten

> T hemenfeld Ernährnung: „Haus der Begegnung“ Innenstadt

> T hemenfeld Handwerk: „Akademie des Handwerks“ in Weitmar

Vorteile für Senioren und Junioren

„Das Leben der Kinder ist heutzutage sehr verschult, sodass sie kaum noch Zeit und Freiräume haben draußen zu spielen. Freizeit spielt sich größtenteils nur im digitalen Raum ab“, sagt Benedikt Stumpf, Programmkoordinator „Dreizeit“. „Wir wollen, dass sie wieder in die Natur kommen und ihre Stadt aus einer anderen Perspektive kennenlernen.“ Die Horizonterweiterung soll insbesondere Kinder aus förderungsbedürftigen Stadtteilen ansprechen. Die Senioren sollen diese Kinder buchstäblich an die Hand nehmen und ihnen zeigen, dass es mehr gibt als nur den Radius in denen sie sich aktuell bewegen.

Der Austausch bietet jedoch nicht nur Vorteile für die Junioren, sondern auch für die Senioren. In Zeiten, in denen der demographische Wandel nicht nur für immer weniger Kinder sorgt, sondern diese auch geographisch von ihren Großeltern trennt, kann der Austausch der Generationen sowohl die geistige als auch körperliche Fitness der Mentoren fördern. Um auch diese Effekte genauer zu erforschen, begleitet die Ruhr-Universität Bochum das Programm.

30 Senioren können an dem ein Jahr lang dauernden Projekt teilnehmen und somit insgesamt 60 Kindern eine neue Welt zeigen – eine gemeinsame.

Cristo Kambouris

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http://www.derwesten.de/staedte/bochum/alt-schult-jung-id11634208.html
2016-03-08 18:05
Bochum, Projekt „Dreizeit“, Schüler, Senioren, Rentner, Erforschen
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