Alice-Salomon-Berufskolleg hat Einstellungsbedarf

Auch Werner Schiller, seit einem Jahr kommissarischer Leiter des Alice-Salomon-Berufskollegs, muss bei der Besetzung von Stellen immer wieder Kompromisse machen. „In den letzten Jahren ist es uns aber gelungen“, sagt er, „alle ausgeschriebenen Stellen zu besetzen. Je nach ausgeschriebener Fächerkombination war die Anzahl der Bewerber sehr unterschiedlich.“ Für das Fach Ernährung und Hauswirtschaft hat das Kolleg die letzten Stellen durch Seiteneinsteigerinnen besetzen können. Schiller: „Diplomierte Öcothrophologinnen haben sich einer Zusatzausbildung unterzogen, um anschließend als vollwertige Lehrerinnen eingesetzt zu werden. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht.“ Im Fach Mathematik habe das Kolleg von der Umstellung auf G8 am Gymnasium profitieren. „Wir haben Lehrerinnen einstellen können, die ihre Ausbildung am Gymnasium absolviert haben und in normalen Zeiten eher nicht daran gedacht hätten, eine Stelle am Berufskolleg anzunehmen.“ Für das Fach Gesundheitswissenschaften sei das Angebot an ausgebildeten Lehrern sehr gering. Bildungsgänge im Bereich Gesundheit seien aber bei den Schülerinnen und Schülern sehr populär. Zudem werde das Kolleg spätestens im übernächsten Schuljahr den Bildungsgang „berufliches Gymnasium Gesundheit“ anbieten. Schiller: „Langfristig besteht für die Schule damit Einstellungsbedarf.“

Keine Probleme haben die zugewiesenen Stellen zu besetzen hat laut Schulleiterin Maria Anna Reen, das Klaus-Steilmann-Berufskolleg. „Aber es gibt Besetzungsprobleme bei den Fächern Mathematik oder Wirtschaftsinformatik. Das können wir aber in Mathematik durch einjährige Zertifikatskurse lösen.“