Aktion - Absurdes soll im Park verwirren

Die Stadtverwalter im Rechener Park: (v.l.) Veronika Zoller, Miriam Peter, Peter Kaufung, Nicola Henning, Carsten Hensing, Giampiero Piria.
Die Stadtverwalter im Rechener Park: (v.l.) Veronika Zoller, Miriam Peter, Peter Kaufung, Nicola Henning, Carsten Hensing, Giampiero Piria.

Bochum.. Sie sind wieder da: Die Protagonisten von „Stadtverwalter“, dem Verein für Zwischennutzungskultur, haben eine neue Aktion in Vorbereitung. Sie heißt „Verkehrte Wald“ und soll den Rechener Park im Ehrenfeld verwandeln in einen Kunstort voller Überraschungen und optischen Täuschungen.

Erstmals in Erscheinung traten die Künstler bei der Zwischennutzung der Brachfläche am Citytor Süd durch das T.A.I.B.-Projekt 2010.

Dann machten sie den Fußgängertunnel an der Hermannshöhe ein Wochenende lang zu einer Wohnung, in der Maler, Bildhauer, Objekt-und Performancekünstler ihren Beitrag für Küche und Schlafzimmer leisteten. Dazu waren die Graffiti an den Wänden übermalt worden (was nicht allen Sprayern passte).

Der Tunnel wurde dabei in Abschnitte unterteilt, die jeder Teilnehmer individuell gestalten konnte. Das führte zu so witzigen Ideen wie ein Bett im Heu, ein Garten im Tunnel und illusionistische Gemälde wie Fensterausblicke.

„Mit unseren Aktionen wollen wir leerstehende Gebäude und Flächen im öffentlichen Raum künstlerisch und kulturell zwischen- und umnutzen“, so das Credo des Vereins.

Große Fläche

So werden jetzt für die Südpark-Aktion am „Tag der Architektur“, 23./24. Juni, Künstler, Musiker, Schauspieler und Literaten gesucht mit ihren Projekten. „Kreativität und Ideenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt“, so die Geografin Nicola Henning. Schon jetzt liegen Bewerbungen vor, nicht nur von Künstlern, die beim Tunnelprojekt dabei waren. „Anders als damals können wir im Park eine viel größere Fläche nutzen. Das wird eine Herausforderung. Mal sehen, wie viele teilnehmen.“

Einzige Maßgabe: Die Beiträge sollen künstlerisch mit dem Park, seiner Funktion, Form und Ästhetik spielen. „Sie sollen inhaltlich verwirren, erstaunen, verfremden. An diesem Wochenende wird man den Wald betreten und auf alle möglichen Abnormitäten stoßen und verhaltensauffälligen Personen in absurden Situationen begegnen“, so die Akteure.

Die Aktion im Rechener Park soll am Samstag, 23. Juni, um 14 Uhr beginnen und tags darauf um 16 Uhr enden. Projektvorschläge können bis zum 29. Februar geschickt werden an info@stadtverwalter.org. Über die Teilnahme der eingegangenen Ideen will der Verein nach inhaltlichen Kriterien dann im März entscheiden.