Ärzte demonstrierten in Bochum
20.03.2009 | 06:36 Uhr 2009-03-20T06:36:00+0100
Bochum. Über 1.100 Ärzte der Deutschen Rentenversicherung haben aus Protest gegen ausbleibende Tarifverhandlungen ihre Arbeit in Reha-Kliniken niedergelegt. 300 Mediziner kamen zur zentralen Streikdemonstration nach Bochum.
Nicht nur viele Kranke ärgern sich über das Gesundheitssystem, auch die Ärzte sind sauer. Besonders die Angestellten der Rentenversicherungesträger fühlen sich wie Ärzte zweiter Klasse. Deswegen hat der Marburger Bund, die größte Ärztegewerkschaft Europas, seit Anfang der Woche zum Vollstreik aufgerufen. Von den insgesamt 2000 Angestellten streiken seitdem 1100. Von denen wiederum nutzten ungefähr 300 das schöne Wetter am Donnerstag und demonstrierten in Bochum vor dem Hauptsitz der Deutschen Rentenversicherung/Knappschaft Bahn-See (DRV/KBS) in Bochum.
Keine einheitliche Tarifabsicherung
Die DRV-Angestellten sind unter den deutschen Ärzten zwar eine kleine Gruppe – zum Vergleich gibt es bundesweit ungefähr 22 000 Universitätsärzte und 55 000 Ärzte in Kommunalkrankenhäusern – aber sie besetzten Schlüsselpositionen des Gesundheitssystem einer alternden Gesellschaft. Jährlich bearbeiten sie rund 1,5 Millionen Anträge auf medizinische Rehabilitation und versorgen zirka 900 000 Patienten. Im Gegensatz zu den anderen Ärzten haben sie keine einheitliche Tarifabsicherung und deswegen deutlich schlechtere Arbeits- und Einkommensbedingungen. Seit drei Jahren fordert der Marburger Bund arztspezifische Tarifverträge, doch die Tarifgemeinschaft der Deutschen Rentenversicherungen weigert sich bisher überhaupt zu verhandeln. „Das ist etwas ironisch, da der Hauptblockierer ein Ex-Gewerkschafter von uns ist”, erklärte Dr. Andreas Botzlar, stellvertretender Vorsitzender des Marburger Bundes. „Er ist immer noch sauer, dass wir nicht mit Verdi fusioniert sind”, ergänzte er.
Die Teilnehmer der Demonstration waren sich, vielleicht ob des freundlichen Wetters einig, dass der Signalfaktor der Aktion in Bochum groß sei. „Heute Bochum, morgen Berlin”, meinte Winfried Pfennings aus Bad Driburg. Die Ärzte in seiner Klinik halten sich scheinbar für sehr benachteiligt, denn immerhin waren sie zu sechst angereist. Silke Volk aus Siegen war sogar mit ihrem Hund Wuatka angereist. Dieser fühlte sich aber bei dem Hupkonzert und den Parolen sichtlich unwohl. Josef Rickers aus Hamm betonte, dass es nicht nur ums Geld gehe: „Wir fordern vor allem Gerechtigkeit und eine gewisse Einheitlichkeit”.

14:50
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14:49
@ Vielleicht sollten man den Bericht erst LESEN und dann kommentieren!!! Die Demonstranten sind angestellte Ärzte und keine Freiberufler!
Dann sollten diese Ärzte genau gegen diese Kollegen demonstrieren, gegen die unverschämten Niedergelassenen. Die Ärzte graben sich selbst gegenseitig das Wasser ab.
Außerdem habe ich den Artikel tatsächich nicht gelesen, weil man diese Gejammere nicht mehr hören und lesenkann und es sowieso immer dieselben Halbwahrheiten sind, die die Ärzte verbreiten. Plasberg mit Dr. Theilmeier und dem Dicken vom Ärztebund vorgestern hat mir auch erstmal wieder für ein paar Tage gereicht.
Immer nur Kohle und ich will therapieren (=abrechnen) wie es mir passt zu fordern ist doch ein wenig bräsig und gegen den Zeitgeist.
13:53
Vielleicht sollten man den Bericht erst LESEN und dann kommentieren!!! Die Demonstranten sind angestellte Ärzte und keine Freiberufler!
11:10
Vielleicht muss ich deshalb jetzt zwei Monate auf einen extrem wichtigen Facharzttermin warten. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis keinen einzigen Arzt, der nicht genau von diesen pharmagesponsorten Geschenken profitiert, und ich habe das Gejammer trotz relativen`Luxus` so satt.
08:46
Zum Einkommen: Vergessen Sie auch nicht die ganzen Leistungen, die Sie von der Pharmaindustrie zugesteckt bekommen, zum Beispiel für Ihre Studien. Oder mal eine Bildungsreise mit Bayer oder Ratiopharm, Herr Doktor? Mit Ehefrau, ja klar. Im Sauerland, ach was, auf den Malediven! Die Ärzte können sich ja keinen Urlaub mehr leisten, da ist das doch nur gerecht. Ein Skandal.
Aber wie wär´s denn mal mit einer Positivliste? Nee, die wird abgekauft von der Pharmaindustrie. An diesem unerhörten Vorgang, der an Korruption erinnert, da kann man mal die Dimensionen erahnen.
Und die Ärzte, die Patienten nur gegen Bargeld behandeln, gehören vorbestraft. EIN SKANDAL! Gibt es eine Berufsgruppe, die verachtenswerter daherkommt, als die der Ärzte? Schämt Euch, den Patienten als Geisel zu nehmen.
Sorry, aber Euch Ärzten ist nichts heilig. Man kann Euch in Diskussionen nicht mehr ernst nehmen. Also, für einen der sich ein bißchen auskennt, erscheint der Auftritt von Dr. Theilmeier lächerlich. Einfach nur lächerlich. Wo ist da der Sinn? Oder suche ich den vergeblich? Haben Sie alle eigentlich keine Kinder?
Aber das alles hat Euch Ärzte ja noch nie groß gestört ... von daher: Weitermachen.
19:57
Widerlich diese Ärztedemonstrationen.
Sie haben dieses System selbst gewollt. Schicklt eure Verbandsfürsten in die Wüste!