Acht Frauen denken über die Liebe und das Alter nach

Was macht das Leben aus? Dieser Frage ging das „Theater 8 Frauen“ (benannt nach der französischen Krimikomödie) am Freitagabend im Thealozzi spielerisch nach. Neun Frauen fortgeschrittenen Alters präsentierten das revueartige Stück „It’s a girl“ in der Regie von Thos Renneberg. Die Texte rankten sich um die Liebe, den Anfang des Lebens, aber vor allem um das Alter.

Da saß eine Frau beim Friseur und klagte über ihre Falten: „Einen Mammutbaum müsste man aufschneiden, um das Alter zu benennen“, erklärte sie der Friseurin.

„Das müsste man nicht, wenn er einen Hals hätte. Wenn ich mit meinen Freundinnen zum Essen gehe, tragen wir alle Rollkragenpullover“, so die Dame voll bitterer Ironie. Eine Darstellerin dozierte über die Wechseljahre, in denen es „vom Babyboomer zum ‘Best Ager’“ gegangen sei. Auch Freches war zu hören: „Wir sind vital und sexy, unsere Leichen leben, ratatata“, hieß es in einem Monolog nach Lotti Huber. Andere Autoren, die sie zitierten, sind Ringelnatz oder Robert Gernhardt. Oft fehlte aber die Einfühlung in das Geschehen, die Darstellungen blieben plakativ.

Autobiographisches wurde eingeflochten, etwa Erlebnisse mit schlagenden Lehrern. Schön war eine Szene, in der zwei Embryos über ihre Erwartung an das Leben plauderten. So geriet auch der Schluss positiv: „Ich bin ein Schmetterling, ich werde dem Leben nicht erlauben, meine farbenprächtigen Flügel zu stutzen“, rezitierten sie den polnischen Autor Janusz Korczac.