500.000 Fans feiern bei „Bochum Total der Extreme“

Fröhlich, aber weitgehend friedlich und vernünftig feierten 500.000 Besucher bei Bochum Total (hier bei Susanne Blech). Allein am Freitag und Samstag zählten die Veranstalter jeweils 150.000 Fans in der Innenstadt.
Fröhlich, aber weitgehend friedlich und vernünftig feierten 500.000 Besucher bei Bochum Total (hier bei Susanne Blech). Allein am Freitag und Samstag zählten die Veranstalter jeweils 150.000 Fans in der Innenstadt.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
500.000 Fans feierten bei einem „Bochum Total der Extreme“, so die Veranstalter. Die erste Bilanz der Rettungsdienste ist erfreulich.

Bochum.. Entspannter Ausklang nach vier aufreibenden Tagen: Die Hitzeschlacht ist geschlagen, Opfer sind nicht zu beklagen. Zwar bleibt die 29. Auflage des Innenstadt-Festivals als „Bochum Total der Extreme“ (Marcus Gloria) in Erinnerung. Trotz Rekordtemperaturen, Sturm und Gewitter ziehen die Veranstalter und Rettungsdienste aber ein erstes erfreuliches Fazit: „Die Leute waren vernünftig. Es gibt keine erhöhten Einsatzzahlen.“

Bochum Total 2015 Rund 500 000 Besucher feierten laut Festivalsprecher Björn Büttner zwischen Donnerstag und Sonntag in der City. Das sind gut 100 000 weniger als im Vorjahr. „Angesichts der außergewöhnlichen Bedingungen ist das immer noch eine gigantische Zahl“, betont Büttner. Gern gibt er das Lob der Polizei an die Fans weiter: „Die allermeisten haben sich umsichtig und vernünftig verhalten.“ Feuerwehrsprecher Thomas Bendig macht auch den Veranstaltern ein Kompliment: „Gut, dass an den Bühnen kostenlos Wasser ausgegeben wurde.“ Dadurch sei verhindert worden, dass insbesondere Jugendliche bei der sengenden Hitze schlappmachen. Zahlen will die Feuerwehr erst heute nennen. „Sie halten sich aber im üblichen Rahmen“, verriet Bendig am Sonntag.

Auffällig: Wegen des Sauna-Klimas füllte sich das Bermuda-Dreieck an allen Tagen erst am frühen Abend. Dann jedoch ging die Post ab. Höhepunkt am Samstag: die „Kumpels in Concert“. Zechen-Chef Torsten Sickert hatte eigens eine formidable Kapelle zusammengestellt, die die Hits der Bands intonierte, die nach ihren Auftritten bei BO Total reich und berühmt wurden, u.a. Seeed, Revolverheld, Wir sind Helden oder die H-Blockx. Tausende meist ältere Rockfreunde feierten an der Ringbühne inmitten des Jugendkults eine Ü-30-Party, wie sie das Festival noch nicht erlebt hat. „Das“, schwärmte Endvierziger Georg, „hat Bochum Total gerade noch gefehlt!“ Zum 30-jährigen Bestehen 2016 soll(te) es mehr davon geben.

Das hat uns gerade noch gefehlt: Dieser, diesmal leidliche Ausruf erklang auch am Sonntagmittag. Die Wetterdienste und die Feuerwehr warnten vor einer neuen heftigen Gewitterfront, die am Nachmittag über Bochum hinwegdonnern könnte. Die Sicherheitskräfte wurden instruiert, die Alarmpläne studiert, das Programm „auf stand by gesetzt“ (Büttner). Bei Gefahr wären Bühnen geschlossen, das Festival sofort unter- oder abgebrochen worden. Doch diesmal hat die Rock-City Bochum Glück. Bis zum Abend blieb es bei einem dunklen Grollen. BO Total konnte u.a. mit dem Auftritt von Senkrechtstarter Joris planmäßig zu Ende gebracht werden. Nächstes Jahr geht’s weiter: vom 30. Juni bis 3. Juli.