3000 Besucher im Reggae-Rausch

Auf Jamaika genießt Gentleman als einer von wenigen ausländischen Reggae-Musikern höchste Anerkennung. Fans in ganz Europa huldigen dem charismatischen Sänger aus Köln. So auch am Samstagabend im Ruhrcongress.

Tilmann Otto gibt dem von Bob Marley geprägten Roots-Reggae seit über 15 Jahren ein deutsches Gesicht. Am Vorabend seines 40. Geburtstags waren es 3000 Besucher von 15 bis weit über 50, die Gentleman am Stadionring feierten. Auf seiner Unplugged-Tour lässt er sich von einer famosen 16-köpfigen Band begleiten. Sie legt den unwiderstehlichen Klangteppich aus, auf dem Gentleman seine große Kunst darbietet. Seine Bühnenpräsenz: überragend, ohne gekünstelt zu wirken. Seine rauchige Stimme: schmeichelnd, streichelnd, fordernd, schreiend, immer voller Gefühl und Leidenschaft. Seine Mission: ein steter Appell an Liebe, Gleichheit, Aufrichtigkeit und Widerstand gegen jedwede Unterdrückung. Ganz so, wie es die Väter der Rastafari-Bewegung vorexerziert haben.

Die Fans wiegen sich im pochenden Reggae-Rhythmus, winken, singen lauthals mit. „We can make it if we try, only if we try“, skandiert Gentleman mit den „Ruhrpott-People“. Versuch geglückt.
WAZ-Wertung:

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