24 Tagesstätten wegen Warnstreik geschlossen
16.12.2010 | 14:59 Uhr 2010-12-16T14:59:00+0100
Bochum/Dortmund.Beim nach eigenen Angaben größten Ausstand sind Donnerstag 3300 AWo-Beschäftigte in NRW auf die Straße gegangen. In Bochum und Herne blieben während des ganztätigen Warnstreiks 24 der insgesamt 27 Kitas geschlossen.
Bange machen gilt nicht – auch vom Tief „Petra“ ließen sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Arbeiterwohlfahrt (AWo) am Donnerstag nicht ins Bockshorn jagen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Beteiligung am Warnstreik“, sagte denn auch Verdi-Gewerkschaftssekretärin Agnes Westerheide.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits die Rückmeldungen erhalten, dass sogar 24 der insgesamt 27 vom Kindergartenwerk der AWo betriebenen Kitas in Bochum und Herne an diesem Tag geschlossen geblieben sind. Die Eltern seien rechtzeitig über den Streik informiert worden, so dass sie die Betreuung anders organisieren konnten.
Einige Eltern unterstützen Kampf für bessere Tarifbedingungen
„Einige Eltern unterstützen sogar solidarisch unseren Kampf für bessere Tarifbedingungen und nehmen mit ihren Kindern an der Demonstration und der anschließenden Kundgebung teil“, so Westerheide. Außer bei den Kitas kam es auch wieder zu Streiks bei den sieben AWo-Seniorenzentren sowie den Behindertenheimen. Dort wurde jedoch über Notdienste die Betreuung aufrecht erhalten.
Insgesamt 200 Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt versammelten sich an diesem Wintermorgen in der Verdi-Geschäftsstelle an der Universitätsstraße. Der Tag war nicht zufällig gewählt, denn am Freitag soll die 5. Verhandlungsrunde in diesem langwierigen Tarifkonflikt eröffnet werden.
Trotz des mittags einsetzenden Schneetreibens trafen sich rund 2900 Streikende auf dem Dortmunder Friedensplatz zur Abschlusskundgebung. Allerdings hatten sich wegen des angekündigten starken Schneefalls bereits einige Bezirke entschuldigen lassen und ihre Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt.
10:56
Es sind nicht die Gewerkschaftssekretäre, die die Erzieherinnen auf die Straße treiben, das entscheiden die schon selber. Getrieben werden die nur von ihren Arbeitsbedingungen und ihrer Entlohnung. Alles vollkommen legitime Gründe.
23:09
Ein dreifach Hoch auf alle Gewerkschaftssekretäre, der entfernte Bekannte zufällig der Lebenspartner. Sind SIe selber gar bei der Gewerkschaft angestellt. Wie kommt es bloß, dass diese Zunft so beliebt bei den Menschen ist. Wie kommt es bloß, dass ver.di immer weniger Mitglieder hat.
Die Überstunden feiert der entfernte Bekannte doch garantiert ab. Von der Sorte, Edel sei der Mensch, selbstlos und gut, kenne ich da niemanden
21:02
zu #3 : Na prima, das ist ja gelebte Solidarität. SIcher- jeder Cent Lohn der gefordert wird, wird von den Eltern der Kindergartenkinder gezahlt. Soweit so gut. Wer aber vernünftiges Personal möchte, sollte dieses auch entsprechend entlohnen. Diese doch wertvolle Dienstleistung sollte nicht mit Hungerlöhnen entlohnt werden. Wer sich herausnimmt, Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, sollte also auch bereit sein, dafür entsprechend zu zahlen. Oder betreuen Sie einfach ihre Kinder zu Hause.
Ich kann dieses gejammer auf Gewerkschaften nicht mehr hören. Wo wären wir denn alle ohne sie? - Kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld, 20 Tage Urlaub im Jahr. 45 Stunden/Woche. Prima aussichten. Ich bin froh, dass sich Gewerkschaftssekretäre den ***** für die Kolleginnen und Kollegen aufreissen und Solidarität organisieren. Ein entfernter Bekannter arbeitet bei einer Gewerkschaft und der arbeitet mehr als 56 Stunden die Woche. Bekommt aber nur 37 Stunden bezahlt.
19:46
Private Kindergärten, sind super, da bleiben die Sekretäre von ver.di nämlich vor der Tür stehen.
Jeder Cent mehr Lohn der hier gefordert , wird von den Eltern der Kindergartenkinder gezahlt. Man sollte diese Gewerkschaftsbonzen jagen, dass sie beim weg rennen die Schuhe verlieren. Lasst das Volk entscheiden, was man mit ver.di machen sollte.
17:53
#1 Aha..soweit so gut.Die Problematik liegt aber
letztendlich darin das anspruchsvolle Dienstleistungsberufe nicht auch dementsprechend bezahlt werden.Egal ob in Kitas,Krankenhäusern,Alten- u.Pflegeheimen.Die Beschäftigten leisten eine wertvolle Sozialarbeit für unsere Bevölkerung.Also wenn schon Kritik
dann bitte in Richtung der verantwortlichen Träger.
15:36
Die Eltern, die sich da angeblich solidarisch zeigen, zahlen aber wahrscheinlich nicht jeden Monat hunderte Euros für die Dienstleistung, deren Erhalt ihnen an Tagen wie heute versagt wird.