24-Jähriger soll Schwester (18) vergewaltigt haben
14.04.2010 | 14:28 Uhr 2010-04-14T14:28:00+0200Bochum.Ein 24-jähriger Bochumer hat am Mittwoch vor dem Landgericht indirekt eingeräumt, seine 18-jährige Schwester vergewaltigt und bedroht zu haben.
In der Nacht des 13. auf den 14. Juni 2009, so wirft ihm die Staatsanwältin vor, soll er in der Wohnung der gemeinsamen Mutter in Bochum ins Zimmer der jungen Frau gegangen sein und sie aufgeweckt haben - mit der klaren Absicht, mit ihr geschlechtlich zu verkehren. Als sich die 18-Jährige gewehrt habe, so die Anklage, habe er ihr den Mund zugehalten und dann vergewaltigt. Das Opfer habe große Schmerzen gehabt.
Nach dem Verbrechen soll er seiner Schwester gedroht haben, nur ja nichts davon weiterzusagen. Sonst werde er sie „kaputt“ machen. Die Frau habe sich aber trotzdem jemandem anvertraut.
Der Angeklagte kam in U-Haft. Mittlerweile sitzt er sogar in der Krümmede in Strafhaft - wegen anderer Straftaten (Beschaffungskriminalität, bzw. Diebstahl).
Zum Prozessauftakt vor der 1. Strafkammer ließ er über seinen Verteidiger Henry Alternberg erklären: „Er hat aufgrund erheblichen Alkoholkonsums keinerlei Erinnerung. Er tritt den Vorwürfen aber nicht entgegen.“ Falls alles wirklich so passiert sei, tue es ihm sehr leid.
Die 18-Jährige, so sagte eine Psychologin, ist „hochgradig traumatisiert“. Wenn man sie auf den Vorfall anpreche, breche sie in Tränen aus und bekomme Bauchschmerzen. Den Angeklagten wolle sie vor Gericht nicht sehen, weil sie befürchte, dass er über den Tisch springe und ihr an den Hals gehe.
Die junge Frau sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Am Freitag geht der Prozess weiter, eventuell bereits auch mit den Plädoyers.

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