18-Jähriger soll Vater fast totgeschlagen haben
21.12.2010 | 16:24 Uhr 2010-12-21T16:24:00+0100Bochum.Nach einer äußerst brutalen Attacke auf seinen Vater streht seit Dienstag ein 18-jähriger Wattenscheider vor dem Landgericht. Der Vorwurf. Versuchter Totschlag.
Wenn der 18-jährige Angeklagte von seinem Vater spricht, nennt er nur noch dessen bürgerlichen Namen. „Ich möchte mit dem Herrn nichts mehr zu tun haben“, sagte er am Dienstag vor dem Landgericht. Dort wird ihm ein versuchter Totschlag vorgeworfen. In der Nacht zum 12. Oktober soll er seinen Vater (44) in dessen Wattenscheider Wohnung so schwer verprügelt haben, dass er in Lebensgefahr schwebte. Diagnose: Bruch der Augenhöhle, der Nase, eines Kiefers und einiger Rippen sowie eine Schnittverletzung am Arm. Außerdem kollabierten die Lungen. Nur eine Not-OP hatte den Vater gerettet.
Der Fall ist bizarr: Obwohl der 44-Jährige damals in Todesgefahr schwebte, ging er 18 Stunden später zum Kiosk, um sich erst einmal Alkohol zu kaufen. Der Kioskverkäufer war vom Anblick so schockiert, dass er den Kunden überredete, sich behandeln zu lassen. Erst danach kam das Drama ans Licht. Zwei Tage später wurde der 18-jährige Sohn in U-Haft gesteckt.
„Er war ständig gewaltbereit.“
Seine Gestalt ist klein, gedrungen und muskulös. Zur Tat selbst äußerte er sich zum Prozessauftakt noch nicht, wohl aber beschrieb er den arbeitslosen und alkoholkranken Vater. „Er war ständig gewaltbereit.“ Vor allem wenn er viel Wodka getrunken habe. Er berichtet von „Demütigungen“. „Er hat öfter meine Mutter geschlagen, bedroht und beleidigt.“ Als er fünf Jahre alt war, verließ er mit seiner Mutter den Vater. 13 Jahre lang sah er ihn nicht. Dann traf er ihn auf einem Weinfest wieder. Man verabredete sich ein paar Mal und trank Alkohol zusammen. Auch an jenem 12. Oktober.
Der 18-Jährige hatte die Attacke im Ermittlungsverfahren bereits zugegeben. Tatmotiv: Der Vater soll die damalige Freundin (21) des Jungen und seine Mutter beleidigt haben.
Der Angeklagte ist wegen Einbrüchen vorbestraft. Die Schule hat er geschmissen. Arbeit hat er nicht. Zuletzt lebte er in einer eigenen, von der Arge bezahlten Wohnung in Wattenscheid.
„Ich wollte nicht werden wie mein Vater“
Vor seiner Inhaftierung trank er zu viel Alkohol, räumte er vor Gericht ein. „Ich wollte nicht werden wie mein Vater.“ Dieser pöbelte seinen Sohn im Gerichtssaal mehrfach an und nannte ihn „Lügner“.
Prozessfortsetzung: 3. Januar.

15:44
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08:25
immerhin weiß der Angeklagte, wie man ohne Arbeit die nächsten 60 jahre über die runden kommt, wir zahlens ja.
07:22
Hä??? Was ist das denn für eine Aussage Towns.
Der Junge ist 18 und kann langsam mal anfangen, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen..
Kann er nicht..??? Ach ja, schwere Kindheit ich vergaß Damit kann man ja aller entschuldigen
Er will nicht werden, wie sein Vater? Warum säuft er dann? Warum prügelt er dann?
18:54
Der junge Mann kann einem Leid tun. Erst versaut der Vater ihm die Kindheit, dann setzt er mit seinen Beleidugungs- und Haßtiraden die Ursache für eine Inhaftierung des Sohnes.
16:35
Pack schlägt sich-Pack verträgt sich..............!